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Die neuen Gipfelstürmer von Montblanc – 1858 Split Second Chronograph und die Geosphere-Weltzeituhr in leuchtend blauen Varianten

Die neuen Gipfelstürmer von Montblanc – 1858 Split Second Chronograph und die Geosphere-Weltzeituhr in leuchtend blauen Varianten

Montblanc 1858 Geosphere Worldtime Blue Dial in Titanium-Ref. 125565. Watches & Wonders 2020 Neuheit

Es ist eines der größten Privilegien unserer Zeit: Raum für sich selber haben. Weite genießen. Eins sein mit der Natur, statt mit den Menschenmengen in überfüllten Großstädten zu kollidieren. Das war schon lange vor der aktuellen Weltkrise so, und wird hinterher vermutlich ein noch viel größeres, populäreres Herzensanliegen sein.

Die neuesten Modelle der 1858-Kollektion von Montblanc treffen deshalb trotz Vintage-Optik hundertprozentig den aktuellen Zeitgeist. Sie sind nämlich nicht nur von der großen Tradition der Montblanc-eigenen Minerva-Manufaktur inspiriert, sondern vom Entdeckergeist der Bergsteiger und (Natur-) Forschungsreisenden. Beide sind mit extrem gelungenen blauen Zifferblättern ausgestattet. Und zwar nicht nur weil blaue Uhren nach wie vor extrem populär sind, sondern auch um die Weite des Himmels und unseres Kosmos zumindest symbolisch auf das Handgelenk zu bringen.

Die Seltene – 1858 Split Second Chronograph Limited Edition 100

Das Modell selber ist Montblanc-Kennern bereits vertraut: Schon im vergangenen Jahr wurde die Uhr in einer Variante mit Bronze-Gehäuse und schwarzem Zifferblatt präsentiert, ebenfalls streng limitiert auf 100 Exemplare. Und da sowohl der Blick durch den Saphirglasboden auf das Uhrwerk als auch die Gestaltung der restlichen Uhr augenscheinlich deutlich mehr potentielle Kunden verzückte, gibt es nun eine weitere Chance auf diese außergewöhnliche Uhr – im neuen Gewand.

Da ist zum einen die Anmutung: Aus gutem Grund ist man bei Montblanc auf die per Akquise erworbene Minerva-Kompetenz stolz. Das Jahr 1858 im Namen der Kollektion weist auf die Gründung der Manufaktur hin, mit der man sich bei Montblanc nunmehr über 160 Jahre Kompetenz in der Kreation aufregender Chronometer zuschreibt. Das Design des Zifferblattes ist dabei inspiriert von Minerva-Chronometern aus den 1920er- und 1930er-Jahren und bietet mit gleich zwei Skalen doppelten Nutzwert.

Telemeter-Skala – für Bergsteiger und Wanderer überlebenswichtig

Die Telemeter-Skala ist dabei die ungewöhnlichere der beiden. Sie misst die Entfernung zwischen einem sichtbaren und einem hörbaren Ereignis, beispielsweise Blitz und Donner bei einem Gewitter. Beim Blitz startet man die Zeitnahme mit dem Chronographen, beim Donner stoppt man ihn. Die Skala verrät dem Träger nun die Entfernung des Ereignisses vom Uhrenbesitzer an – also wie weit das Gewitter noch entfernt ist. Als weitere Informationsquelle bietet die Uhr in der Mitte des Blattes eine Tachymeter-Skala an, mit der sich beispielsweise die Geschwindigkeit eines Autos messen lässt.

All das ist einerseits praktisch, andererseits aber auch ästhetisch höchst anspruchsvoll gelöst: Das blaue Blatt aus massivem Gold ist in mehrschichtiger Grand-Feu-Email-Technik bearbeitet, was sich in abgestuften Blautönen und einer daraus resultierenden erstaunlichen farblichen Tiefe ausdrückt. Dazu die beigefarbenen arabischen Ziffern mit Super-LumiNova-Beschichtung und Indizes sowie die orangefarbenen Akzente, gerahmt vom Gehäuse aus Grad-5-Titan, der in Luft- und Raumfahrt meistgenutzten Titanlegierung. Diese hat eine höhere Zugfestigkeit als reines Titan und eine geringe Duktilität, es verformt sich also auch unter Schwerbelastung nicht. Es ist obendrein leicht, und hat eine dunklere, technischere Anmutung als beispielsweise ein Stahlgehäuse.

Schleppzeiger-Chronograph – eine Königsdisziplin

Das Handaufzugs-Uhrwerk steht dem einnehmenden Äußeren des Zeitmessers in nichts nach: Verarbeitet ist nämlich das Monopusher-Schleppzeiger-Chronographenkaliber MB M16.31 mit zwei Säulenrädern, einer horizontalen Kupplung und der optisch herausragenden Brücke in V-Form. Diese wurde bereits 1912 von Minerva patentiert und findet sich vor allem in Taschen- und Armbanduhren die mit dem Minerva-Kaliber 17.29 ausgestattet wurden. Abgesehen davon, dass das Werk spektakulär schön anzuschauen ist und rund 50 Stunden Gangreserve bietet gelten Schleppzeiger-Chronographen zum Stoppen von Zwischenzeiten als uhrmacherische Königsdisziplin. Auf die inneren Werte zu achten – bei diesem aufwendig finissierten Werk ist es besonders wichtig.

All das macht den 1858 Split Second Chronograph Limited Edition 100 zu einer Uhr die durch eine klassische Optik als auch traditionelle Handwerkskunst geprägt ist. Die leuchtenden Farben und eine moderne Materialwahl aber lassen sie mehr als modern wirken. Mit 44 Millimeter Durchmesser ist die Uhr im Übrigen auch nicht ganz so zierlich wie es das Vintage-Design auf Bildern mitunter wirken lässt. Bei einer Limitierung von nur 100 Exemplaren wird ihr Anblick im Alltag allerdings Seltenheitswert haben, zumal davon auszugehen ist, dass die Uhren von Montblanc-Liebhabern schnell geordert werden – trotz des Preises von 39.500 Euro.

Die Kosmopolitische – Montblanc 1858 Geosphere

Mit einem Preis von 5.600 Euro (mit Lederarmband) bis 5.900 Euro (für die Variante mit Stahl-Titan-Band) ist die 1858 Geosphere in einem komplett anderen Preissegment beheimatet als der limitierte Schleppzeigerchronograph. Nicht nur deshalb hat sie gute Chancen zum Bestseller zu werden. Uhren mit Weltzeitkomplikationen sind populär, erst recht in Zeiten, in denen man sich mitunter an einen fernen Strand träumt.

Obendrein hat es die Geosphere mit ihrer unverwechselbaren Darstellung der Weltzeiten in kürzester Zeit geschafft, zu einem Modell mit höchstem Montblanc-Wiedererkennungswert zu werden. Vor dieser Variante mit strahlend blauem Blatt verkauften sich bereits die früheren Designs – limitiert in Bronze mit grünem und schwarzem Blatt sowie in einer stählernen Version – mit Erfolg.

Eine Extraportion Fernweh

Nun folgt also die Titan-Variante, wobei die Lünette der 42-Millimeter-Uhr aus Stahl gefertigt und mit blauer Keramik versehen wird. Geprägt wird das Erscheinungsbild der Uhr aber weder von Farben noch von Materialien, sondern: Von der sich jeweils drehenden nördlichen und südlichen Welthalbkugel, die sich bei 12 Uhr und bei 6 Uhr finden. Charmant: Auf den Mini-Globen sind sowohl der Montblanc als auch die „Seven Summits“, der jeweils höchste Gipfel jedes Kontinents, mit blauen Punkten markiert. Allein dieser Anblick wird bei jedem Globetrotter das Gefühl auslösen, er habe mit der Uhr eine Extraportion Fernweh erworben.

Etwas rationaler betrachtet muss der Besitzer zum Stellen der Uhr die beiden Hemisphären zunächst auf die Londoner UTC-Zeit ausrichten, beide Halbkugeln sind dann synchronisiert und die Ortszeit lässt sich einstellen. Anschließend kann dann die zweite Uhrzeit bei 9 Uhr eingestellt werden, auf dass man auch über die Heimatzeit informiert ist.

Angetrieben wird dieser kleine Weltenraum vom Automatikaufzug-Kaliber MB 29.25, das über 42 Stunden Gangreserve verfügt. Wobei das Werk seinem Besitzer verborgen bleibt, der Boden der Geosphere ist aus Titan gefertigt, und tröstet mit einer gravierten Darstellung des Montblanc sowie einem Kompass und zwei gekreuzten Eispickeln.

Aufbruchsstimmung

Ob die Geosphere allein deshalb die perfekte Uhr zum erklimmen des nächsten 8000ers ist mögen auch weniger versierte Bergsteiger in Frage stellen. Sicher ist: Sowohl beim Schleppzeiger-Chrono als auch dieser Weltzeituhr hat man es geschafft, dem Trendthema „blaue Uhren“ in zwei besonders strahlenden Formen mehr als gerecht zu werden. Beide Uhren sind elegant-distinguiert und wirken doch zugleich erfrischend optimistisch und frisch.

Diesen Modellen gelingt es irgendwie besonders unaufgeregt, ihre Träger in eine gut gelaunte Aufbruchsstimmung zu vermitteln. Denn das ist es doch, was letztlich jede Uhr tut, was jeder Blick aufs Handgelenk auslöst: Aufbruch in irgendeiner Form. Sei es die Erinnerung an den nächsten Termin. Daran, dass die nächste unbekannte Minute oder auch Stunde anbricht. Daran, dass wir Pläne für die Zukunft haben.

www.montblanc.com


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