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Die Evolution von TUDOR’s Submariner zur Black Bay

Die Evolution von TUDOR’s Submariner zur Black Bay

Wie die Submariner in der Black Bay weiterlebt

Rolex Gründer Hans Wilsdorf wäre heute mächtig stolz, könnte er auf die Entwicklung seines Lebenswerks im 21. Jahrhundert blicken. Nehmen wir einmal Rolex außen vor, er wäre stolz darauf zu sehen, wie eigenständig und selbstbewusst die Schwester Marke TUDOR sich heute im Markt behauptet. Als im Jahr 1954 die erste TUDOR Submariner vom Band lief, wurde die Modellreihe zu einer der gefragtesten Taucheruhren auf dem Markt.

Doch der weitsichtige Geschäftsmann Wilsdorf überließ das junge Kind nicht einfach seinem Schicksal, sondern nutzte die Popularität und Expertise vom großen Bruder Rolex, die TUDOR Taucheruhren im Markt zu etablieren und einem neuen Publikum schmackhaft zu machen. So lieferte Rolex anfänglich noch viele Komponenten an die TUDOR Submariner Modelle – sie trugen sogar lange Zeit den Namen mit sich; auf Band, Gehäuse oder Krone. Mit dem Alter wuchs die Eigenständigkeit und folglich die kontrollierte Abnabelung – die TUDOR Submariner formte sich immer weiter mit individuellen Features zu einer selbstbewussten und eigenständigen Kollektion.

Wie kam es zu der Transformation und was ist heute aus der Submariner von TUDOR geworden, deren Produktion ab 1999 eingestellt wurde und die heute in der Black Bay weiterlebt? Dazu lohnt ein aufmerksamer Blick zurück in die Geschichte.

1954 Die erste Taucheruhr von TUDOR

Nur ein Jahr nachdem Rolex die erste Submariner lancierte, stellte auch TUDOR mit der Oyster Prince Submariner Referenz 7922 ihre erste Taucheruhr vor. Auch wenn die Taucheruhr mit Drehlünette selbst bei Rolex nun neu war, hatte sich die Marke in Sachen Robustheit, Zuverlässigkeit und Wasserdichtheit bereits einen Namen verschafft. TUDOR sollte seinem Träger dieselben Eigenschaften bieten, allerding zu einem erschwinglichen Preis.

Das ging natürlich nicht, ohne doch den ein oder anderen Kompromiss in Kauf zu nehmen. So besaßen die TUDOR Submariner Modelle keine Uhrwerke von Rolex, sondern waren mit Uhrwerken von Drittanbietern ausgestattet. Zwar gehörten diese mit zu den besten der Industrie, sie waren aber eben nicht Chronometer zertifiziert. Für wen das nicht kaufentscheidend war, der bekam dennoch reichlich Qualität zu einem attraktiven Preis, und eben auch ein Stück weit Rolex. Denn Referenz 7922 hatte dasselbe dreiteilige Rolex ‚Oyster‘ Gehäuse mit verschraubtem Boden und einer verschraubbaren Krone, was ihr eine Wasserdichte von 100 Metern ermöglichte.

Es ist ein bisschen wie mit dem Porsche 718 Cayman gegen die Sportwagenikone 911 Carrera. Beide kommen aus demselben Elternhaus. Beides sind hervorragende Sportwagen. Optisch ähneln sie sich wie Geschwister. Der große Bruder 911 kostet allerdings knapp 50.000 Euro mehr. Dafür bietet der Sechszylinder mit 385 PS auch mehr Power als der 300 PS Vierzylinder des Cayman. Auch wenn die Ausstattung sehr ähnlich ist, sind es die kleinen Details, die beide Modelle voneinander unterscheiden. Dennoch kann der Cayman dem 911er das Wasser reichen – und ist dabei preislich sogar klar im Vorteil. Der 911 ist nicht nur für eine zahlungskräftigere, sondern auch für eine reifere Kundschaft gemacht, so lässt es sich auch bei der Submariner von TUDOR gegen die Submariner von Rolex zusammenfassen.

Typisch für die ersten TUDOR Submariner waren ihre groß dimensionierten, nachtleuchtenden Indizes und Zeiger, die für eine gute Ablesbarkeit in tiefen Gewässern sorgten. Die Indizes waren bei den ersten Modellen noch rund. Die Lünette war in beide Richtungen drehbar, mit Graduierung in 5-Minuten-Intervallen. Auf dem schwarz lackierten Zifferblatt befand sich die Inschrift in Goldgelb. Die Zifferblätter der ersten Submariner Modelle waren noch gewölbt und sollten später jedoch verschwinden – allerdings nicht für immer, dazu später mehr.

Eine Uhr, die dem Druck einer Wassertiefe von 100 Metern standhielt, war zu dieser Zeit eine enorme Herausforderung. Dafür hatten die TUDOR Uhren drei Besonderheiten, die sie von Rolex adaptierten. Ein verschraubter ‚Oyster‘ Gehäuseboden schützte die Uhr von der Unterseite her vor eintretendem Wasser, ein gewölbtes Plexiglas „Tropic“ verhinderte einen Wasserschaden von der Zifferblattseite. Über die verschraubte Krone war auch der Zugang zum Werk geschützt.

Angetrieben wurde die 7922 von einem Automatikkaliber 390, das auf einem hochwertigen Rohwerk von Fleurier basierte. Wohingegen auf dem Zifferblatt der Name TUDOR prangte, war das genietete Oyster-Band mit dem Rolex Logo versehen.

1955 bis 1964

Bereits ein Jahr nach ihrer Lancierung, versuchte die noch in den Kinderschuhen steckende TUDOR Submariner einen ersten wackeligen Ausbruch aus der fürsorglichen Obhut. TUDOR wechselte von Automatik zu Handaufzug. In der Oyster Prince Submariner Referenz 7923 war ein ETA Kaliber 1182 verbaut, was das Gehäuse besonders flach ausfallen ließ. Anstelle von dem Rolex-typischen Stundenzeiger, der auch als Mercedes Zeiger bekannt war, verwendete man stabförmige (Baton) Zeiger. Aber das Kind war noch zu jung, um zu rebellieren.

Daher war es auch das erste und einzige Submariner Modell mit Handaufzugsmechanismus und stabförmigen Zeigern. Nur für die Only Watch Auktion 2015 wurde ein einziges weiteres Exemplar als Heritage Black Bay One hergestellt und für den guten Zweck versteigert.

Nur drei Jahre später, also 1958 überraschte TUDOR mit der „Big Crown“ Referenz 7924. Das neue Modell war nun nicht mehr nur 100 Meter wasserdicht, sondern sogar 200 Meter und hatte eine imposante 8-mm Aufzugskrone, ein Model, das heute bei Sammlern besonders begehrt ist und sich in der modernen Submariner (Black Bay) wiederfinden wird. Um den höheren Druck standzuhalten, wurde ein stärkeres Uhrglas aus Plexiglas verbaut. Der Stundenzeiger bekam wieder das gewohnte Mercedes-Design.

1959 stellte TUDOR mit der Oyster Prince Submariner Ref. 7928 zum ersten Mal einen Kronenschutz vor – da ihre Nocken viereckig waren, bekam sie unter Sammlern den Namen „Square Crown Guards“. Die Krone wurde mit 6 mm wieder etwas schlanker gehalten. Auf dem Gehäuse war die Aufschrift „Original Oyster Case by Rolex Geneva“ zu finden. Der große Bruder hielt also weiterhin seine schützende Hand über den Sprössling.

1960 folgte eine Version, bei der die eckigen Nocken des Kronenschutzes durch spitz zulaufende Nocken ersetzt wurden. Daher bekam die neue Referenz 7928 den Spitznamen „Pointed Crown Guards“.

Das Kronenschutz Design änderte sich allerdings 1964 noch einmal und wurde bei der Oyster Prince Submariner „Tropical“ Ref. 7928 erstmals durch abgerundete Nocken ersetzt. Diese Form sollte von nun an alle weiteren Modelle prägen.

Der Name der Kollektion war von den Verfärbungen auf Lünette und Zifferblatt zurückzuführen, die durch längere Einwirkungen von UV-Strahlung zum Vorschein kamen. Die Inschrift auf dem Zifferblatt war erstmals silberfarben. Heute ist der Kronenschutz bei den Black Bay Modellen gänzlich verschwunden, aber wer weiß, was in Zukunft noch kommen wird.

1967 Die ultimative TUDOR Submariner

Alle Merkmale der in diesem Jahr lancierten 7928 Submariner Modellreihe legten die Grundlage für die Entwicklung der nachfolgenden 30 Jahre. Die sonst auf einem Ring aufliegende Minutengraduierung wurde nun bis zum Gehäuse verlängert.

Die Schriftfarbe auf dem Zifferblatt änderte von Gold und Silber zu Weiß. Weitere Features der Uhr blieben unverändert: abgerundeter Kronenschutz mit Rolex Logo, bombiertes Uhrglas aus Plexiglas, 200 Meter Wasserdichte, Rolex „Oyster“ Band und das Automatikwerk Kaliber 390.

1969 Eine neue Ära der TUDOR Submariner

1969 war für die Entwicklung der TUDOR Submariner aufgrund einiger Besonderheiten entscheidend. Es war die Geburtsstunde der Snowflake-Zeiger, wie die quadratische Form von Fans genannt wurde. Sie ersetzten die Rolex typischen-Mercedes-(Stern) Zeiger. Auch die Stundenindizes wechselten von rund zu quadratisch.

Referenz 7016 und 7021 läuteten diesen neuen Lebensabschnitt ein. Beide Modelle waren zudem nicht mehr mit dem Fleurier Kaliber 360 ausgestattet, sondern liefen von nun an mit einem ETA-Werk 2483 bzw. ETA-Kaliber 2484, da die Ref. 7021 noch zusätzlich eine Kalenderfunktion besaß. Auffällig war diese bei 3 Uhr durch ihre zweifarbige Datumsscheibe die je nach Zahl von Rot zu Schwarz wechselte. Ein Zykloplupe über dem Datumsfenster erleichterte das Ablesen. Im Logo war ab sofort nicht mehr die Rose zu sehen, die einst vom englischen Königshaus TUDOR inspiriert war. Stattdessen stand ein Wappenschild als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Verlässlichkeit.

Im Jahr 1976 wurde die Referenz 7016 dann durch die Referenz 9401/0 ersetzt. Sie bekam ein neues, leistungsfähigeres Werk Kaliber ETA 2776 mit Arretierungsfunktion für den Sekundenzeiger – indem er beim Stellen der Uhr weiterlief, lies sich die Uhrzeit noch genauer stellen. Im Jahr 1977 kam noch eine besondere Ausführung der Referenz 9401 dazu. Die Oyster Prince Submariner “Marine Nationale” Referenz 9401/1 wurde von den Tauchern der französischen Marine Nationale getragen. Sie waren dafür bekannt, Armbänder aus Fallschirmgurten zu verwenden. Durch ihre hohe Elastizität ließen sie sich besser über ihren Taucheranzügen tragen. Das im Bild gezeigte Band stammt also nicht von TUDOR.

TUDOR bot vier Kombinationen von Zifferblatt und Lünette in blau oder schwarz, mit Snowflake- oder Submariner- Zeiger und eckigen oder runden Indizes an. Die blaue Version wurde von den Soldaten der Marine Nationale geordert, und zwar direkt aus dem Katalog – es war also keine Sonderanfertigung, sondern identisch zum kommerziellen Modell.

1989 TUDOR macht größere eigene Schritte

Ab 1989 verschwand die klassische TUDOR Submariner ohne Datum. Sie wurde von der Prince Oysterdate Submariner 79090 ersetzt. Auch die Snowflake-Zeiger verschwanden, Mercedes kehrte zurück. Die Indizes auf 6, 9 und 12 Uhr waren nicht mehr rechteckig, sondern dreieckig. Auf dem „Oyster“ Band aus Profimetall prangte zum ersten Mal ein TUDOR Logo.

Die TUDOR Prince Date Submariner 79190 war 1995 das letzte Submariner Modell, das hergestellt wurde. Geprägt von ständigen Transformationen, wies auch dieses Modell wieder einige Besonderheiten auf. Zum ersten Mal wurde ein Saphirglas verwendet. Die Indizes auf dem blauen oder schwarzen Zifferblatt waren umrandet. Zum ersten Mal war die geriffelte Lünette nur in eine Richtung drehbar und sollte vermeiden, dass die verbleibende Tauchzeit versehentlich verstellt wird, bzw. maximal verkürzt wird.

2012 Black Bay und die Inkarnation der Submariner

Es war das Jahr 2012, in dem die TUDOR Submariner in Form des Modells Black Bay wiedergeboren wurde. Der Name Black Bay stammt laut Unternehmen “von einer fiktiven, verborgenen Bucht, deren Geheimnisse man nur mit der Zeit, Schritt für Schritt entdecken wird”. Sie ist eine moderne Interpretation der ersten Taucheruhr von 1954 und genauso wie damals, über die letzten acht Jahre hinweg immer wieder neu interpretiert worden. Vielleicht kann man die Black Bay als Konglomerat der bedeutendsten Codes aus 45 Jahren TUDOR Submariner beschreiben.

Die Black Bay hat sowohl das gewölbte Glas als auch das gewölbte Zifferblatt geerbt, die insbesondere in den ersten Submariner Modellen noch eine Verwendung fanden. Die markante Aufzugskrone verweist auf die „Big Crown“, die 1958 unter der Referenz 7924 vorgestellt wurde. Eine Besonderheit, die allerdings alle Black Bay Modelle seit 2012 beibehalten haben, sind die TUDOR-typischen Snowflake-Zeiger, die in der Submariner ab 1969 eingeführt wurden, sowie die runden Indizes mit Umrandung aus dem letzten Submariner Modell von 1995.

Der Flankenschutz wird bei der modernen Taucheruhr von TUDOR nicht weitergeführt, zumindest noch nicht. Und auch allgemein hat sich die Black Bay den gesellschaftlichen Veränderungen und Bedürfnissen der letzten 20 Jahre angepasst. Somit gibt es inzwischen auch alltagstauglichere Black Bay Modelle, die geschichtlich betrachtet natürlich dem Erbe verbunden sind, aber deren Nutzen nicht mehr nur als Taucheruhr in Anspruch genommen wird. Es sind die Uhren aus der Black Bay 32, 36, 41 (S&G) Modellreihe, die ohne Drehlünette auskommen und sich etwas klassischer in den Alltag integrieren. Mit einer Wasserdichtheit von 150 Metern haben sie aber trotzdem auch den Anspruch, als wasserfeste Uhr gesehen zu werden.

Es sind die Black Bay Chronos (Dark, S&G) oder auch GMT Modelle, die aus der Submariner heutzutage eine universale Every-Day-Toolwatch gemacht haben, aus Respekt zu der Vergangenheit, mit Blick in die Zukunft.

In der Findungsphase nach Submariner und vor Black Bay, ist aus dem Uhren-Jungspund ein selbstbewusster Charakter herangewachsen. Gehäuse und Bänder werden heute von externen Zulieferern und langjährigen Partnern für TUDOR hergestellt, nicht mehr von Rolex. Auf der Krone prangt die TUDOR Rose, eine Reminiszenz an das alte Logo. Es gibt eigene Ateliers, in denen Komponente händisch und bis zur Mikro-Perfektion hergestellt werden. Die Qualitätskontrollen sind besonders akribisch und alle Uhren werden vor der Auslieferung harten Tests unterzogen.

2016 Eigene Werke für die Black Bay

Die größte Transformation und endgültige Abnabelung von Rolex hat TUDOR’s Black Bay dann im Jahr 2016 erlebt: die Produktion der ETA-Modelle wurde eingestellt, von nun werden alle Taucheruhren der Black-Bay-Reihe mit einem Manufakturkaliber ausgestattet. Somit erwarb TUDOR erstmals eine COSC Zertifizierung für ihre Taucheruhren-Linie. Die Black Bay Bronze sowie Black Bay Dark (PVD-Beschichtung) waren die ersten Uhren, in denen das Manufakturkaliber MT5601 lief. Inzwischen wurde die Black Bay sogar noch mit weiteren Manufakturkalibern bestückt: MT5612, MT5602, MT5813, MT5652 und MT5402.

Nicht nur, dass inzwischen eigene Werke hergestellt werden, sogar eine renommierte Marke wie Breitling bezieht das hauseigene Kaliber MT5612 von TUDOR, was bei Breitling dann als B20 läuft. Im Gegenzug liefert Breitling ihr Manufakturwerk B01 an TUDOR, welches modifiziert dann in der 2017 vorgestellten Black Bay Chrono als Kaliber MT5813 läuft. TUDOR’s neu gewonnene Souveränität zeigt sich auch darin, dass sie in dem modifizierten Breitling Werk ausschließlich ihren eigenen Aufzugsrotor (mit Silizium Spiralfeder) verwenden.

Als die ersten Werbeanzeigen der Black Bay kursierten, hob sich ein Merkmal auf den ersten Blick besonders von anderen Tauchermodellen ab. Es war das Textilarmband, das zu dieser Zeit bei Schweizer Luxusuhren kaum beachtet wurde. Lediglich Sammler von Sportuhren experimentierten gerne mit ihren Vintage Modellen und wechselten von Leder / Stahl zu Stoff. TUDOR war der Zeit etwas voraus und entwarfen ein eigenes Band, das sie in einer traditionellen Posamentenweberei anfertigen ließen. Julien Faure webt diese dann im traditionellen Jacquard-Verfahren. Wohingegen bei der Submariner überwiegend Stahl für Gehäuse und Bänder verwendet wurde, kommt heute neben Textilbändern auch Leder zum Einsatz.

2016 hat TUDOR das erste Modell mit Bronzegehäuse lanciert. Die Black Bay mit der Referenz 79250BM. Auf der Basler Uhrenmesse 2018 erschien die Black Bay Fifty-Eight (Ref. M79030N-0001), die die 1958 erschienene Referenz 7924 (Big Crown) mit einer Wasserdichte von 200 Metern würdigte.

Auf der Baselworld 2019 brachte die Marke dann eine zweiten Bronze Uhr (Ref. M79250BA) auf den Markt. Anlässlich der Rugby WM im letzten Jahr und zu Ehren der Partnerschaft mit dem Neuseeländischen Nationalteam, wurde der Black Bay Chrono Dark (Ref. 79360DK) mit schwarzem PVD-beschichteten Edelstahlgehäuse und Band lanciert.

Qualität für einen attraktiven Preis

Das Einstiegsmodell, die Black Bay 32 (Ref. M79580-0003) startet bei 2.640 Euro. Die Black Bay (Ref.M79230R-0011) mit einem 41-mm Gehäuse und Manufakturwerk kostet 3.230 Euro. Mit Bronzegehäuse (Ref. M79250BA-0001) kostet die Black Bay 3.870 Euro und als Chrono (Ref. M79350-0004) mit Edelstahlgehäuse 4.840 Euro. Die Black Bay Chrono S&G (Ref. M79363N-0001) in Bicolor ist mit 6.510 Euro das teuerste Modell.

Ein Modell, das optisch etwas aus der Reihe fällt ist die Black Bay P01 (Ref. M70150-0001). Sie basiert auf einem Prototyp, der in den 1960er Jahren für die U.S. Army konzipiert wurde. Untypisch sind die Krone bei 4 Uhr sowie die wuchtigen Bandanstöße und das Hybridarmband aus Leder und Kautschuk. Auch in ihr läuft das COSC zertifizierte Manufakturwerk Kaliber MT5612.

Die wohl gefragtesten modernen Taucheruhren von TUDOR sind die Black Bay Fifty-Eight Modelle (Ref. M79030N-0001) mit dem Manufakturkaliber MT5402 ab 3.140 Euro, sowie die GMT Modelle mit Manufakturkaliber MT5652 und einer Lünette in Bordeaux und Blau ab 3.480 Euro.

Soeben lancierte TUDOR zum ersten Mal die Black Bay Fifty-Eight mit einem blauen Zifferblatt und blauer Lünette (Ref. 79030B), die im Netz einen kleinen Hype auslöste – ganz in Rolex Manier. Sie ist insofern spannend, da das typische „TUDOR Blau“ bei Sammlern sehr begehrt ist. Im Jahr 1969 führte TUDOR erstmals eine Taucheruhr mit blauem Zifferblatt und Lünette ein.

Hans Wilsdorf’s Vision war es schon damals, eine anspruchsvolle Alternative zu seinen Rolex Uhren für eine breite Masse anzubieten. Über 60 Jahre später ist aus dieser Vision eine im Markt nicht mehr wegzudenkende Realität geworden.

Nachdem Sammler und Fans viele Jahre um die Vintage Submariner Modelle von TUDOR aus dem 20. Jahrhundert buhlen mussten, wird die beliebte Taucheruhr von damals mit der Black Bay endlich wieder erlebbar. Und auf den Spuren der Submariner gibt es für die Black Bay noch viel zu entdecken – denn es braucht eben Zeit, bis man die verborgenen Geheimnisse Schritt für Schritt entdecken kann.

www.tudorwatch.com