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Immer pünktlich mit OMEGA’s Master Chronometer

Immer pünktlich mit OMEGA’s Master Chronometer

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Die klugen Köpfe hinter OMEGA strebten schon immer danach, vor allen anderen zu sein. Ein Meilenstein und Uhrenmodell, mit dem die Marke wohl am häufigsten in Verbindung gebracht wird ist die OMEGA Speedmaster Professional Moonwatch, die sie 1969 als erste Uhr zum Mond schossen. Das ist fast 50 Jahre her. 2015 hat OMEGA den weltweit ersten Master Chronometer vorgestellt, eine Uhr, die vom Schweizer Institut METAS (Eidgenössisches Institut für Metrologie) an ihre Grenzen gebracht wird. Ein guter Grund für Swisswatches Blog ins OMEGA Headquarter nach Biel zu fahren und alles über den Master Chronometer herauszufinden.

Die renommierte COSC Zertifizierung, welche die meisten Uhren erhalten war bislang ein Standard-Level für Uhren mit einem hohen Qualitätsanspruch in punkto Leistung. Die Klassifizierung Chronometer (die Bezeichnung für COSCO zertifizierte Uhren) ist nur solchen Uhren vorbehalten, die eine sehr hohe Genauigkeit aufweisen. OMEGA und METAS haben ein neues 8-stufiges Testprogramm entwickelt, das ein neues Level der Zertifizierung einläutet und bislang nur von OMEGA genutzt wird. Es steht natürlich allen Marken offen, die METAS Zertifizierung in Anspruch zu nehmen. METAS ist in der Schweiz für fast alle Zertifikate verantwortlich – vergleichbar mit dem deutschen TÜV. Bis 2015 haben sie allerdings noch nie Zertifikate für Armbanduhren vergeben.

Mitarbeiter von METAS kommen zweimal in der Woche zu ihrem Büro innerhalb der OMEGA Räumlichkeiten in Biel und nehmen unangekündigt und willkürlich Werke unter die Lupe. OMEGA nimmt das so ernst, dass sie METAS einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, der natürlich von OMEGA Mitarbeitern nicht betreten werden darf. Das sorgt für Authentizität und Transparenz für OMEGA und seine Kunden, eine lupenreine Qualität anzubieten. Jede Uhr wird nun acht verschiedenen Tests unterzogen, bei dem jeder Schritt sorgfältig die Funktionen und Genauigkeit prüft.

Teil dieser Testphase ist – abgesehen von der durchschnittlichen täglichen Genauigkeit der Uhr – ihre Funktionalität während und nach einer Belastung von 15.000 Gauss Magnetfeld zu prüfen. Das ist ein enormer Druck für ein derart sensibles Uhrenwerk und hat einen direkten Einfluss auf seine Genauigkeit. OMEGA ist einer der wenigen Uhrenmarken, die in der Lage sind Uhren herzustellen, die eine solch hohe magnetische Belastung aushalten.

Zuerst wird das Werk alleine getestet – in einem zweiten Schritt das Werk im Gehäuse. Beide Schritte sind wichtig, da das Werk ganz anders reagiert, wenn es im Gehäuse sitzt. Heutzutage sind überall um uns herum Magnetfelder (Tablets, Handys, ja sogar ein Föhn) und daher sind die meisten Uhren bis zu einem gewissen Grad anti-magnetisiert. Übrigens testet METAS nur Uhren, die ab 15.000 Gauss und mehr anti-magnetisiert sind! OMEGAs Ziel und METAS Anforderungen sind es, eine Abweichung von maximal plus 4 Sekunden am Tag zu erreichen. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, da die meisten COSC zertifizierten Uhren eine Abweichung von minus 4 bis plus 6 Sekunden am Tag aufweisen. Bei OMEGA ist Minus keine Option mehr. Bei ein paar Sekunden voraus sind wir lediglich überpünktlich, besser als verspätet. Schweizer Effizienz von seiner besten Seite.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Messung der Wasserdichte der Uhr. Sogar nachdem die Uhr eine METAS Zertifizierung erhalten hat ist sie bei OMEGA immer noch um zirka 30% tiefer wasserdicht, als angegeben. Wenn eine Uhr also für 500 Meter ausgewiesen ist, ist sie in Wirklichkeit ungefähr 650 Meter wasserdicht. Die Testphase dauert nun 25 Tage bis sie den Namen Master Chronometer tragen darf. Bei der COSC Zertifizierung dauert es nur zirka 10 Tage. OMEGA hat diese Technik perfektioniert und kann bis zu 200 Uhren am Tag mit einer Master Chronometer Zertifizierung versehen. Ihr Ziel ist es bis 2019, alle Uhren durch METAS erfolgreich zu klassifizieren

Jeder stolze Besitzer einer Master Chronometer erhält automatisch ein Zertifikat. Mit der darauf aufgeführten Nummer können alle Testergebnisse ihrer persönlichen Uhr online abgerufen werden! Das Modell, für das OMEGA sich hierfür entschieden hat ist übrigens die Globemaster, die in den 1950er Jahren erstmals vorgestellt wurde.

www.omegawatches.com


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