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Gitarrist John McLaughlin und seine hinreißend attraktive LeCoultre

Gitarrist John McLaughlin und seine hinreißend attraktive LeCoultre

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Als wir am 24. September in Monaco zum Only Watch Preview vorbeischauten, lief uns plötzlicher das Gitarren-Genie John McLaughlin über den Weg. Was um alles in der Welt macht einer der besten Gitarristen der Welt bei einer so speziellen Veranstaltung? Wir erfahren von ihm, dass er nicht nur ein großer Uhrenfan ist, sondern mit der Schweizer Independent Brand Artya zusammen ein recht außergewöhnliches Uhrenmodell entworfen hat, das dann knapp zwei Monate später im Rahmen der Only Watch Charity-Auktion im November versteigert werden soll.

Das Unikat Artya x John McLaughlin wurde schließlich am 06. November für 55.000 Schweizer Franken zugunsten der Monegasque Association Against Muscular Dystrophy versteigert. Der Schätzpreis lag vorab zwischen 35.000 bis 50.000 Schweizer Franken.

An McLaughlins Handgelenk fiel uns aber eine ziemlich seltene LeCoultre aus den 1950er Jahren auf, die ihm seine Frau irgendwann in den 1990er Jahren in Boston kaufte. Besonders auffällig sind die Bandanstöße, die wir so noch nie zuvor gesehen hatten. An einem gelbgoldenen Gehäuse sind goldene Schlaufen angeschweißt, an denen die Bandanstöße befestigt sind. Das elfenbeinfarbene Zifferblatt hat spitz zulaufende Stundenmarkierungen und eine Minuterie, die sich nicht am äußeren Zifferblattrand, sondern innerhalb der Ziffern befindet. Das Design setzt sich in der kleinen Sekunde bei 6 Uhr konsequent fort.

Auffällig ist bei diesem Modell auch, dass das Zifferblatt lediglich mit LeCoultre signiert ist. Ein Modell also vor dem Zusammenschluss zwischen dem Uhrwerkshersteller LeCoultre und dem Paris Uhrmacher Jaeger? Nein, es hat nichts mit dem Produktionszeitraum zu tun, sondern vielmehr mit der Ortsbestimmung. Aufgrund von Zollbeschränkungen wurden zwischen den 1930er und 1970er Jahren die Gehäuse, Zifferblätter und Zeiger in den USA hergestellt. Auf dem US Markt wurden die Modelle daher mit LeCoultre signiert, die europäischen Modelle gewöhnlich mit Jaeger-LeCoultre.

Die Uhr hat weder einen Modellnamen noch eine Referenz – es gab zu dieser Zeit bei JLC tatsächlich Modelle, die keiner bestimmten Kollektion oder Linie zugeordnet wurden. Der Durchmesser liegt bei 29.5mm, das Gehäuse ist aus 14 Karat Gelbgold gefertigt und in der schönen Unbekannten tickt ein Kaliber 480.

John McLaughlin besaß in seinem Leben bereits diverse Schweizer Uhren, darunter auch eine Audemars Piguet Royal Oak, eine goldene Rolex GMT, eine Rolex Submariner, eine Cartier Tank Reverso (ja, gab es tatsächlich), eine Oris Fliegeruhr und eine Parmigiani. Alle Uhren habe er wohl nicht mehr, aber seine LeCoultre trage er auch heute noch regelmäßig, so der Musiker.


www.jaeger-lecoultre.com