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Ein neuer Stern am Sammlerhimmel? – Interview mit Nicolas Baretzki, CEO von Montblanc

Ein neuer Stern am Sammlerhimmel? – Interview mit Nicolas Baretzki, CEO von Montblanc

Interview-mit-Nicolas-Baretzki-CEO-von-Montblanc-Autor-JF-Kengelbach

Natürlich denkt bei Montblanc nicht jeder sofort an hochwertige Armbanduhren. Gut so, findet Nikolas Baretzki, der seit April 2017 die Geschickte der bekanntesten deutschen Luxusmanufaktur leitet. Denn Montblanc stehe neben seinen berühmten Füllfederhaltern wie dem Meisterstück vor allem für ein Universum an Luxusprodukten von hochwertigen Accessoires über Lederwaren bis zum Reisegepäck.

Nicht, dass er sich als ehemaliger internationaler Direktor von Jaeger Le-Coultre, wo er über 11 Jahre arbeitete, nicht bestens mit feinster Mechanik auskennen würde. Aber als CEO von Montblanc und der voll integrierten Manufaktur Minerva muss er auch das große Ganze im Blick behalten. Und für einen ganzheitlich denkenden CEO eines Luxusgüterkonzerns hätte er sein Handwerk bei keiner besseren als einer der bekanntesten Luxusmarken überhaupt lernen können: Vier Jahre leitete Baretzki nämlich als kaufmännischer Direktor Cartier. Dazu past der aktuelle Claim von Montblanc: What moves You makes You. 

Doch was bewegt Nicolas Baretzki wirklich? Begeistert er sich mehr für hochwertige Armbanduhren oder klassischen Luxus? Und warum wissen so wenige Menschen von der wunderbaren Geschichte von Minerva? Fragen, auf die Swisswatches Antworten wollte. Und darauf ein Bekenntnis zur Feinuhrmacherei bekam, das die Erwartungen von Uhrensammlern von Montblanc heute wie morgen freuen dürfte. Denn die Antwort ist eine, die Mut macht für: Eine echte Sammlermarke mit viel Potential.


Was sind Ihre persönlichen Highlights zur diesjährigen Watches and Wonders in Genf gewesen unter den Minerva Neuheiten?

Das ist natürlich immer schwer zu sagen. Es gibt keine Uhren der Kollektionen, die ich nicht mag. Aber schauen wir uns das Modell Montblanc 1858 Split Second Chronograph Limited Edition 18 in Limegold an.

Heute denke ich: Vielleicht waren wir zu zurückhaltend was die Seltenheit dieses Modells angeht, aber wir wollten wirklich, dass vielleicht nur ein, zwei Personen in Deutschland und dann wieder jemand in Hong Kong diese besondere Uhr tragen wird.

Für so eine rare Uhr auch noch eine eigene 18 Karat Goldlegierung zu entwickeln, ist schon eine gewaltige Innovation, finde ich. Oder kennen Sie viele Firmen, die mit einer eigenen Goldlegierung aufwarten können? Da gibt es vielleicht noch eine Firma mit „R“ im Namen, die so etwas macht, aber sonst ist das extrem selten, bei limitierten Modellen kenne ich es überhaupt nicht. Diese 18 Pieces werden extrem schnell vergriffen sein.

Was macht Minerva-Uhren besonders, die bei Montblanc zum Teil unter Montblanc 1858, dann unter Heritage und dann unter Star Legacy laufen?

Es geht wirklich darum, immer etwas ganz Außergewöhnliches bei Minerva zu schaffen. Das ist schon seit der ersten Kollektion im Jahr 2007 so. Die neue Pythagoras, die Mono-Pusher-Chronographen, das Exo-Tourbillon oder die Metamorphosis, von der es ebenfalls eine neue Version auf der Watches & Wonders zu sehen gab, sind jede für sich Ausnahmeuhren und zudem extrem limitiert. Bei der Star Legacy Metamorphosis sind die Kollektionen mit acht Exemplaren ja geradezu winzig. Seit 2010, dem Jahr ihrer Einführung, ist diese Kollektionen immer extrem schnell ausverkauft. Die Stücke sind fast nirgends zu finden und uns rufen Sammler dazu direkt an, die wir dann auf die nächste Runde vertrösten müssen.

Preislich reichen die Uhren ja von knapp 30.000 Euro bis weit über 200.000 bei der erwähnten Metamorphosis. Wer sind die Minerva Sammler, sind das Montblanc-Fans oder auch klassische Uhrensammler?

Unsere Kunden kommen wirklich aus beiden Bereichen. Es gibt die klassischen Montblanc Fans, die unsere Maison lieben und bei Schreibgeräten bereits seit Jahren kennen. Die interessieren sich dann auch für die Uhren, vor allem, weil sie das Savoir-faire des Hauses Montblanc schätzen. Aber wenn sie den 1858 Pulsograph mit dem Montblanc-Kaliber MB M13.21 im 40 Millimeter-Gehäuse nehmen, dann sprechen sie Kunden in einer anderen Reihenfolge an: Zuerst Chronographen-Fans, dann Fans von Minerva – und davon gibt es eine Menge –  und dann natürlich große Uhrensammler, die rare Stücke suchen. Da sind natürlich auch immer wieder Montblanc-Fans darunter.

Der Manufakturbegriff ist ja heute stark überstrapaziert. Was stellt ihr bei Euren Uhren wirklich selbst her? Und was bei Minerva im Speziellen?

In jeder Kollektion haben wir drei Ebenen von Fertigungstiefe: In der Mainstream-Kollektion arbeiten wir mit zuverlässigen, aber zugekauften Werken von Sellita oder anderen, die wir veredeln. In der zweiten Stufe werden nicht nur alle Entwicklungsschritte in-house gemacht, sondern wir kombinieren fremde Uhrwerke mit komplexen, funktionalen Modulen wie bei der Geosphere mit ihren Zeitzonen-Diapositiven. Und dann haben wir die eigenen Minerva-Werke, die in Villeret vor Ort zu 100 Prozent in-house produziert werden. Bis zu einem Level, bei dem wir unsere eigenen Spiralfedern herstellen. Wir sind damit eine der ganz wenigen Firmen, die diesen Schritt noch selbst beherrscht. Diese Werke werden dann natürlich auch durch uns zusammengebaut und getestet.

Und auch wenn wir unsere Gehäuse und Armbänder extern beziehen, weiß ich, dass wir es bei den Uhrwerken von Minerva mit jeder anderen Uhrenmanufaktur in der Schweiz locker aufnehmen können. Das trifft zwar nur auf die relativ kleinen Stückzahlen der limitierten Uhren zu aber das ist schließlich das, was Sammler wollen: Niedrige Stückzahlen! Und bei den Armbändern haben wir sogar eine eigene Lederfertigung in Italien. Bei den Minerva Uhren verwenden wir allerdings überwiegend Kroko-Bänder, die wir nicht selbst herstellen. Bei den Stückzahlen sind wir am Ende allein durch Fertigung gebunden. Ich könnte mit den derzeitigen Kapazitäten und dem enormen Anspruch an die Werke gar nicht mehr als 100 Mono-Pusher-Chronographen pro Jahr herstellen lassen.

Sie haben dieses Jahr ein neues Uhrwerk vorgestellt, keinen Chronographen, sondern ausnahmsweise eine Handaufzugs-Manufakturkaliber mit kleiner Sekunde. Was hat es damit auf sich?

Ich liebe das Pythagoras-Uhrwerk. Ich bin ein großer Fan davon. Die Schönheit ist umwerfend. Die Idee dahinter war aber auch klar: Wir wollten Uhrenliebhabern bereits in einem etwas niedrigerem Preislevel die ganze Qualität und Schönheit von Minerva bieten.

Heute beginnt Minerva knapp unter 30.000 Euro, mit der neuen Uhr starten wir bei unter 20.000 Euro. Und das Uhrwerk erlaubt uns zudem, als ein neues Basisuhrwerk zu dienen und neue Funktionen und Komplikationen in Zukunft als Module zu integrieren. Und gleichzeitig ist die Historie des Uhrwerkes, das auf ein berühmtes Werk zurückgeht, absolut authentisch.

Aber noch mal nachgehakt, was macht Minerva-Uhren wirklich so besonders, Herr Baretzki und warum findet man sie eigentlich nicht auf der Webseite?

Zum ersten Teil der Frage: Wir arbeiten bei Minerva immer noch nach dem alten Prinzip. Ein Uhrmacher arbeitet von A bis Z an einer Uhr. Vielleicht nicht immer der ökonomischste Weg eine Uhr zu bauen, aber das ist der Weg, den wir für Minerva gewählt haben. Danach gilt: Für jede Kollektion, die wir herausbringen, muss es einen originären Ursprung bei Minerva geben. Das ist das Rückgrat, auf das sich Sammler bei Minerva verlassen können. Und glauben Sie mir: Wenn Sie heute unser Museum in Villeret besuchen, dann haben wir zirka 1000 verschiedene Modelle, die Sie sich anschauen können. Eine so reiche Geschichte werden Sie selten finden in der Uhrenbranche. Es gibt dann für uns immer zwei Wege, das umzusetzen, mehr industriell oder mehr handwerklich. Aber alle Wurzeln sind fest in der Geschichte von Minerva verankert.

Zum Auftritt: Derzeit befinden wir uns in einer Phase, in der die Webseite komplett überarbeitet wird. Ja, Sie finden in der Tat viele High-End-Pieces gar nicht online. Das trifft übrigens auch auf seltene Schreibgeräte zu. Wir werden das dieses Jahr ändern und dann wird der High-End Bereich bei Montblanc den Stellenwert bekommen, den er bei uns intern schon lange hat. Bislang galt die Philosophie, diese Sammlerstücke wie ein kleines Geheimnis zu bewahren. Ich finde das nachvollziehbar, aber wir leben eben in anderen Zeiten. Das sollten keine Geheimnisse mehr sein, weil es wunderbare Geschichten sind, die wir da draußen mehr Menschen erzählen müssen und die mehr Menschen kennen sollten.

In den letzten Jahren haben Sie entgegen des Marktes eigenen Themenwelten besetzt, wie bei den Uhren das Bergsteigen. Warum dieser relativ spitze Fokus? Ist das ein schlauer Marketing-Trick?

In einem gesättigten, sehr vollen Markt wie dem Uhrenbusiness braucht man zwingend eine starke eigene Identität. Wir sehen uns dabei auch nicht als Marketing-Firma. Wir lieben einfach echte Geschichten. Bergsteigen und Montblanc gehen ja fast natürlich zusammen, wenn Sie sich fragen, warum wir Montblanc heißen und merken, dass wir die fünf Montblanc-Gletscher als abstrahiertes Firmensignet tragen: Der Stern von Montblanc.

Und die Zusammenarbeit mit Reinhold Messner als einem der bedeutendsten Bergsteiger der Gegenwart ist absolut authentisch. Die komplette Reinhold-Messner-Edition im letzten Jahr ist übrigens ausverkauft. Aber es gibt natürlich auch gute technische Gründe für den Erfolg der Uhren in den letzten Jahren: Unsere Uhren und Zifferblätter haben einen sehr eigenständigen Charakter, zudem sind die Uhrwerke besonders.

Nehmen sie die Geosphere mit ihrer Manufaktur-Weltzeitkomplikation, die in dieser Form einzigartig ist: Zwei gewölbte Halbkugeln, die sich in entgegengesetzter Richtung drehen und innerhalb von 24 Stunden eine vollständige Umdrehung vollführen. Beide Halbkugeln sind von einer Skala mit den 24 Zeitzonen umgeben. Sie sorgen für ein instinktives Ablesen der verschiedenen Zeitzonen. Und das Beste: Sie wurde von den Uhrmachern in Villeret entwickelt, was wiederum zeigt, wie eng verzahnt Le Locle und Villeret zusammenarbeiten.

Mein Ziel ist ganz klar: Die Leute müssen die Geosphere von Montblanc wollen, weil sie wissen, das bekommen sie nirgendwo anders. Und Natur und Bergsteigen sind nicht nur etwas, nach dem sich derzeit ja viele sehnen, sondern werden in Zukunft noch eine wichtigere Rolle spielen für unser Haus. Denn ich bin überzeugt, unsere Kunden mögen das auch, weil sich jeder gewissermaßen mit der Natur und den Bergen identifizieren kann, ohne bestimmte Voraussetzungen mitbringen zu müssen.

Man kann Sie inzwischen mit Recht als das Deutsches Louis Vuitton bezeichnen. Wie werden Sie denn mit Minerva zum deutschen Patek Philippe?

Danke. Ich nehme es als Kompliment, wenn man uns als das Deutsche Louis Vuitton bezeichnet. Ich bin zunächst sehr davon überzeugt, dass es in Zukunft ein großer Vorteil sein wird, als ganzheitliche Marke wahrgenommen zu werden und nicht bloß als Hersteller einer bestimmten Produktkategorie. Es ist sehr in unserem Interesse, die Marke so begehrlich zu machen, dass Kunden zunächst einmal nach Montblanc fragen und nicht nur nach Uhren. Vergessen Sie nicht – wir haben in der letzten Dekade einen kompletten Wandel von einem Hersteller toller Produkte zu einer globalen Marke gemacht.

Unser aktueller Claim lautet: ‚What moves You, makes You‘. Was Dich berührt, macht Dich aus. Wir gehen damit auf Augenhöhe mit dem Kunden. Wir versprechen nicht über sozialen Aufstieg oder sonst irgendwas, aber wir bieten an, Sie bei ihrer nächsten Reise oder ihrem Abenteuer zu begleiten. Wir wollen alles, was wir den Kunden bieten, immer als Experten mit der größtmöglichen Expertise bieten. Das umfasst Uhren, aber auch Schreibgeräte und Lederwaren und selbst die New-Tech Produkte wie wir sie nennen, zum Beispiel Smartwatches oder Kopfhörer. Auch da gilt: Es muss immer die beste am Markt verfügbare Technik sein, aber on top bekommen Kunden auch ein dezidiertes Luxusprodukt.

Gerade wenn man mit älteren Sammlern spricht, ist der Name Montblanc immer noch nicht in den Köpfen verankert, geschweige denn Minerva. Wie wollen, wie können Sie das ändern?

Ja, das stimmt. Allerdings muss ich heute weder Journalisten noch Händler davon überzeugen, dass Montblanc ein echter Uhrenhersteller ist. Das ist schon viel wert. Aber müssten wir es noch mehr für alle anderen tun? Definitiv. Denn für uns als globales Luxusgüterhaus gilt die Direktive: Wir haben starke Säulen, auf denen wir stehen, und wenn wir eine neue Säule aufbauen, dann meistern wir diese zu 100 Prozent. Die Geschichte von Minerva, die uhrmacherische Expertise, sind die beiden wichtigsten Ankerpunkte für Kunden von morgen, um zu verstehen, warum wir ein ernstzunehmender Uhrenhersteller sind.

Durch die reiche Geschichte von Minerva ist zum Beispiel das, was gerade als Vintage- oder Retro-Trend bezeichnet wird, sehr authentisch bei uns und eben keine Design-Spielerei. Wir verbeugen uns damit vor unserer eigenen Geschichte. Unsere Archive sind allerdings so sehr von Uhren und Schreibgeräten gefüllt, dass man denken könnte, man bräuchte fast nicht mehr kreativ zu sein. Entscheidend wird es daher in Zukunft sein, immer das richtige aufregende Thema zur rechten Zeit auszusuchen. Und es ist unser Job, den Kunden zu erklären, dass wir in den jeweiligen Kategorien zu den Besten zählen wollen.

Und dabei glauben wir an den Manufakturgedanken. Das kann jeder an unserem Hauptsitz in Hamburg sehen, wo unsere Schreibgeräte gefertigt werden. Unser Montblanc-Haus, das wir in weniger als einem Jahr eröffnen werden, wird das hoffentlich eindrucksvoll beweisen. Lassen Sie sich überraschen!

Eine Herausforderung für die Montblanc Uhren ist auch, dass ihr ein globaler Luxusgüterkonzern seid. Welchen Anteil machen die Uhren denn überhaupt aus? Welches sind Ihre wichtigsten Märkte? Und könnten Sie in Zukunft vielleicht auf Uhren verzichten?

Wie Sie wissen, geben wir keine Zahlen heraus. Und der Durchschnitt wäre auch verwirrend für viele. Warum? Wir sind heute ein globales Unternehmen. Als wir in China anfingen, hatten wir von Anfang an Uhren, Schreibgeräte und Lederwaren im Portfolio. Als die Chinesen Montblanc kennenlernten, waren Uhren selbstverständlich bereits dabei. Dort käme man gar nicht auf die Idee, sich Montblanc ohne Uhren vorzustellen. In diesen dynamischen Märkten machen die Armbanduhren einen signifikanten Anteil des Umsatzes aus. In traditionellen Schreibgeräte-Märkten wie den USA ist dieser Umsatz niedriger. Und das, obwohl der Bereich Uhren gerade stark wächst. In Korea aber zum Beispiel sind wir extrem bekannt für unsere Lederwaren und ein Treiber des Marktes.

Aber egal wo Sie hinschauen auf der Welt: Uhren machen heute schon mindestens 20 Prozent unseres Umsatzes aus. Es ist also keine Frage, ob wir ohne Uhren überleben könnten. Sie sind ein Schlüsselelement des Unternehmens.

Könnten die Uhren, wenn sie so stark sind, nicht noch einen Push Ihrerseits gebrauchen? Und ist der Sprung zwischen dem Einstiegssegment und einer Uhr wie der Metamorphosis für eine Viertel Million Euro nicht zu groß?

Mein Job besteht zunächst darin, Montblanc als Grande Maison sichtbar zu machen, wie man in Frankreich große Luxushäuser nennt. Es geht darum, ein ganzes Universum zu vertreten, nicht nur eine Sparte. Und wir haben hier bei Montblanc eine einmalige historische Chance, ein solches Luxusunternehmen global zu etablieren. Dazu gehören jeweils starke Säulen, sowohl im Mainstream als auch im High-End Bereich.

Unsere Metamorphosis für über 200.000 Euro sehe ich also nicht im Widerspruch zu einem Einstiegsmodell für 2000 Euro. Solche Bandbreiten können eben nur große Luxus-Marken anbieten. Und wir sind ein sehr großes, breit aufgestelltes Unternehmen. Das steht aber meiner Meinung nach nicht im Widerspruch zum Sammeln von Uhren, weil wir somit Fans über das ganze Leben begleiten können.

Ein wichtiger Kopf hinter den Uhren, der Chef der Uhrensparte, Davide Cerrato, hat die Firma im Januar verlassen. Wer ist der Nachfolger und warum diese Entscheidung?

Ja, seit sechs Monaten haben wir nun einen neuen Mann an der Spitze der Uhrensparte. Laurent Lecamp. Er hat einen interessanten Lebenslauf, weil er bereits einmal eine eigene Uhrenfirma gegründet und geleitet hat, also versteht er alle Bereiche einer Uhrenmanufaktur, vom Design bis zur Herstellung bis zum Vertrieb. Und die Position, um die es bei Montblanc hierbei geht, ist fast die eines zweiten CEO. Und gerade wenn man dann von unserem Hauptsitz in Le Locle zu Minerva nach Villeret kommt, muss man zusätzlich sehr feinfühlig mit den Menschen dort umgehen können. Und er bringt noch eine weitere gute Eigenschaft mit: Er hat einen sehr starken Sales-Background. Er liebt es, sich mit Sammlern und Kunden auszutauschen.

Und wir sehen uns bei den Sammlern durchaus als lokales Unternehmen, sei es in China, Indien oder Mexiko. Egal wo, geht es darum, wie der Topkunde vor Ort tickt, was braucht er, was wünscht er? Das wird immer wichtiger in der Zukunft. Es hört eben nicht mit einem schönen Design auf, am Ende wartet der Kunde auf sein persönliches Produkt. Sein Credo für die Zukunft von Minerva lautet: Es geht um Innovation, Unterscheidbarkeit und die enge emotionale Verbindung der Marke zu Kunden, Uhrenexperten und Fans. Wie kann man sich abheben vom Rest? Und das ist der richtige Weg für Minerva und natürlich auch für Montblanc Uhren.


www.montblanc.com