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W&W 2025: Die A. Lange & Söhne Odysseus erscheint erstmals in Gold
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W&W 2025: Die A. Lange & Söhne Odysseus erscheint erstmals in Gold

1. April 2025

Zur Watches and Wonders 2025 präsentiert A. Lange & Söhne die sportlich-elegante Odysseus erstmals in einem Gehäuse aus 750er Honiggold und kombiniert diese mit einem braunen Zifferblatt. Damit ist das Modell aus Honiggold die vierte Variante in der sechsten Uhrenfamilie von Lange, neben den Linien Lange 1, Saxonia, 1815, Richard Lange und Zeitwerk. Seit 2019 richtet sich die Odysseus an diejenigen, die auch in ihrer Freizeit und bei sportlichen Aktivitäten höchste Ansprüche an eine feinmechanische Uhr stellen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die neueste Ergänzung der Odysseus-Reihe wissen müssen.


Die Entstehungsgeschichte der A. Lange & Söhne Odysseus


Die Odysseus ging aus den erstmals im Jahr 2013 entwickelten Ideen einer Uhr hervor, die von einem Datums- und Tagfenster rechts und links der Zeigerachse geprägt war. Seit ihrer Veröffentlichung nimmt sie als erstes Modell von A. Lange & Söhne mit einem Stahlgehäuse einen besonderen Platz im Markenportfolio ein. Doch der Weg zur ersten explizit für Freizeitaktivitäten entwickelten Lange-Uhr, die Produktchef Anthony de Haas als das herausforderndste Projekt seiner über 20-jährigen Karriere bezeichnete, war alles andere als geradlinig.

So brauchte es, wie De Haas in einem Interview mit Swisswatches berichtete, drei kreative Anläufe und alleine 20 Prototypen, die nur das Armband betrafen, bis die Uhr schließlich im Jahr 2019 das Licht der Welt erblickte. Dass De Haas mit der Entwicklung der ersten Lange-Sportuhr vor einer wegweisenden Aufgabe stand, steht außer Frage – schließlich prägen Stahluhren seit mehr als 50 Jahren den Erfolg von Manufakturen wie Patek Philippe und Audemars Piguet und haben weiterhin entscheidenden Einfluss auf deren Zukunft.

Bei ihrer Erstvorstellung wurde dann ersichtlich, woran De Haas die ganzen Jahre über so eifrig arbeitete: Die Odysseus löste sich von den herkömmlichen Konventionen der Marke, um als erste wasserdichte Lange-Uhr mit einem nahtlos ins Gehäuse übergehenden Armband zu debütieren. Doch ihre Gesamtform, die vom Zweck der Freizeituhr bestimmt wird – eine robuste Konstruktion bestehend aus einem runden Gehäuse, integrierten Drückern und einer festen Band-Gehäuse-Konstruktion – stieß bei ihrer Lancierung auf gemischte Reaktionen. War das fünfreihige Armband in manchen Augen nicht zu breit für die Uhr? Doch für Produktchef Anthony de Haas avancierte die Odysseus neben der Zeitwerk, der Grand Complication und der Lange 1 Ewiger Kalender mit Tourbillon zu den „Big Four“ der Marke.

In gewisser Weise kann behauptet werden, dass dieser lange Weg die Identität der Uhr widerspiegelt. Schließlich, so Anthony de Haas, ist ihr Name eine direkte Anspielung auf Odysseus – jenen Helden, der auf seinem beschwerlichen Heimweg unzählige Hindernisse überwand und sich immer wieder neuen Prüfungen stellen musste. Ebenso war die Entstehung der Odysseus-Uhr kein geradliniger Prozess, sondern geprägt von Herausforderungen, Rückschlägen und der letztlichen Erreichung des Ziels.


Das Gehäuse aus Honiggold


Folgerichtig präsentiert die Marke ihre vierte Farb- und Materialvariante der Odysseus unter Verwendung der patentierten Goldlegierung namens Honiggold (HONEYGOLD®). Das Material, das seinen Namen dem warmen Farbton verdankt, der irgendwo zwischen Rot- und Weißgold liegt, kam erstmals im Jahr 2010 bei drei Zeitmessern der Jubiläumsedition „165 Years – Homage to F. A. Lange“ zum Einsatz. Die Legierung, die ausschließlich exklusiven Modellen vorbehalten ist, zeichnet sich durch ihre besondere Härte aus, die laut A. Lange & Söhne alle anderen Goldlegierungen übersteigen soll.

Bei der jüngsten Odysseus fügen sich die Gehäuseelemente dadurch besonders harmonisch zusammen: Das 40,5 Millimeter große und 11,1 Millimeter hohe Honiggoldgehäuse präsentiert ein Wechselspiel aus runden und eckigen Elementen, das Traditionalismus sowie Elemente der Moderne in sich vereint. Dazu gehören die ober- und unterhalb der verschraubten Krone positionierten, keilförmigen Drücker, mit denen sich das Datum und der Wochentag korrigieren lassen. Die schmal gestaltete Lünette tritt dabei nahezu völlig in den Hintergrund und dient vor allem dazu, dem braunen Zifferblatt einen dezenten Rahmen zu geben.


Das Zifferblatt der A. Lange & Söhne Odysseus


Die wohl zeitgenössischste Variante der Odysseus gipfelt in einem braunen Zifferblatt, welches in zwei Bereiche unterteilt wurde – die Stabappliken sowie die Skala der kleinen Sekunde hinterlegt Lange mit konzentrischen Linien – der sogenannten Azurage – in deren Mittelpunkt die Innenflächen des Haupt- und Hilfszifferblatts mit mattierten Innenflächen verziert wurden. Das Ergebnis dieser Gestaltung ist ein Zifferblatt, das nicht nur für eine visuelle Tiefe, sondern auch für eine gelungene Harmonie mit dem Honiggoldgehäuse sorgt.

Mit ihrem Großdatum auf 3 Uhr, inspiriert von der berühmten Fünf-Minuten-Uhr aus der Dresdner Semperoper, verfügt auch die neueste Odysseus über ein Grundelement von Lange-Uhren, das von einer gegenüberliegenden Wochentagsanzeige bei 9 Uhr ergänzt wird. Die Ziffern, die in der typischen Lange-Typografie erscheinen, verfügen über eine Höhe von 2,4 mm und sind – für die optimale Erkennbarkeit – in Weiß auf einem braunen Hintergrund platziert. Die lanzenförmigen Zeiger und gekerbten Stabappliken sind, wie das Gehäuse, aus Honiggold gefertigt. Die warme Erscheinung des Zifferblatts wird einzig und allein durch den angeschrägten Rehautring mit aufgedruckter Minuterie unterbrochen, der die „60“ in markantem Rot präsentiert.


Das Uhrwerk


Als die erste speziell für Freizeitaktivitäten konzipierte Lange-Uhr spendierte die Marke der Odysseus nicht nur ein neues Design, sondern auch ein neues Uhrwerk: das Automatikuhrwerk und Manufakturkaliber L155.1 DATOMATIC. Dreht man die Uhr um, so offenbaren sich die Details des von Hand verzierten Uhrwerks: Dazu zählen neben dem skelettierten und teilweise schwarzrhodinierten Rotor mit Schwungmasse aus 950er Platin auch die Brücken und Platinen aus naturbelassenem Neusilber, gebläute Schrauben und der verschraubte Goldchaton über dem Ankerrad. Der auf dem Rotor des Manufakturkalibers sichtbare Name DATOMATIC steht für die Kombination aus Datumsmechanismus und automatischem Aufzug.

Die Unruh, die mit vier versenkten Schrauben reguliert wird, stellt sicher, dass trotz der Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde keine Verwirbelungen entstehen. Das Federhaus sorgt nach Vollaufzug für eine Gangreserve von 50 Stunden. Im Gegensatz zu anderen Lange-Kalibern wird das Schwingsystem nicht durch einen Kloben, sondern durch eine beidseitig befestigte Unruhbrücke fixiert.


Verfügbarkeit der A. Lange & Söhne Odysseus


In der neuesten Variante präsentiert sich die Odysseus zugleich zeitgenössisch und traditionsbewusst, edel und sportlich in einem. Es bedarf keiner Wahrsagerei, um vorherzusagen, dass die 100 Exemplare der Odysseus schnell neue Besitzer finden werden. Zudem dürfte die erste Version in Honiggold bei Käufern besondere Begehrlichkeiten wecken. Nicht zuletzt ist die Odysseus als Sportuhr mit integriertem Armband für A. Lange & Söhne das, was die Nautilus für Patek Philippe oder die Royal Oak für Audemars Piguet ist. Preis: 120.000 Euro.


www.alange-soehne.com