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First Look: Rolex Submariner 41 mm 2020

First Look: Rolex Submariner 41 mm 2020

Jeder Rolex Fan wird bereits beim Lesen der Überschrift erkennen, dass hier etwas neu ist – die Rolex Submariner Date gibt es jetzt nämlich erstmals mit 41 mm Gehäusedurchmesser. Aber das ist noch nicht alles, denn die neuste Generation erscheint in sieben neuen Varianten – darunter auch die Submariner ohne Datumfenster, ebenfalls mit 41 Millimeter Gehäusedurchmesser (Ref. 124060).

Der Hype um die Rolex Neuheiten ist viel größer, als dass man sie lediglich in einem Artikel der Reihe nach aufzählt – und nachdem wir bereits die Chance hatten, die begehrten Zeitmesser live zu sehen, können wir den Hype um die neuen Submariner Modelle nun ziemlich ausführlich zusammenfassen.

Das Gehäuse und Armband

Das wohl auffälligste Update ist, wie Rolex es beschreibt, der „etwas größere“ Gehäusedurchmesser auf 41 Millimeter. Für jemanden, der nichts mit Uhren am Hut hat, wäre das wohl ein recht unbedeutendes Upgrade gegenüber ihrem Vorgänger mit 40 Millimeter Durchmesser. Aber es geht nicht nur ums Aussehen – wie man es bei Rolex Liebhabern gerne annimmt – es geht hier vielmehr um den Tragekomfort. Denn nicht nur das Gehäuse ist minimal größer, auch weitere Elemente unterstützen den neuen Tragekomfort am Handgelenk.

Der Uhrmacher hat sich für schmalere Bandanstöße (0.5 mm um genau zu sein) entschieden und ein breiteres Armband. Vergleicht man das alte und neue Armband (21 mm x 19 mm) fällt auf, dass wir beim neuen Band nie wussten, dass es uns gefallen könnte. Die subtile Überarbeitung trägt sich nicht nur besser, sondern die Uhr wirkt auch schnittiger, mutiger und wohlproportionierter, was irgendwie nun auch besser zum Charakter der Kollektion passt, aber auch ans Handgelenk. Da wir die Uhr nun live begutachten konnten lässt sich sagen – ob man das größere Gehäuse nun mag oder nicht – dass die Anpassung von Band- und Gehäuse-Größe sich entscheidend positiv auf die Proportionen auswirken.

Das leicht überarbeitete, dreigliedrige Oysterband besitzt eine Rolex’ Oysterlock Sicherheitsfaltschließe, wobei die einzige Änderung auch hier darin besteht, dass sie breiter ist. Sind wir ehrlich; der Großteil aller Rolex Submariner Träger ist wahrscheinlich nicht der eifrigste Taucher – trotzdem hat man mit diesem patentierten Mechanismus seinen Seelenfrieden, wann auch immer man seine Rolex Uhren trägt. Im Band integriert ist natürlich auch ihr smartes Glidelock-Verlängerungssystem.

Das ist zwar nicht neu, aber es lohnt sich in diesem Fall zu erwähnen, dass es nach wie vor als eines der qualitativ hochwertigsten Verschluss- und Band-Designs überhaupt betrachtet wird. Es unterstreicht außerdem eine weit verbreitete Eigenschaft, wenn es um Rolex Neuheiten geht: Beständigkeit. Somit konzentriert sich die Marke ausschließlich auf wirklich vernünftige Upgrades, statt ihre Zeit mit unnötigen und irreführenden Änderungen zu vergeuden.

Materialien

Hierauf haben wir alle wohl am gespanntesten gewartet – werden neue Materialien vorgestellt? Die aktuelle Ausführung der Rolex Oyster Perpetual Submariner ohne Datumsanzeige, die Submariner Ref. 124060 (No-Date) ist allerdings klassisch in ein Edelstahlgehäuse gebettet. Es war natürlich an der Zeit, dass die Linie ein paar Updates bekommt, da sie jetzt schon zu einem unschlagbaren Liebling der Rolex-Community geworden ist.

Auf der anderen Seite ist auch offensichtlich, dass man sich mit der Weiterführung der Stahlversion ihren wirtschaftlichen Wert erhalten wollte. Die Entscheidung, sich von exotischen Materialien fern zu halten ist für viele sicherlich nachvollziehbar, mag aber für Andere zu wenig innovativ, zu kalkuliert und zu unzeitgemäß sein.

Wie dem auch sei, auch die sieben Neuheiten mit Datumsfunktion haben uns zumindest keineswegs enttäuscht. Sie besitzen alle eine Cerachrom-Lünette (Keramik und „Chrom“, was auf griechisch Farbe bedeutet). Die darauf befindlichen Markierungen sind entweder aus PVD Gold oder Platinum. Und die Materialien variieren zwischen Rolesor und Oystersteel und Weiss- oder Gelb-Gold.

Zifferblätter und Farben

Da Rolex sich ungern in zu vielen Details verliert, gibt es einen ganz einfachen und gleichermaßen subtilen Weg, die 2020 Modelle von ihren Vorgängern zu unterscheiden; die neuste Generation besitzt eine Krone zwischen dem Schriftzug „SWISS MADE“ bei 6 Uhr. Es dürfte aber auch bei der Schrift eine minimale Änderung gegeben haben.

2020 bringt darüber hinaus einige neue Farbkombinationen – die Materialien und Farben der sieben neuen Submariner Date Modelle setzen sich folgendermaßen zusammen: 

  • Ref. 126610LN: Oystersteel mit schwarzem Zifferblatt und schwarzer Lünette, eine Rückbesinnung auf das ursprüngliche Submariner Design
  • Ref.126610LV: Oystersteel mit schwarzem Zifferblatt und grüner Lünette, sorgt für eine auffällige Farbkombi
  • Ref. 126613LB: Rolesor (Oystersteel und 18-Karat Gelbgold) mit blauem Zifferblatt sowie passender blauer Lünette
  • Ref. 126613LN: Rolesor (Oystersteel und 18-Karat Gelbgold) mit schwarzem Zifferblatt und schwarzer Lünette
  • Ref. 126619LB: 18-Karat Weißgold mit schwarzem Zifferblatt und blauer Lünette  
  • Ref. 126618LB: 18-Karat Gelbgold mit blauem Zifferblatt und passender blauen Lünette
  • Ref. 126618LN: 18-Karat Gelbgold mit schwarzem Zifferblatt und schwarzer Lünette

Letztendlich sind die Farbkombinationen und Materialien eine Frage des Geschmacks. Während der ein oder andere niemals von einer gelbgoldenen Rolex mit blauem Zifferblatt und Lünette (nicht gerade dezent oder alltäglich) träumen würde, werden Andere der schillernden und markanten Farbkombination ihren Gefallen finden.

Eine etwas dezentere Variante ist hingegen die weißgoldene Ref. 126619LB, die einen klassischen Submariner-Stil mit schwarzem Zifferblatt und blauer Lünette kombiniert – ein smarter Schritt, wenn man bedenkt, wie populär Blau auch in der Uhrenwelt geworden ist. Gleichzeitig ist die 126610LV mit grüner Lünette wohl die Antwort auf die auslaufende Rolex „Hulk“. Jetzt wird eben diese Ausführung die Rolle einnehmen – und in der Tat gehen Gerüchte um, dass ein offizieller Rolex Händler bereits über 1.000 Bestellungen erhalten hat. Das ist nicht wirklich verwunderlich, da Spekulationen um ein „Hulk“-Nachfolger schon seit längerem in diversen Foren kursieren.

Alles in allem scheinen die neusten Kombinationen von Material und Farbe eine gut überlegte und clevere Wahl von Rolex gewesen zu sein, die der in der Geschichte von Rolex so wichtigen Linie einen zeitgemäßen Look verpassen. Höchstwahrscheinlich werden alle sieben Ausführungen gut ankommen, nicht zuletzt die Modelle mit blauer und grüner Lünette.

Das Werk

Neue Werke sorgen natürlich immer für Gesprächsstoff. Die Submariner Date wechselt auf das Kaliber 3235 und die Submariner ohne Datum auf das Kaliber 3230. Beide Kaliber, die nun eine größere Gangreserve von 70 Stunden bieten, übernehmen Rolex’ bekannte Chronergy-Hemmung, die für ihre Effizienz und Zuverlässigkeit geschätzt wird. Mit ihrer Nickel-Phosphor-Legierung ist sie nahezu unempfindlich gegen Magnetfelder. Darüber hinaus sind beide Werke mit einer optimierten Version der blauen Parachrom-Spirale ausgestattet, die Erschütterungen bis zu zehnmal besser standhält als herkömmliche Spiralfedern. Die blaue Parachrom-Spirale ist zusätzlich mit einer Rolex Endkurve versehen, die den regelmäßigen Gang in allen Positionen gewährleistet. Zu guter Letzt ist der Rotor mit einem Paraflex-Antischocksystem ausgestattet, das dem Werk eine höhere Stoßsicherung verleiht.

Was können wir also aus Rolex’ Wechsel zu diesen neuen Werken schließen? Zuerst einmal demonstrieren sie (wie immer eigentlich) ihre herausragenden, zuverlässigen und technisch fortschrittlichen uhrmacherischen Fähigkeiten. Versucht man die Werke jetzt ganz objektiv zu betrachten, so sind sie ohne Zweifel zuverlässige und präzise Automatikwerke mit 70 Stunden Gangreserve. Das ist eine nennenswerte Steigerung der Laufdauer im Vergleich zu den vorherigen Modellen, aber nicht ganz außergewöhnlich in der modernen mechanischen Uhrenmacherei. Insofern kann man es so betrachten, dass dieses Kaliber-Upgrade ein nötiger Schritt war, mit dem extra Mehrwert einer noch höheren Präzision und längeren Ganggenauigkeit. Es ist schließlich 2020 und genau das, was eine moderne Rolex Submariner seinem Träger bieten sollte – aber es wird niemandem deshalb in helle Aufregung versetzen.

Unser Urteil

Rolex ist eine Marke, die sich durch herausragende Leistungen auszeichnet – und die neuen Submariner Modelle beweisen mal wieder beispielhaft, warum das so ist; es müssen wohl nicht immer die ausgefallensten Features sein. Die neusten Modelle sind vielmehr ein Teil von Rolex’s stetiger und bewährter Fähigkeit zu beindrucken und zu bestehen, das dieses Jahr durch neue Kaliber, Gehäuse und Bänder erreicht wurde. Es wird allerdings unter Umständen früher oder später eine Diskrepanz in der Uhren Community geben: viele Fans erwarten stets große und spannende Änderungen trotz der eh schon schnelllebigen Industrie.

Aber das ist nicht die Herangehensweise einer Marke wie Rolex, die sich vielmehr darauf besinnt, gelassen und überlegt die sukzessive Weiterführung ihrer Produkte voranzutreiben. Während Rolex Uhren wie die Submariner auch weiterhin beliebt sein werden, bleibt dennoch die Frage – werden wir uns auch zukünftig mit Rolex’ anhaltender „in der Ruhe liegt die Kraft“ Einstellung zufrieden geben, oder wird es vielleicht Zeit für eine wahre Rolex Revolution?

Preise: Ref 124060: 7.350 Euro. Ref. 126610LN: 8.300 Euro. Ref 126610LV: 8.700 Euro. Ref. 126613LB und Ref. 126613LN: 13.000 Euro. Ref. 126618LB und Ref. 126618LN: 33.700 Euro. Ref. 126619LB: 36.200 Euro.

www.rolex.com


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