Uhren im Weltraum: Von Gagarin bis ISS – die bedeutendsten mechanischen Armbanduhren der Raumfahrtgeschichte und ihre Einsätze im All.

Die Uhren von Patek Philippe sind nie günstig – aber wie teuer können sie eigentlich werden?
In dieser Liste beleuchten wir die teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals bei Auktionen verkauft wurden und lernen einige der exquisitesten Zeitmesser kennen, die Patek-Geschichte geschrieben haben. Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie „Teuerste Armbanduhren aller Zeiten“, in der wir uns bereits mit Armbanduhren von Marken wie Richard Mille, F.P.Journe und Rolex befasst haben.
Im Jahr 2014 feierte Patek Philippe sein 175-jähriges Jubiläum mit der Vorstellung der Grandmaster Chime Referenz 5175, die – erkennbar an ihrem aufwändig handgravierten Gehäuse – im Zentrum der Jubiläumskollektion stand. Dieses Projekt, das 2007 von Philippe Stern erstmals initiiert wurde, verfolgte das Ziel, die komplexeste Armbanduhr in der Geschichte der Manufaktur zu konstruieren. Ursprünglich als limitierte Edition lanciert, wurde sie im Jahr 2016 als Referenz 6300 schließlich in die permanente Kollektion überführt. Mit insgesamt 20 Komplikationen – darunter fünf Schlagwerksfunktionen, ein wendbares Gehäuse, zwei voneinander unabhängige Zifferblätter sowie sechs patentierte Innovationen – markierte dies zugleich die Einführung der kompliziertesten Armbanduhr sowie der ersten Grande-Sonnerie-Armbanduhr, die Patek Philippe jemals in seinen regulären und aktuellen Produktkatalog aufnahm.
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Im Zentrum der zwanzig Komplikationen der Grandmaster Chime stehen die fünf Schlagwerkskomplikationen: An vorderster Stelle befindet sich in dieser Rangliste die Grande Sonnerie als hohe Disziplin, ergänzt durch eine seinerzeit neuartige Datumsrepetition, die vom ewigen Kalender gesteuert wird und das Datum akustisch ausgibt. Dazu kommt eine Alarmfunktion, die beim Auslösen die Uhrzeit schlägt. Für die Ablesbarkeit der zahlreichen Komplikationen ist die Uhr mit zwei Zifferblättern konzipiert: eines für Zeit- und Schlagwerksanzeigen, das andere für den augenblicklich geschalteten ewigen Kalender.
Die Nummer 15 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, zählte zur aus elf Stück bestehenden Uhrensammlung des US-amerikanischen Schauspielers Sylvester Stallone. Stallones Ref. 6300G-010 Grandmaster Chime konnte bei der Important Watches Auktion des Auktionshauses Sotheby’s im Jahr 2024 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 4.970.362 Euro erzielen.
Als Platz 14 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, gilt die Sky Moon Tourbillon Ref. 6002G-001, die über zwei Zifferblätter verfügt. Diese doppelseitige Grande Complication mit blauem Cloisonné- und Champlevé-Emailzifferblatt wurde 2013 vorgestellt und löste das erste Sky-Moon-Tourbillon-Modell, die Referenz 5002 aus dem Jahr 2001, ab, die zuvor als die komplizierteste Armbanduhr der Welt galt. Die Sky Moon Tourbillon Ref. 6002G-001 ist mit zwölf Komplikationen ausgestattet und in einem vollständig von Hand ziselierten und gravierten 44-mm-Weißgoldgehäuse untergebracht, dessen Rankenornamente alleine über 100 Stunden Handarbeit erfordern. Was das Uhrwerk betrifft, so ist die Ref. 6002G-001 weitestgehend identisch mit ihrer Vorgängerin. Neben einem Tourbillon verfügt sie auch über eine Minutenrepetition mit zwei Kathedraltonfedern. Die Uhr zeigt auf der Vorderseite ein Zifferblatt mit mittlerer Sonnenzeit und beherbergt einen ewigen Kalender mit retrograder Datumsanzeige, Anzeigefenster für den Wochentag bei 9 Uhr, Schaltjahresanzeige bei 12 Uhr und Monat bei 3 Uhr sowie eine Mondphasenanzeige bei 6 Uhr.
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Die Rückseite hingegen ist den astronomischen Funktionen und der Darstellung des nördlichen Sternenhimmels gewidmet, auf dem eine elliptische Kontur den von einem bestimmten Standort aus sichtbaren Himmelsausschnitt markiert. Das patentierte Modul basiert auf einer transparenten Scheibe, die sich einmal pro Sternentag (23 Stunden, 56 Minuten und 4,09 Sekunden) dreht und die Grundlage der Sternzeitanzeige mit zwei Zeigern und 24-Stunden-Skala bildet. Dargestellt sind zudem die scheinbare Bewegung der Sterne und des Mondes, die Meridiandurchgänge von Sirius und Mond sowie die zunehmenden und abnehmenden Mondphasen. Die Scheibe wird über einen am Rand angebrachten Zahnkranz angetrieben, der von der Lünette verdeckt wird – vergleichbar mit dem Prinzip von „Mystery“-Uhren.
Die Uhr erzielte bei der „Watches Online: Top of the Time“-Auktion des Auktionshauses Christie’s im Jahr 2023 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 5.433.504 Euro und belegt damit Platz 14 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Bei der Nr. 13 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion versteigert wurden, handelt es sich um die erste Patek Philippe Nautilus Ref. 5711/1A-018, die mit einem lackierten „Tiffany Blue“-Zifferblatt angeboten wurde. Die charakteristische Farbe des Zifferblatts, bekannt als „Tiffany Blue“, wurde bereits 1845 von Firmengründer Charles Lewis Tiffany für das Cover des jährlich erscheinenden Blue Book ausgewählt und heute ist Tiffany Blue als Farbmarke von Tiffany & Co. geschützt und bei Pantone als firmeneigene Sonderfarbe „1837 Blue“ registriert – benannt nach dem Gründungsjahr des Hauses. Diese auf 170 Exemplare limitierte Nautilus zelebrierte im Jahr 2021 die 170-jährige Partnerschaft zwischen Patek Philippe und Tiffany & Co., die als eine der längsten und beständigsten Kooperationen der Uhrmacherei gilt. Die Verbindung lässt sich bis auf das Jahr 1851 zurückdatieren, als Patek Philippe (gegründet 1839) und Tiffany & Co. (gegründet 1837) eine Vereinbarung trafen, durch die Tiffany & Co. zum ersten offiziellen Partner von Patek Philippe in den USA wurde.
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Die Nautilus Referenz 5711 stellte bei ihrer Lancierung im Jahr 2006 eine moderne Weiterentwicklung der ersten Luxus-Sportarmbanduhr von Patek Philippe dar, die 1976 als Referenz 3700 vorgestellt wurde. Mit der Einführung der Referenz 5711 wurde die Nautilus durch gezielte Anpassungen in die Gegenwart überführt – unter anderem durch einen Saphirglasboden sowie ein hauseigenes Automatikwerk mit Zentralsekunde. Von den insgesamt 170 Exemplaren, die von der Nautilus Ref. 5711/1A-018 gefertigt wurden, wurden alle ausschließlich über Tiffany-Boutiquen in New York, Beverly Hills und San Francisco vertrieben – mit einer einzigen Ausnahme: der hier beschriebenen Uhr. Dieses Exemplar galt zugleich als die erste Uhr der Serie, die verkauft wurde, und stand dem erfolgreichen Bieter der Phillips-Auktion zur sofortigen Auslieferung zur Verfügung. Die Uhr wurde nicht nur deshalb besonders, da es sich um die erste Nautilus handelte, die mit einem Tiffany-Zifferblatt erschien, sie war zudem die letzte Ausführung der mit dem Automatik-Kaliber 26-330 S C ausgestatteten Referenz 5711, deren Produktion im Jahr 2022 endete. Ein Verweis auf die Kollaboration der beiden Marken ist zum einen auf dem Zifferblatt mit einer Doppelsignatur „Tiffany & Co.“ bei 6 Uhr sowie dem Patek-Philippe-Logo bei 12 Uhr – beide in schwarzem Druck zu erkennen – zu finden. Zum anderen lässt sich ein weiterer Verweis bei einem Blick auf den Saphirglasboden erkennen, der die Gravur „170th Anniversary 1851–2021 Tiffany & Co. – Patek Philippe“ trägt.
Die Uhr erzielte bei der „2021 New York Watch Auction“ des Auktionshauses Phillips im Jahr 2021 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 5.746.573 Euro. Der gesamte Erlös der Uhr ging an die Naturschutzorganisation „The Nature Conservancy“, die sich für die Erhaltung von Land und Gewässern auf der ganzen Welt einsetzt und sich auf die Bekämpfung des Klimawandels konzentriert.
Der Platz 12 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, verfügt nicht nur über eine besondere Geschichte, sondern darüber hinaus auch über einen bedeutenden Erstbesitzer. Die hier beschriebene Patek Philippe Referenz 96 Quantième Lune Calatrava mit einem 30-mm-Platingehäuse sowie einem Handaufzugswerk Victorin Piguet 11’’’ war ehemals im Besitz des letzten Kaisers der chinesischen Qing-Dynastie Aisin-Gioro Puyi und ist eines von lediglich acht bekannten Exemplaren dieser speziellen Ausführung: Von der Ref. 96QL Calatrava mit Dreifachkalender, kleiner Sekunde, Mondphase, Roulette-Zifferblatt, emaillierten arabischen Ziffern und Feuille-Zeigern aus Roségold wurden lediglich fünf bekannte Exemplare in Platingehäusen und zwei weitere bekannte in Goldgehäusen gefertigt. Neben der hier beschriebenen Ref. 96QL sind insgesamt wiederum nur zwei weitere Exemplare mit der Konfiguration aus Email-Arabisch-„Roulette“-Zifferblatt und einem Platingehäuse auf dem Markt bekannt, die zudem mit aufeinanderfolgenden Victorin-Piguet-11’’’-Rohwerken ausgestattet sind. Diese Victorin-Piguet-Werke entstanden während des wirtschaftlichen Zusammenbruchs von 1929 zu Beginn der Weltwirtschaftskrise und wurden deshalb zunächst nicht eingeschalt. Mit der Einführung der Referenz 96 im Jahr 1932 wurden sie weiterentwickelt und schließlich in das Platingehäuse der Referenz 96 eingebaut. Die hier beschriebene Uhr beinhaltet das Werk 198’299 und die Gehäusenummer 294’462; ein weiteres Werk mit der Nummer 198’297 und englischem Kalender befindet sich heute in der Kollektion des Patek Philippe Museums, während das dritte Werk 198’298 – diesmal mit französischem Kalender – im Jahr 1996 an einen Privatsammler verkauft wurde.
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Aisin-Gioro Puyi bestieg 1908 im Alter von nur zwei Jahren den Thron und war von 1908 bis 1912 zugleich zwölfter und letzter Kaiser der Qing-Dynastie, der Herrscherdynastie des chinesischen Kaiserreichs. Doch als das jahrhundertealte chinesische Kaisersystem, verstärkt durch die Xinhai-Revolution von 1911, im Inneren politisch und gesellschaftlich zu kollabieren begann, musste Aisin-Gioro Puyi – um einen Bürgerkrieg zu vermeiden – formell abdanken und die Republik China wurde ausgerufen. Im Gegenzug dazu durfte der seinerzeit erst sechsjährige Puyi bis 1924 in der Verbotenen Stadt leben und finanzielle Privilegien genießen. Nachdem mehrere in den folgenden Jahren angesetzte Bestrebungen, Macht und Einfluss zurückzuerlangen, größtenteils erfolglos blieben, versuchte der entthronte Monarch im Jahr 1945 nach Japan zu fliehen und wurde dabei von sowjetischen Truppen aufgegriffen und im Kriegsgefangenenlager von Chabarowsk interniert. Hier genossen neben ihm Offiziere, Minister und hohe Beamte verhältnismäßig milde Bedingungen. Dort war es, dass ihn ein loyaler Dolmetscher namens Georgij Permjakow unterstützte, dem Puyi seine Patek Philippe Uhr im Jahr 1950 als Geschenk überreichte. Puyi blieb schließlich bis zum August 1950 in sowjetischer Haft, ehe man sich nach dem Sieg Mao Zedongs im Chinesischen Bürgerkrieg dazu entschied, den letzten Kaiser an die Volksrepublik China auszuliefern, wo er weitere neun Jahre inhaftiert wurde.
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Aisin-Gioro Puyis Uhr ist trotz ihres erheblichen Alters unangetastet und völlig in ihrem Originalzustand erhalten – einschließlich Armband und Schließe mit stimmiger Patina. Die Authentizität wird zusätzlich durch einen Patek-Philippe-Archivauszug bestätigt, der festhält, dass die Uhr mit einem versilberten Zifferblatt, roségoldenem Ring und emaillierten Stundenmarkierungen ausgeliefert wurde. Doch verfügt die Platin-Referenz 96 QL mit französischem Kalender über eine eigentümliche, halb elfenbeinfarbene, halb messingfarbene Verfärbung, die sich, anders als bei den beiden anderen bekannten Exemplaren mit roségoldenem Roulette-Ring, entlang der oberen Kante der Kalenderfenster in zwei Bereiche aufteilt. Eine Antwort auf die Frage, wie diese ungewöhnliche Patina zustande gekommen ist, fand Phillips in einem Interview von 1982, in dem Li Guoxiong, Puyis langjähriger Diener, von diesem Vorgang berichtete: Während der fünf Jahre in der Sowjetunion bat Puyi Li eines Tages, die Uhr zu öffnen und – in der Annahme, das Zifferblatt sei wie das Gehäuse ebenfalls aus Platin gefertigt – die Oberfläche abzutragen, um die Materialschichten zu prüfen. Nachdem Li die Oberfläche abgetragen und festgestellt hatte, dass das Zifferblatt aus Messing bestand, wies Puyi seinen Diener an, nicht mehr an der Uhr zu arbeiten – dadurch entstand die ungewöhnliche halbkreisförmige Patina des Zifferblatts.
Ein der Uhr beiliegender Archivauszug von Patek Philippe bestätigt das Fertigungsdatum des Zeitmessers auf das Jahr 1929 sowie den Verkauf am 6. Oktober 1937. Den Recherchen von Phillips zufolge lässt sich die Uhr auf einen Verkauf durch Guillermin, ein Pariser Luxusgeschäft an der Place Vendôme, zurückführen. Die Uhr erzielte bei der „The Imperial Patek Philippe Sale“-Auktion des Auktionshauses Phillips im Jahr 2023 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 5.787.129 Euro und belegt damit Platz 12 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Auf Platz 11 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die auf einer Auktion verkauft wurden, befindet sich die Ref. 2523 „Eurasia“, „Silk Road“. Dieses Weltzeitmodell mit zwei Kronen und einem seltenen Cloisonné-Emailzifferblatt erzielte seinerzeit den höchsten Preis, der jemals für eine Gelbgold-Armbanduhr auf einer Auktion erzielt wurde. Die erst kürzlich im Jahr 2021 entdeckte Uhr aus dem Jahr 1953 misst 36 mm und hat ein Zifferblatt mit der Darstellung Eurasiens. Die Weltzeitkomplikation besteht aus zwei Ringen: einem verstellbaren Ring mit den 24 Zeitzonen und einem zweiten 24-Stunden-Ring, der sich gegen den Uhrzeigersinn dreht. So kann die korrekte Zeit für jede Stadt auf dem jeweils benachbarten Segment des 24-Stunden-Rings abgelesen werden.
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Von den heute nachweislich noch existierenden Ref. 2523 Modellen haben nur zwölf Modelle ein Cloisonné-Emailzifferblatt. Darunter sind sechs Modelle mit einer Darstellung Nordamerikas (drei in Gelbgold, zwei in Rotgold und eines in Weißgold), drei mit der Darstellung Südamerikas (zwei in Gelbgold und eines in Rotgold) und drei mit der Darstellung Eurasiens (darunter dieses Modell), alle in Gelbgold. Bei der hier beschriebenen Uhr handelt es sich um die früheste jemals hergestellte Patek-Cloisonné-Ref. 2523. Die Uhr erzielte bei der „Geneva Watch Auction: XIII“ des Auktionshauses Phillips im Jahr 2021 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 6.434.975 Euro und belegt damit Platz 11 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Auf Platz 10 der teuersten Patek-Armbanduhren aller Zeiten steht die Tourbillon Minute Repeater Perpetual Calendar Ref. 5016A-010. Diese 36,8 mm große Armbanduhr mit Minutenrepetition, Tourbillon, ewigem Kalender, retrogradem Datum und Mondphase verfügt über ein Stahlgehäuse im Calatrava-Stil – ein bei Patek seltenes Material. Tatsächlich ist es die einzige Patek-Philippe-Uhr mit dieser Referenz, die aus Stahl gefertigt ist. Interessanterweise verfügt die Uhr auch über einen austauschbaren massiven Gehäuseboden und einen Saphirglasboden. Letzterer ermöglicht den Blick auf alle 506 Komponenten, die in echter Patek-Manier handgefertigt sind. Die Ref. 5016A-010 wurde 2015 bei der Wohltätigkeitsauktion Only Watch in Genf versteigert und konnte einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 6.964.919 Euro erzielen.
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Im Mai 2007 wurde die hier beschriebene Patek Philippe Referenz 2499 der zweiten Serie, der Platz 9 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, erstmals bei einer öffentlichen Auktion beim Auktionshaus Christie’s angeboten und stellte mit einem Zuschlagspreis von 2,7 Millionen Schweizer Franken einen Weltrekord für die Referenz 2499 auf, der über viele Jahre Bestand haben sollte – bis dieser Rekord im Jahr 2022 bei der „The Nevadian Collector“-Auktion des Hauses Sotheby’s übertroffen wurde. Die von 1950 bis 1985 gefertigte Referenz 2499 wird allgemein als eine der wichtigsten Armbanduhren angesehen, die Patek Philippe je hergestellt hat. Als Nachfolgerin der Referenz 1518 – des ersten serienmäßig produzierten ewigen Kalenderchronographen – und Vorgängerin der Referenz 3970, die zu Patek Philippes 150-jährigem Jubiläum vorgestellt wurde, nimmt sie einen besonderen Platz innerhalb der ewigen Kalenderchronographen der Manufaktur ein. Insgesamt entstanden lediglich 349 Exemplare der Referenz 2499, was einem Durchschnitt von rund neun Uhren pro Jahr entspricht.
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Von der zweiten Serie der Referenz 2499 in Roségold, zu der auch der 9. Platz der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, gehört, sind heute neun Exemplare bekannt. Obwohl sämtliche dieser Uhren applizierte Stabindizes besitzen, wird die hier beschriebene Uhr dadurch besonders, dass es sich um das einzige Exemplar handelt, dessen Zifferblatt zusätzlich die Signatur eines Händlers, namentlich des italienischen Händlers Gobbi Milano, trägt, der 1842 von Raimondo Gobbi gegründet wurde und heute mittlerweile in sechster Generation geführt wird. Während ihrer 35-jährigen Produktionszeit konnte die Referenz 2499 in vier wesentliche Entwicklungsstufen eingeteilt werden: Die erste Serie (1950–1960) weist die Charakteristika eckiger Chronographendrücker und einer Tachymeterskala auf. Die zweite Serie (1955–1964) führte runde Chronographendrücker ein. Die dritte Serie (1960–1978) kennzeichnet sich durch eine schlichtere Zifferblattgestaltung, während die vierte Serie (1978–1984), die sogenannte 2499/00, durch ein Saphirglas anstelle des Acrylglases der früheren Serien erkennbar ist.
Die Uhr erzielte bei der „The Nevadian Collector“-Auktion des Auktionshauses Sotheby’s im Jahr 2022 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 7.173.383 Euro und belegt damit Platz 9 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Die Referenz 2523 wurde insgesamt nur in äußerst geringer Stückzahl gefertigt: Lediglich 26 Exemplare entstanden überhaupt – 18 in Gelbgold, 7 in Roségold und ein einziges in Weißgold. Rund 12 Stück dieser Uhren wurden mit Cloisonné-Zifferblättern ausgestattet und davon sind nur drei Exemplare, einschließlich der hier beschriebenen Uhr, mit der Darstellung des europäischen Kontinents bekannt, die unter Sammlern als „Eurasia“ bezeichnet wird. Von den beiden weiteren bekannten Stücken der Ref. 2523 mit „Eurasia“-Zifferblatt befindet sich eines in der Sammlung des Patek Philippe Museums in Genf, das andere in einer Privatsammlung. Historische Cloisonné-Zifferblätter wie jenes des Platz 8 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, zeichnen sich durch eine weichere, nuanciertere Farbpalette aus als moderne Emailarbeiten. Dies hängt damit zusammen, dass in den 1950er-Jahren noch Materialien wie Blei, Quecksilber oder Cyanide in der Emailherstellung verwendet wurden, die heute aufgrund der daraus resultierenden Risiken für Gesundheit und Umwelt nicht mehr zulässig sind.
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• Werk-Nr. 720’301, Gehäuse-Nr. 306’193 – bei Phillips Genf im Mai 2021 verkauft
• Werk-Nr. 720’303, Gehäuse-Nr. 306’197 – Patek Philippe Museum
• Werk-Nr. 720’304, Gehäuse-Nr. 306’201 – die hier beschriebene Uhr
Das handgefertigte Cloisonné-Emailzifferblatt der hier beschriebenen Uhr wird der Emailkünstlerin Marguerite Koch zugeschrieben, die nahezu ausschließlich für die Zifferblattmanufaktur Stern Frères tätig war. Für das 35,5-mm-Gehäuse mit der Nummer 306’201, das 1954 und 1955 gefertigt wurde, griff Patek Philippe auf den Gehäusemacher Antoine Gerlach zurück, dessen Punze – eine „4“ in einem Schlüssel – sich im Inneren des Bodens befindet. In dieses Gehäuse verbaute Patek Philippe das im Jahr 1953 gefertigte Kaliber 12-400 HU (Heures Universelles), das über die Werknummer 720’304 verfügte und mit der von Louis Cottier entwickelten Modifikation für das Weltzeitsystem ausgestattet ist.
Die Uhr erzielte bei der „Important Watches Featuring The Generations & Timeless Opulence Collections“-Auktion des Auktionshauses Christie’s im Jahr 2024 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 7.726.510 Euro und belegt damit Platz 8 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Die Nummer 7 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die je auf einer Auktion verkauft wurden, wird vor allem durch ihr ästhetisches Email-Zifferblatt besonders: Die hier beschriebene Weltzeituhr mit zwei Kronen gehört zu den lediglich vier bekannten Exemplaren dieser Referenz 2523 HU DE in Gelbgold, die mit einem Cloisonné-Emailzifferblatt gefertigt wurden, das die Weltkarte Nordamerikas aufweist – und zugleich zu den lediglich drei Exemplaren, die heute nachweislich noch existieren. Mit ihrem durch einen Archivauszug bestätigten Cloisonné-Emailzifferblatt ist sie zudem das früheste bekannte erhaltene Exemplar dieser Ausführung. Die zweikronige Referenz 2523 in Cloisonné-Zifferblatt-Ausführung zählt zu den besonderen Raritäten Patek Philippes und ist auf eine Stufe mit der Edelstahl-Referenz 1518 oder der frühen Serie der Referenz 2499 zu stellen. Dies wird durch die Tatsache verstärkt, dass die zweikronige Referenz 2523 nur in äußerst kleinen Stückzahlen gefertigt wurde: Lediglich 26 Exemplare entstanden überhaupt – davon 18 in Gelbgold, 7 in Roségold und ein einziges in Weißgold.
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• Werk-Nr. 722’706, Gehäuse-Nr. 306’205 – das hier beschriebene Exemplar
• Werk-Nr. 722’708, Gehäuse-Nr. 306’210 – Privatsammlung
• Werk-Nr. 722’709, Gehäuse-Nr. 306’211 – Privatsammlung
Das Weltzeitzifferblatt im Allgemeinen wurde laut dem Auktionshaus Christie’s um das Jahr 1952 von der Zifferblattfabrik Stern Frères gefertigt und trägt die Namen von 42 Städten in französischer Sprache. Die Emailkarte, die sich im Inneren des Zifferblatts befindet und mit der Cloisonné-Technik gefertigt wurde, wird im Besonderen der Emailkünstlerin Marguerite Koch zugeschrieben. Bei der Cloisonné- oder Zellenschmelztechnik klebt die Künstlerin einen Metalldraht von rechteckigem Querschnitt – die sogenannten Cloisons – auf eine Unterlage und passt ihn den Formen des gewünschten Motivs an. Die so errichteten Wände lassen Zellen entstehen, die das Email im nächsten Schritt aufnehmen und wodurch das finale Motiv geschaffen werden kann. Die finalen Zellen kennzeichnen sich oftmals durch kräftige Farben, die eine visuelle Unterscheidung ermöglichen. Demnach ist auch die Darstellung Nordamerikas klar strukturiert: Der Atlantik und Pazifik rahmen den Kontinent ein, Kanada erscheint in einem kräftigen Rot, die Bahamas, Puerto Rico, Mexiko und weitere Staaten Mittelamerikas sind in Gold ausgeführt, während die USA in Türkis gehalten sind. Die umliegenden Ozeane sind am Zifferblattrand mit einem Farbverlauf aus Blau- und Grüntönen stilisiert und rechts ergänzt schlussendlich eine achtzackige Windrose das Bild.
Die Uhr erzielte bei der „The Masterpiece Auction II From The Triazza Collection“-Auktion des Auktionshauses Christie’s im Jahr 2023 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 7.926.770 Euro und belegt damit Platz 7 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Die besondere Bedeutung der Referenz 2523 HU (Heures Universelles), die im Jahr 1953 eingeführt wurde und die frühere Referenz 1415 HU (1939–1954) ersetzte, liegt insbesondere in ihrem Weltzeitsystem – den sogenannten Heures Universelles –, das Anfang der 1930er-Jahre vom Uhrmacher Louis Cottier (1884–1966) entworfen und patentiert wurde. Patek Philippe, die das Potenzial dieses Konzepts erkannten, beauftragten Cottier mit der Entwicklung und Fertigung einer Serie von Weltzeituhren. So kam es, dass Cottier Patek Philippe laut dem Auktionshaus Christie’s zwischen 1953 und 1965 schrittweise rund 45 modifizierte Kaliber 12-400 lieferte, die durch seine Konstruktion zur Version 12-400 HU wurden. Allgemein wird angenommen, dass lediglich 26 Uhren in Gehäusen der Referenz 2523 entstanden: 18 in Gelbgold, 7 in Roségold und ein einziges Exemplar in Weißgold. Obwohl die Referenz 2523 bis Mitte der 1960er-Jahre gelistet blieb, wurden die 25 Gelb- und Roségoldgehäuse bereits zwischen 1953 und 1954 bestellt, das einzige bekannte Weißgoldgehäuse 1955. Die Auslieferung erfolgte gestaffelt bis 1957.
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Beim Platz 6 der Liste der teuersten Patek Philippe Uhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, handelt es sich um eines der lediglich sieben Exemplare der Referenz 2523, die in Roségold gefertigt wurden und die gleich aus mehreren Gesichtspunkten eine besondere Stellung innerhalb dieser Gruppe einnimmt: Als erst das fünfte Exemplar der Referenz 2523 in Roségold, das jemals bei einer Auktion angeboten wurde, entstand diese Uhr 1953 und wurde im April 1957 an den angesehenen Patek-Philippe-Händler Gobbi in Mailand verkauft. Dadurch handelt es sich um die einzige bekannte Referenz 2523, die sowohl die Signatur von Patek Philippe als auch jene des Mailänder Händlers Gobbi trägt. Die Funktionsweise der Uhr erfolgt folgendermaßen: Zunächst wird über die Krone bei 3 Uhr die lokale Zeit eingestellt, wobei sich der 24-Stunden-Ring entgegen den Zeigern dreht. Anschließend wird über die Krone bei 9 Uhr der äußere Städtering so justiert, dass der aktuelle Standort auf 12 Uhr steht. Nach dieser Kalibrierung lässt sich die jeweilige Zeit aller Weltstädte unmittelbar ablesen. Der zweifarbige 24-Stunden-Ring unterscheidet Tag- und Nachtzeiten durch einen silbernen Bereich für den Tag und einen grauen für die Nacht.
Die Uhr erzielte bei der „The Masterpiece Auction (23 Nov) / Important Watches including an Important Private Asian Collection Part One (27 Nov)“-Auktion des Auktionshauses Christie’s im Jahr 2019 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 8.320.632 Euro und belegt damit Platz 6 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Diese 35-mm-Uhr aus 18 Karat Roségold ist mit einem französischen ewigen Kalender und einem Chronographen ausgestattet und birgt zudem eine unglaubliche Geschichte. Wie Patek-Kenner wissen, startete das Uhrenhaus mit der Produktion seiner Chronographen mit ewigem Kalender im Jahr 1941 mit der Ref. 1518. Sie war nicht nur die erste in Serie gefertigte Uhr ihrer Art, auch die Kombination der Komplikationen war bei keiner anderen Marke je zuvor zu finden. Die meisten der 281 produzierten Modelle hatten ein Gehäuse aus Gelbgold, sodass diese roségoldene Version – eine von nur 58 Stück – eine echte Rarität ist. Außerdem hatten die meisten von ihnen ein versilbertes Zifferblatt, während nur 14 Modelle mit einem kupferfarbenen, rosafarbenen Zifferblatt wie dieses hier auf den Markt kamen.
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Diese Uhr wurde direkt von der Familie des ursprünglichen Besitzers weitergegeben und 1951 vom ägyptischen Prinzen Tewfik erworben. Die 1518 befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand und weist noch immer die ursprünglichen Bürstenspuren auf dem Gehäuse auf, die Proportionen des Gehäuses und der Anstöße sind nahezu unverändert geblieben. Auch die Skalen des Zifferblatts sind noch perfekt in der ursprünglichen, erhabenen schwarzen Emaille erhalten, und die Krone ist noch original. Und nicht zuletzt ist dies vermutlich die einzige doppelt in Rosa gehaltene 1518, die noch ihr Originalzertifikat besitzt.
Die Uhr konnte bei der „Important Watches“-Auktion des Auktionshauses Sotheby’s im Jahr 2021 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 8.480.379 Euro erzielen und belegt damit Platz 5 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
Auf Platz 3 und 4 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die jemals auf einer Auktion verkauft wurden, ist die Ref. 1518 mit einem 35-mm-Edelstahlgehäuse aus dem Jahr 1944 vertreten, die über die Uhrwerksnummer 863’193 verfügt – die gesamten Details über die Uhr folgen im nächsten Abschnitt des Platzes 3. Die Referenz schrieb 1941 Geschichte als erster serienmäßig hergestellter Chronograph mit ewigem Kalender. Die Seltenheit dieses Modells ergibt sich natürlich aus der Verwendung von Stahl. Von den rund 281 Exemplaren, die hergestellt wurden, waren die meisten in einem Gehäuse aus Gelbgold untergebracht. Etwa 20 % der Ref. 1518 wurden in einem Roségoldgehäuse und nur vier Uhren in Edelstahl gefertigt.
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Ihren ersten enormen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 10.249.603 Euro erzielte die Uhr bei der „Geneva Watch Auction: FOUR“ des Auktionshauses Phillips im Jahr 2016.
Der erstaunlich hohe Verkaufspreis der Referenz 1518 in Edelstahl, die gleich den 4. und 3. Platz der Liste der teuersten Patek Philippe Armbanduhren belegt, die je auf einer Auktion verkauft wurden, lässt sich durch ihre historische Bedeutung erklären: Bei ihrer Einführung im Jahr 1941 galt die Referenz 1518 als der erste serienmäßig produzierte ewige Kalenderchronograph und blieb – gemeinsam mit ihrer Schwesterreferenz 2499 – über weite Teile des 20. Jahrhunderts eine der einzigen Armbanduhren, die diese beiden Komplikationen vereinte. Darüber hinaus wird die hier beschriebene Referenz 1518 in Edelstahl durch ihre limitierte Stückzahl besonders. Zwar entstanden laut dem Auktionshaus Phillips rund 281 Exemplare der Referenz 1518, von denen der überwiegende Teil in Gelbgold und etwa 20 Prozent in Roségold gefertigt wurden – es entstanden während der 14-jährigen Produktionszeit des Modells jedoch lediglich vier Exemplare in Edelstahl, die heute öffentlich bekannt sind. Unter diesen vier bekannten Stücken handelt es sich bei der hier beschriebenen Uhr zusätzlich um die erste jemals hergestellte Referenz 1518 in Edelstahl.
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• 508473 (1), gefertigt 1943 – das hier beschriebene Exemplar
• 508474 (2), gefertigt 1943
• 508475 (3), gefertigt 1943
• 633556, gefertigt 1947
Dies wird belegt durch den inneren Gehäuseboden, der die Seriennummer 508’473 trägt, sowie die Ziffer „1“, die kennzeichnet, dass es sich um das erste jemals gefertigte Edelstahl-Exemplar handelt. Die Bedeutung der Uhr wird zusätzlich durch die Tatsache gesteigert, dass Patek Philippe nach den vier bekannten Edelstahl-1518-Modellen nie wieder einen Kalenderchronographen in Edelstahl anfertigte. Die hier beschriebene Uhr wurde 1943 hergestellt, zwei Jahre nach Einführung der Referenz 1518, und wurde am 22. Februar 1944 an Joseph Lang in Budapest verkauft. Der Verkaufspreis betrug seinerzeit 2.265 Schweizer Franken – lediglich 500 Franken weniger als die Goldversion des Modells 1518. Bemerkenswerterweise wurde am selben Tag auch das zweite Edelstahl-Exemplar der Referenz 1518 an Lang ausgeliefert. Für wen diese beiden Uhren bestimmt waren, bleibt jedoch bis heute ungeklärt. Beide tauchten zwischen Mitte der 1990er- und frühen 2000er-Jahre wieder in Ungarn auf.
Die Ref. 1518 mit der Uhrwerksnummer 863’193 kam bei der „Decade One (2015–2025)“-Auktion des Auktionshauses Phillips erneut unter den Hammer und erzielte diesmal einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 15.231.004 Euro, wodurch sie den Wert des Jahres 2016 um mehr als 5 Millionen Euro überbot.
Den zweiten Platz der teuersten Patek Philippe Armbanduhren, die je auf einer Auktion verkauft wurden, belegt die Referenz 6301A-010. Hierbei handelt es sich um ein Unikat, das von Patek Philippe speziell für die Wohltätigkeitsauktion Only Watch 2024 gestiftet wurde, deren Erlöse der Forschung zu Muskeldystrophien und genetischen Erkrankungen zugutekommen. Im Inneren der Uhr arbeitet das Handaufzugskaliber GS 36-750 PS IRM, das eine Grande Sonnerie, Petite Sonnerie, Minutenrepetition, die über drei Tonfedern schlägt, eine springende kleine Sekunde bei 6 Uhr sowie Gangreserveanzeigen für das Uhrwerk (72 Stunden) und das Schlagwerk (24 Stunden) miteinander kombiniert. Zudem präsentierte die Uhr zwei patentierte Innovationen, die den Schlagwerksmechanismus betrafen, sowie eine weitere, die das System der springenden kleinen Sekunde betraf.
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Zu der wesentlichen Besonderheit der Uhr gehört das Grand-Feu-Emailzifferblatt in Blaugrün mit einem handguillochierten Wirbelmuster, dessen Zifferblattgrund aus 18-karätigem Gold besteht. Das Zifferblatt ist in der sogenannten Flinqué-Emailtechnik ausgeführt, bei der die Grand-Feu-Emaille das darunterliegende, handguillochierte Muster freigibt. Ergänzt wird es durch zwölf baguettegeschliffene Diamantindizes mit einem Gesamtgewicht von 0,45 Karat, facettierte Dauphine-Zeiger aus Weißgold sowie eine transfergedruckte „only / one“-Signatur auf den Gangreservenanzeigen. Umgeben wird dieses von einem 44,8 mm im Durchmesser und 12,03 mm in der Höhe messenden Stahlgehäuse mit konkaver Lünette und satinierten Flanken. Komplettiert wird das Einzelstück durch die metallisierte Inschrift „Only Watch 2024“ auf dem Saphirglasboden.
Die Uhr erzielte bei der Wohltätigkeitsauktion Only Watch im Jahr 2024 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 16.078.630 Euro und belegt damit Platz 2 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
An erster Stelle der teuersten Patek Philippe-Armbanduhren aller Zeiten steht die Grandmaster Chime Ref. 6300A-010. Was macht sie also so besonders? Zum einen ist sie die einzige Grandmaster Chime von Patek Philippe, die in Stahl erscheint. Zum anderen ist eine Grandmaster Chime ein wahres Wunderwerk der Uhrmacherkunst, das 20 Komplikationen in sich vereint. Dazu gehören fünf akustische Funktionen – zwei davon sind patentierte Weltpremieren – sowie ein Wecker, der die vorprogrammierte Weckzeit anschlägt, und eine Datumsrepetition, die auf Wunsch das Datum angibt.
Zu den weiteren Merkmalen gehören eine Schlagwerk-Isolatoranzeige, eine zweite Zeitzone mit Tag-/Nachtanzeige, Tag, Datum (auf beiden Zifferblättern), Monat, Schaltjahrzyklus durch Zeiger, eine vierstellige Jahresanzeige, ein 24-Stunden- und ein Minuten-Unterzifferblatt sowie eine Kronenpositionsanzeige. Darüber hinaus schaltet die Uhr mit Hilfe eines patentierten Umkehrmechanismus zwischen den beiden Zifferblättern um.
Die Uhr erzielte bei der Only-Watch-Auktion des Jahres 2019 einen Gesamtpreis inklusive Aufgeld von 28.200.943 Euro und belegt damit Platz 1 der teuersten Patek Philippe Armbanduhren.
In diesem Artikel werden die teuersten Armbanduhren von Patek Philippe vorgestellt.
Stand: Februar 2026
| Modell | Erzielter Preis |
|---|---|
| 15. Grandmaster Chime Ref. 6300G-010, ehemals im Besitz von Sylvester Stallone | EUR 4.970.362 |
| 14. Grand Complications Sky Moon Tourbillon Ref. 6002G-001 | EUR 5.433.504 |
| 13. Nautilus Ref. 5711/1A-018, „Tiffany Blue“-Zifferblatt | EUR 5.746.573 |
| 12. Calatrava Ref. 96 Quantième Lune, ehemals im Besitz des letzten Kaisers der chinesischen Qing-Dynastie Aisin-Gioro Puyi | EUR 5.787.129 |
| 11. „Heures Universelles“ Ref. 2523 „Eurasia“, „Silk Road“ | EUR 6.434.975 |
| 10. Grand Complications Tourbillon Minutenrepetition Ewiger Kalender Ref. 5016A-010 | EUR 6.964.919 |
| 09. Ewiger Kalender Chronograph Ref. 2499 der zweiten Serie, durch Gobbi Milano vertrieben | EUR 7.173.383 |
| 08. „Heures Universelles“ Ref. 2523J HU DE, Cloisonné-Zifferblatt „Eurasia“ | EUR 7.726.510 |
| 07. „Heures Universelles“ Ref. 2523J HU DE, Cloisonné-Zifferblatt „North America“ | EUR 7.926.770 |
| 06. „Heures Universelles“ Ref. 2523 HU, durch Gobbi Milano vertrieben | EUR 8.320.632 |
| 05. Ewiger Kalender Chronograph Ref. 1518 Uhrwerksnummer 867’541 | EUR 8.480.379 |
| 04. Ewiger Kalender Chronograph Ref. 1518 Uhrwerksnummer 863’193 (2016) | EUR 10.249.603 |
| 03. Ewiger Kalender Chronograph Ref. 1518 Uhrwerksnummer 863’193 (2025) | EUR 15.231.004 |
| 02. Rare Handcrafts Grande und Petite Sonnerie, Minutenrepetition, Ref. 6301A-010 „Only Watch 2024“ | EUR 16.078.630 |
| 01. Grandmaster Chime Ref. 6300A-010 „Only Watch 2019“ | EUR 28.200.943 |
Die in diesem Artikel verwendeten Auktionsdaten stammen von everywatch.com.