Patek Philippe Nautilus Neuheiten 2026: Drei limitierte Jubiläumsmodelle und eine Nautilus Tischuhr zum 50. Jubiläum im Überblick.

Anlässlich der Watches & Wonders 2026 präsentiert Patek Philippe eines der ambitioniertesten Neuheiten-Portfolios der vergangenen Jahre: Neben vier limitierten Nautilus-Jubiläumsmodellen (den Artikel dazu finden Sie hier) stellt die Manufaktur unter anderem eine Automatenuhr vor, die in der jüngeren Geschichte von Patek Philippe eine Premiere markiert – als erste Armbanduhr der Marke mit Anzeige von Sonnenauf- und -untergang. Darüber hinaus wird die noch junge Cubitus-Kollektion erweitert, erstmals um ein Modell mit Grande Complication. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf unsere Highlights der diesjährigen Patek-Philippe-Neuheitenpräsentation.
Die Patek Philippe Cubitus bedeutete bei ihrer Lancierung im Jahr 2024 für Patek Philippe nicht einfach eine weitere Produktvorstellung: Sie war nicht weniger als die erste komplett neue Uhrenkollektion seit einem Vierteljahrhundert – nämlich seit der Lancierung der Twenty-4 im Jahr 1999 – und zugleich die erste Herren-Kollektion seit Einführung der Aquanaut im Jahr 1997. Zudem war die Cubitus mit ihrer Quadratischen Form als Ausdruck der sich stets weiterentwickelnden Designsprache der Manufaktur anzusehen, die von Thierry Stern vorangetrieben wird, der die Manufaktur bereits in vierter Generation seit dem Jahr 2009 führt. Der nächste Entwicklungsschritt innerhalb der jungen, quadratischen Kollektion kann nun mit der zur Watches & Wonders vorgestellten Neuheit der Cubitus Kollektion betrachtet werden: Die Cubitus Ref. 5840P, ein skelletierter Ewiger Kalender und die erste Grande-Complication der Cubitus-Kollektion.
Auf den ersten Blick erscheint vieles an dem neuen Modell vertraut: Das blaue Zifferblatt mit seiner horizontalen Reliefprägung, die Stabförmigen Zeiger sowie die Indizes sind uns bereits aus der Nautilus Kollektion bekannt – und auch die Anordnung des Ewigen Kalenders mit Monat und Schaltjahresanzeige bei 3 Uhr, Datums inklusive Mondphase bei 6 Uhr sowie Wochentags und 24-Stundenanzeige bei 9-Uhr erinnert stark an die Nautilus 5740/1G-001.
Doch interpretiert Patek Philippe das horizontale Linienmotiv des Zifferblatts in der sportlich-eleganten Cubitus neu – und setzt es in einer Form um, die bei der Nautilus höchst ungewöhnlich gewesen wäre: Zifferblatt und Uhrwerk sind in horizontalen Linien skelettiert. Hinter dieser Konstruktion offenbart sich das mit einer Frequenz von 21 600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz) arbeitende, extraflache Kaliber 28-28 Q SQU, dass in einer quadratischen Form konstruiert wurde und über eine Höhe von 5,04 mm bei einem Durchmesser von 28,5 mm verfügt. Betrachtet man die Rückseite Uhrwerks, auf der sich das skelettierte Linienmotiv fortsetzt, erkennt man zudem den Mikroroter, der für einen automatischen Aufzug sorgt und eine Gangreserve von mindestens 38 Stunden, maximal jedoch 48 Stunden gewährleistet.
Mit einem Platingehäuse, das über einen Durchmesser von 45 mm sowie eine Höhe von 10 mm verfügt, bietet die Cubitus am Handgelenk allemal eine eigenstände Präsenz, die von jener Gehäuseform verstärkt wird, die auf den ersten Blick quadratisch und auf den zweiten achtkantig wirkt. Doch obwohl die Cubitus zu den größeren Modellen des Hauses zählt, trägt sie sich auch an schmaleren Handgelenken überraschend angenehm – nicht zuletzt dank ihrer vergleichsweise geringen Bauhöhe. Der Preis der Neuheit liegt bei 173.816 Euro.
Mit der Celestial 6105G präsentiert Patek Philippe eine Uhr, die vollgepackt mit Innovationen ist: Die Uhr hatte nicht weniger als sechs Patentanmeldungen zufolge, die sich in den 10 Anzeigen der Uhr widerspiegeln. Abgeleitet von der Celestial, präsentiert die 6105G ein mehrschichtiges Zifferblatt aus Saphirglas, dass die Konfiguration des Himmels auf der Nordhalbkugel darstellt: Mehrere unabhängig rotierende Scheiben stellen den Nachthimmel mit der scheinbaren Bewegung der Sterne dar, wie sie von Genf aus zu beobachten sind, sowie die Phasen und Winkelbewegungen des Mondes.
Erstmals in einer Patek Philippe Armbanduhr präsentiert die Celestial 6105G zudem eine Sonnenaufgangsanzeige, die zwischen 2 und 5 Uhr verläuft, sowie eine Sonnenuntergangsanzeige, die sich zwischen 7 und 10 Uhr erstreckt und beide mittels eines eigenen Zeigers visualisiert werden. Umgeben wird das Zifferblatt von der Datumsanzeige, die sich auf einer Scheibe am Rand des Zifferblatts befindet und mittels eines rot lackierten Zeigers angezeigt wird. Angetrieben wird die Uhr von dem automatischen Kaliber 240 C LU CL LCSO mit einer Gangreserve von mindestens 38, maximal jedoch 48 Stunden und einer Frequenz von 21 600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz).
Diese Zehn Anzeigen werden in einem überraschend modernen Gesamtbild zusammengefasst, das zu einem großen Teil von einem 47 mm im Durchmesser und 12,39 mm in der Höhe messenden Weißgoldgehäuse ohne Bandanstöße ausgemacht wird, das auf der Rückseite und den Gehäuseflanken über ein von Raumfahrtmodulen inspiriertes Design verfügt. Getragen wird die Uhr an einem integrierten Armband aus schwarzem Verbundmaterial mit einem modern anmutenden X-Motiv als Dekor. Der Preis der Uhr beträgt stolze 405.570 Euro.
Kaum eine andere Komplikation ist mit Patek Philippe so eng verbunden wie die des Ewigen Kalenders: Nicht nur fertigte die Manufaktur die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender (Nr. 97‘975), zudem stammte auch der erste retrograde ewige Kalender (Referenz 96 Nr. 860‘182) aus dem Jahr 1937 aus demselben Hause. Auch der erste in – zugegebenermaßen kleiner – Serie produzierte Ewige Kalender war einer aus dem Hause Patek Philippe, die Referenz 1526. Bei der Referenz 5236P, die im Jahr 2021 erstmals vorgestellt wurde, handelt es sich um eines dieser Traditionsobjekte mit Ewigem Kalender: Auf zwölf Uhr findet sich eine von dieser Uhr erstmals etablierte Anzeige, die den Wochentag, das Datum und den Monat in einem Fenster anzeigt – deshalb die Bezeichnung „In-Line“ – und die von einer Anzeige für die Schaltjahrzyklen bei der 4-Uhr-Position und einer Tag-/Nacht-Anzeige bei 8 Uhr begleitet wird. Abgerundet wird der Ewige Kalender von einer Mondphasenanzeige auf sechs Uhr, die die Bewegung des Mondes um die Erde versinnbildlicht und von einer kleinen Sekunde umrandet wird.
Die Uhr wird deshalb von Sammlern geschätzt, da sie den Ewigen Kalender in einem minimalistischen Designansatz präsentiert und deshalb zunächst keine große Aufmerksamkeit auf sich zieht – doch lohnt sich bei der Neuheit ein Blick auf das Zifferblatt allemal. Nach der im Jahr 2021 vorgestellten Ref. 5236P-001 mit blauen Zifferblatt und der im Jahr 2024 vorgestellten 5236P-010 mit lachsfarbenen Zifferblatt, die beide mittlerweile nicht mehr Produziert werden, folgt mit der 5236P-011 nun die nächste Variante des In-Line Ewigen Kalenders, der diesmal über ein Silbergraues Zifferblatt mit vertikalem Satinschliff und schwarzem Farbverlauf am Rand verfügt. Auf dieser neuen Zifferblattvariante sorgen anthrazitgraue Stabindexe und Stabzeiger aus Weißgold für ein visuell Stimmiges Bild.
Die Neuheit erscheint weiterhin in einem 41,3 mm großen Platingehäuse mit einer Höhe von 11,07 mm. Angetrieben wird die Uhr vom automatisch aufziehenden Kaliber Kaliber 31-260 PS QL dass über 503 Komponenten verfügt, mit einer Frequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) arbeitet und eine Gangreserve von mindestens 38 Stunden, maximal jedoch 48 Stunden bietet. Preislich liegt die Uhr bei 144.615 Euro.
Patek Philippe interpretiert seinen Ewigen Kalender mit Chronographen in der Referenz 5270 erneut und kombiniert ihn mit einem Platingehäuse, das durch eine konkave Lünette sowie zweistufig ausgeführte Bandanstöße akzentuiert wird. Angetrieben wird die Uhr vom Handaufzugskaliber CH 29-535 PS Q, das erstmals im Jahr 2011 eingeführt wurde und eine Gangreserve bei deaktiviertem Chronographen von mindestens 55 Stunden, maximal jedoch 65 Stunden bei einer Frequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde Stunde (4 Hz) bietet.
Das Uhrwerk kombiniert einen Chronographen mit einem Ewigen Kalender: Unterhalb der 12 Uhr position sind innerhalb des Fensters die Anzeigen für Wochentag und Monat zufinden, während sich bei 3 Uhr der 30-Minutenzähler des Chronographen einfindet. Geht man im Uhrzeigersinn weiter, erkennt man zwischen 4-Uhr und 5-Uhr die Anzeige für den Schaltjahreszyklus und auf der 6-Uhr-Position die Datumsanzeige, in dessen Inneren sich die Mondphase einfindet. Zuletzt befindet sich zwischen 7- und 8-Uhr die Tag-/Nachtanzeige und bei 9-Uhr die kleine Sekundenanzeige.
Den sportlicheren Charakter der Uhr unterstreicht ein anthrazitgraues Zifferblatt mit Sonnenschliff und schwarzem Farbverlauf am Rand (5270P-015). Alternativ ist das Modell auch mit blau lackiertem Zifferblatt mit schwarzem Verlauf (5270P-016) oder in einer Variante mit rot lackiertem Zifferblatt und schwarzem Verlauf (5270P-017) erhältlich. Preislich liegen alle drei Modelle bei 230.596 Euro.