Hublot neigt bekanntlich nicht dazu, Jubiläen mit einem höflichen Schulterzucken zu begehen. Wenn die Marke ein Modell überarbeitet, dann meist so, dass man es auch sehen soll. Genau das passiert nun mit der neuen Hublot Big Bang Reloaded, die die openworked Unico-Version sichtbar nachschärft. Das Resultat ist eine technisch und gestalterisch überarbeitete Weiterentwicklung eines der wichtigsten Hublot-Modelle aus den letzten Jahren. Während Hublot die Big Bang Reloaded Plattform in den parallel vorgestellten Limited Editions mit Usain Bolt und Kylian Mbappé stark über persönliche Codes, Biografie und Symbolik auflädt, geht es bei den regulären Big Bang Reloaded-Modellen vielmehr um das, was die Big Bang als Produktfamilie ausmacht: Material, Konstruktion und sichtbare Präsenz des Unico-Kalibers. Es erscheinen fünf Ausführungen in folgenden Farben: Titanium Ceramic, All Black, Blue Ceramic, Dark Green Ceramic und Magic Gold. Alle fünf Modelle messen 44 Millimeter und werden vom HUB1280 Unico angetrieben, also Hublots integriertem Flyback-Chronographen mit Schaltrad auf der Zifferblattseite und 72 Stunden Gangreserve.

Mehr Werk, mehr Wirkung

Der Schlüssel der Werksüberarbeitung liegt nicht in einer komplett neuen Form, sondern in der Art und Weise, wie Hublot das Unico jetzt inszeniert. Die Big Bang Reloaded soll das Werk nicht nur zeigen, sondern den Eindruck vermitteln, als wäre Sie rundum das Unico konstruiert worden. Entsprechend rücken konstruktive Elemente stärker ins Blickfeld: Das farblich hervorgehobene Schaltrad bei 6 Uhr, die Doppelkupplung bei 8 Uhr, der neu gezeichnete Minutenzähler bei 3 Uhr und das zwischen 4 und 5 Uhr platzierte Datum strukturieren das Zifferblatt deutlich klarer als bisher. Auch die Flyback-Funktion des Chronographen wird über kleine farbliche Akzente stärker betont. Auf der Rückseite sitzt ein neu gestalteter, skelettierter Rotor mit ausgeschnittenem H und der Gravur „Hublot. Design. Manufacture. Nyon“. Die Uhr wirkt dadurch offener, technischer und insgesamt entschlossener in ihrem optischen Erscheinungsbild.

Interessant ist dabei vor allem, dass Hublot die Mechanik nicht bloß freilegt, sondern priorisiert in Szene setzt. Der openworked gestaltete Gehäuseaufbau rückt die Architektur des Chronographen gezielt ins Blickfeld. Farbe, Kontrast und Ebenen sorgen dafür, dass die Konstruktion des Unico sofort lesbar wird. Gerade das macht die Big Bang Reloaded stärker als viele andere skelettierte Sportchronographen: Sie will nicht nur komplex aussehen, sondern kann ihre Komplexität auch klar organisieren. 

Fünf Materialien, Fünf Ausrufezeichen

Mindestens ebenso wichtig wie das Werk ist bei dieser Neuheit allerdings das Materialkonzept. Die fünf Referenzen unterscheiden sich nicht nur farblich, sondern jeweils auch in ihrer Wirkung. Die Titanium-Ceramic-Version kombiniert satiniertes und poliertes Titan mit schwarzer Keramik und knüpft damit an frühe Big-Bang-Unico-Ausführungen an. Sie dürfte innerhalb der Reihe die nüchternste und technischste Variante von allen sein. Die All Black wiederum steht ganz in der Tradition jenes Konzepts, mit dem Hublot vor zwanzig Jahren die Idee von „Visibility through Invisibility“ ins Spiel brachte: Maximale Präsenz über maximale Verdunkelung. 

Mit Blue Ceramic und Dark Green Ceramic wird die Reihe deutlich lauter. Hier zeigt Hublot, wie sicher Sie mittlerweile mit farbiger Hightech-Keramik umgeht. Laut Informationen des Herstellers liegt deren Härte rund 300 Vickers über konventioneller Keramik, was die Materialwahl nicht nur optisch, sondern auch technisch überzeugen lässt. Die grüne Version wirkt etwas erdiger, die Blaue wiederum kühler und sportlicher. Die Magic-Gold-Ausführung nimmt innerhalb der Kollektion allerdings eine Sonderstellung ein. Das Material wurde gemeinsam mit dem Metallurgielabor der EPFL entwickelt, welches als weltweit erstes kratzresistentes 18-Karat-Gold gilt und von Hublot selbst in Nyon gefertigt wird. Dass diese Ausführung der Big Bang Reloaded  zugleich das 15-jährige Jubiläum von Hublots eigener Magic Gold Legierung markiert, macht sie innerhalb der Reihe zur historisch aufgeladensten Uhr. 

Auch das Drumherum wurde nachgeschärft

Dass Hublot die Big Bang Reloaded nicht als bloße Farbauffrischung versteht, zeigt sich auch an Gehäuse und Tragekonzept. Das 44 mm Gehäuse wurde mit einer zweiteiligen Lünette geschärft, wodurch die jeweils verwendeten Materialien und Oberflächen, optisch stärker miteinander arbeiten. Insgesamt wirkt das Gehäuse kantiger und der Aufbau schärfer ausgearbeitet. Dazu kommen bei allen fünf Modellen zwei austauschbare Armbänder: Eines in stoffartig strukturierter Kautschukoptik mit H-Muster, das andere als klassisches schwarzes Kautschukband. Über Hublot´s  One-Click-System lässt sich der Charakter der Uhr damit ziemlich schnell verändern – von sportlich bis etwas ruhiger, wobei „ruhig“ bei Hublot natürlich immer relativ ist. 

Die Konstante bleibt das Unico

Technisch bleibt die Linie klar auf einer gemeinsamen Basis. Das HUB1280 Unico besteht aus 354 Komponenten, arbeitet mit 43 Steinen, läuft mit 4 Hertz und bringt es auf rund 72 Stunden Gangreserve. Hublot verweist zudem auf fünf patentierte Innovationen innerhalb der Konstruktion, darunter das System mit Doppelkupplung, einen „Zero Friction“-Sperrmechanismus sowie Feinregulierungen an der Unruh. Die verbaute Doppelkupplung sorgt einfach erklärt dafür, das der Chronograph sauber ein-und ausgekuppelt wird, sprich das die Stoppfunktion gestartet, gestoppt und zurückgesetzt werden kann, ohne unnötige Reibung, Vibrationen oder Ganggenauigkeitsverlust.


hublot.com


0 Comments
Meist bewertet
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
0
Teilen Sie gerne Ihre Meinung mit uns.x