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Die Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) prüft seit 1973 Swiss-Made-Uhrwerke und hat in dieser Zeit fast 55 Millionen Mal das begehrte „Certified-Chronometer“-Siegel vergeben. Nun hat die als gemeinnützig anerkannte Organisation einen erweiterten Standard vorgestellt: „COSC Excellence Chronometer Certified“.
Im Juli vergangenen Jahres hatte COSC-CEO Andreas Wyss im Gespräch mit Swisswatches Magazin bereits angedeutet, dass das bisherige Zertifizierungsangebot ausgeweitet werden soll. Von „Super-COSC“ war die Rede.
„Dabei geht es darum, den Zertifizierungsprozess zu verbessern und unser Angebot an Dienstleistungen zu erweitern. Damit werden wir den sich wandelnden Anforderungen der Uhrenindustrie noch besser gerecht. Ich kann Ihnen noch keine genauen Details verraten“, so Wyss damals.
„Aber es wird um die Prüfung von Uhrenköpfen gehen, was weitere Testmöglichkeiten bezüglich Wasserdichtigkeit, Magnetfeldresistenz, Gangreserve und so weiter eröffnet“, führte er weiter aus. „Das übergeordnete Ziel ist es, die Rolle der COSC bei der Förderung der Schweizer Uhrmacherkunst weiter auszubauen.“
Jetzt führt das COSC diesen Standard offiziell ein und bietet erstmals zwei Zertifizierungsstufen an. Die erste basiert auf der ISO-Norm 3159, die seit 1976 angewandt wird und die Grundlage für das bekannte Gütesiegel „Zertifizierter Chronometer“ bildet.
Das standardisierte Prüfverfahren umfasst statische Tests der Uhrwerke in fünf verschiedenen Positionen sowie bei drei definierten Temperaturen (8 °C, 23 °C, 38 °C). Anschließend werden die Uhrwerke täglich erneut kontrolliert, um deren einwandfreie Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Der gesamte Prozess dauert zwischen zwölf und zwanzig Tagen.
Nur mechanische Uhrwerke, die folgende Kriterien der Ganggenauigkeit erfüllen, erhalten das begehrte Label „COSC Certified Chronometer“:
Die zweite, neue Stufe ist eine Weiterentwicklung dieses bestehenden Standards und vergibt das Gütesiegel „Excellence Chronometer Certified“. Hierfür werden realitätsnah getestete, vollständig montierte Uhrenköpfe unter Tragebedingungen einem erweiterten Testkatalog unterzogen. Die zusätzlichen Leistungsanforderungen sind außerdem:
„Diese neue Zertifizierung unterstützt Hersteller bei der Bewältigung der heutigen Herausforderungen und unterstreicht das kontinuierliche Engagement der COSC für Exzellenz und Innovation in der Schweizer Uhrmacherkunst, ohne dabei Kompromisse bei der Unabhängigkeit und Strenge ihrer Prüfverfahren einzugehen“, begründet das Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres diesen Schritt.
Die aktuelle Zertifizierungsgebühr für das Siegel „Certified Chronometer“ beträgt zehn CHF pro Uhrwerk. Die neue „COSC Excellence Chronometer“-Zertifizierung kostet zwischen 30 und 35 CHF.
„Exzellenz hat ihren Preis, ist aber definitiv ein Wettbewerbsvorteil. Die neue Standardbezeichnung lautet ‚Excellence Chronometer‘ und kann auf dem Zifferblatt angebracht werden“, erläutert die COSC. Die Einführung ist für Oktober 2026 geplant.
Das neue Gütesiegel ist Teil der Strategie, mit der sich die COSC stärker als Marke gegenüber Endkunden positionieren will. Diese umfasst unter anderem Zertifizierungskarten, die Käufern Zugang zu den Prüfdaten ihrer Uhr ermöglichen.
Zudem werden auf der neuen Website auch für Uhrenlaien verständlich die Details der Chronometer-Zertifizierung erläutert. Branchenexperten finden aber nach wie vor auch tiefergehende Informationen. Hinzu kommen umfangreiche Aktivitäten auf den sozialen Kanälen der COSC sowie der über 60 Partnermarken, mit denen ebenfalls Uhrenneulinge angesprochen und für den Wert präziser Schweizer Uhrmacherei sensibilisiert werden sollen.
„Indem wir Präzision zertifizieren, Exzellenz verkörpern und dies bekannt machen, tragen wir zum globalen Ruf der Schweizer Uhrenindustrie bei“, erklärt Andreas Wyss.
Über die COSC
Zertifizierungen spielen in der Uhrenindustrie eine bedeutende Rolle. Einige bestätigen die Echtheit, andere beurteilen die Qualität einer Uhr oder ihres Uhrwerks. Zu den bekanntesten und renommiertesten Einrichtungen in diesem Bereich gehört die 1973 gegründete Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) in La Chaux-de-Fonds.
Die Schweizer Prüfstelle für Chronometer, also für hochpräzise Uhren, ist keine öffentlich-rechtliche Einrichtung, sondern eine als gemeinnützig anerkannte Organisation zur freiwilligen Selbstkontrolle für eidgenössische Uhren- und Uhrwerkehersteller.
In drei unabhängigen Laboren prüfen 160 Mitarbeiter ausschließlich Swiss-Made-Uhrwerke beziehungsweise -Uhrenköpfe – neben Mechanik auch Quarz. Laut COSC sind derzeit etwa 40 Prozent aller exportierten Schweizer Mechanikuhren durch sie zertifiziert.
Seit ihrer Gründung hat die COSC fast 55 Millionen Zertifizierungen durchgeführt und das Label „Certified Chronometer“ vergeben. Nun kommt die Auszeichnung „Excellence Chronometer Certified“ hinzu.