Um mit einer Fliegeruhr gut bedient zu sein, muss man kein Pilot sein. Typisch für Fliegeruhren sind klar gestaltete Zifferblätter mit großen arabischen Ziffern, eine hervorragende Ablesbarkeit und eine unkomplizierte Bedienung über eine griffige Krone. Eigenschaften, die auch am Boden die Attraktivität einer Uhr ausmachen und sie zu einer unkomplizierten Begleiterin machen.

Die Wurzeln der Fliegeruhr liegen jedoch tatsächlich in der Luftfahrt. Sie entstanden in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, als Piloten zum sicheren Navigieren auf eine präzise Zeitmessung angewiesen waren. Viele Piloten nutzten die Methode des Dead Reckoning, orientierten sich an Funkfeuern oder bestimmten ihre Position anhand von Sonnenstand und Sternen. Fliegeruhren gehörten zu den wichtigen Navigationsinstrumenten früher Pioniere der Lüfte. Zudem konnte man anhand der vergangenen Flugzeit ermitteln, wie viel Treibstoff bereits verbraucht war.

Trotz ihrer vergleichsweise einfachen Funktionalität waren Fliegeruhren echte Toolwatches, die die Leistungen früher Flugpioniere überhaupt erst ermöglichten. Ihr Duktus aus heldenhafter Geschichte, klarer Funktionalität und schnörkellosem Design macht noch heute den Reiz dieser Uhren aus – auch mit festem Boden unter den Füßen.

Kein Wunder also, dass Alpina der eigenen Fliegeruhren-DNA im Jahr 2011 mit der Lancierung der Startimer eine eigene Kollektion widmete. Inspiriert ist sie von den Alpina-Designs der 1920er- und 1930er-Jahre, als die Marke verschiedene Militär- und Luftfahrteinheiten in Europa mit robusten Militär- und Pilotenmodellen belieferte.

Die neue Startimer-Flotte von Alpina

Die nun präsentierte neue Flotte dieser Linie wurde einem behutsamen Facelift unterzogen. Und so etwas will gekonnt sein – vor allem, wenn es um eine der bekanntesten Linien einer Marke geht, wie die Startimer von Alpina. Fingerspitzengefühl ist gefragt. Einerseits darf der Charakter des Originals nicht verloren gehen, andererseits muss das aktuelle Modell heutigen Ansprüchen genügen und echten Mehrwert bieten – optisch wie technisch.

Alpina ist dies bei der Startimer-Kollektion gelungen – trotz der Vielzahl an Modifikationen. Die Änderungen betreffen Gehäuseform und -finish, das Uhrwerk, das Zifferblatt sowie die Armbänder.

Das Gehäuse der Startimer Pilot Automatic

Im Laufe ihrer Evolution seit 2011 haben sich die Startimer-Zeitmesser mit zwei Lünettenstilen gezeigt: geriffelt und glatt. Für die vier Neuheiten zur Watches & Wonders 2026 hat sich Alpina für die glatte Variante entschieden und diese mit einem kompakteren Gehäuse verbunden.

Die 40 × 10,14 Millimeter große Edelstahlhülle ist bis zehn bar wasserdicht und mit abgeschrägten Kanten versehen. Während die Lünette eine runde Satinierung aufweist, sind die Bandanstöße und das Mittelteil vertikal satiniert – ein schöner Kontrast zu den hochglanzpolierten Fasen. Für Griffigkeit sorgt die neu gestaltete Krone. Drei Modelle erscheinen im puren Edelstahl-Look, das vierte kleidet sich in eine schwarze PVD-Beschichtung. Gemeinsam ist allen mit einem historischen Fliegermotiv geprägte Vollstahlboden.

Neue Basis für das AL-525

Als Antrieb dient den neuen Fliegeruhren von Alpina das Uhrwerk AL-525. Es tickt auch in den unmittelbaren Vorgängern der neuen Startimer Pilot Automatic, dort allerdings auf Basis des SW200 von Sellita mit 38 Stunden Gangreserve. Nun kommt stattdessen als Grundlage ein Automatikkaliber von La Joux-Perret mit 68-stündiger Gangautonomie zum Einsatz. Der Schweizer Uhrwerkespezialist gehört – wie Alpina – zur Citizen Group.

Samtiges Zifferblatt

Das Zifferblatt der neuen Startimer Pilot Automatic-Modelle hat selbstverständlich nichts an seiner fliegeruhren-typischen unmittelbaren Ablesbarkeit eingebüßt. Den Hintergrund bildet nun eine samtartig gekörnte Oberfläche in Schwarz, Petrolblau oder Khakigrün mit abgestuftem Höhenring und weißer Minutenskala.

Wer genau hinsieht, wird außerdem feststellen, dass beim A des roten Schriftzugs Startimer der Querstrich fehlt. Es ist eine Anspielung auf das Logo der Marke, das die stilisierte Form eines Alpengipfels aufgreift.

Die applizierten Ziffern mit modernisierter Typografie bestehen – wie die Indizes – aus lumineszierendem Material, das in einem auf die jeweilige Zifferblattfarbe abgestimmten Ton deutlich nachleuchtet.

Leder, NATO-Style und Cordura

Gesichert wird die neue Startimer Pilot Automatic-Flotte an einem hell- beziehungsweise dunkelbraunen Lederband oder einem schwarzen Cordura-Band. Eine Ausnahme bildet die „Full Black“-Variante, die an einem braunen Lederband im NATO-Style getragen wird.

Preise & Verfügbarkeit

Die neuen Startimer Pilot Automatic-Modelle sind online sowie bei autorisierten Alpina-Händlern erhältlich. Der Preis für die „Full Black“-Version beträgt 1.395 Euro, alle anderen Ausführungen kosten 1.295 Euro.


alpinawatches.com

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