Vier neue Mechanikkaliber, fünf unlimitierte und ein limitiertes Modell – Louis Vuitton stellt zur LVMH Watch Week 2026 zahlreiche Neuheiten vor.

Bulgari zeigt sich zur LVMH Watch Week 2026 mit vier Mechanik-Neuheiten im kompakten Format – passend für schmalere Handgelenke. Die Maglia Milanaise Monete, die Tubogas Manchette, die Serpenti Seduttori Automatic und die Lvcea Notte di Luce sind dank ihrer Designs dennoch echte Hingucker.
Für die 1884 gegründete Marke mit römischen Wurzeln ist die LVMH Watch Week in Mailand fast ein Heimspiel. Passenderweise kommen bei den Neuheiten auch die italienischen Wurzeln deutlich zum Tragen. Alle vier Neuheiten zeigen viel, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die taktgebenden Innenleben, die sichernden Armbänder sowie außergewöhnliche Zifferblätter.
Bulgari hat sich in den vergangenen Jahren als Hersteller kompakter Manufakturwerke etabliert. So zeichnen sich die mechanischen Kaliber Solotempo BVL191, Baby Tourbillon BVL150, Piccolissimo BVP100 und Lady Solotempo Automatic BVS100 durch ihre platzsparende Bauweise aus und ermöglichen die Fertigung kleiner Gehäuseformate, ohne Kompromisse bei technischer Raffinesse und Präzision einzugehen.
Das Baby Tourbillon BVL150 mit 40 Stunden Gangreserve und den Maßen 22 x 18 x 3,65 Millimetern zählt beispielsweise zu den kleinsten Tourbillon-Kalibern der Welt. Bulgari konstruierte das Handaufzugswerk speziell für die besondere Gehäuseform der Serpenti-Modelle und stellte es 2020 erstmals vor.
Sechs Jahre später stehen die drei anderen Kaliber im Fokus der Neuheiten zur LVMH Watch Week: das Piccolissimo BVP100 in der Maglia Milanaise Monete, das Lady Solotempo Automatic BVS100 in der Tubogas Manchette und der Serpenti Seduttori Automatic sowie das Solotempo BVL191 in der Lvcea Notte di Luce.
1,9 Gramm: Mehr Gewicht bedarf es nicht, um den präzisen Gang der Maglia Milanaise Monete zu gewährleisten. Das Piccolissimo BVP100 ist ein Handaufzugswerk mit 30 Stunden Gangreserve und den Funktionen Stunden und Minuten. Es misst 13,5 x 2,5 Millimeter und bringt mit seinen 102 Komponenten keine zwei Gramm auf die Waage.
Das Inhouse-Manufaktur-Kaliber feierte 2022 sein Debüt und erscheint nun in einer neuen Version mit Kronenaufzug. Zu sehen ist es durch den Saphirglasboden des Roségoldgehäuses der Maglia Milanaise Monete. Als sogenannte Geheimuhr ist die Maglia Milanaise Monete keinesfalls dazu gedacht, im Verborgenen getragen zu werden. Schließlich schmückt sich diese Neuauflage eines Modells aus den 1960er-Jahren mit einer authentischen, antiken Silbermünze, verziert mit dem Konterfei des römischen Kaisers Caracalla (211-217).



Die Münze, mit der Bulgari seine Wurzeln in der ewigen Stadt feiert, dient als aufklappbarer Deckel für das runde Zifferblatt aus weißem Perlmutt im Roségold-Gehäuse. Für reichlich Funkeln sorgen die zwölf Diamantindizes, 40 Brillanten auf dem achteckigen Münzdeckel sowie weitere Diamanten auf der Krone. Rosévergoldete Zeiger offenbaren bei geöffneter Uhr die präzise Zeit.
Mit der Maglia Milanaise Monete inszeniert Bulgari erstmals die traditionelle Flechttechnik für Armbänder, sprich Milanaise. Gefertigt aus Roségold, weist die von Mailänder Goldschmieden in der Renaissance entwickelte Struktur aus ineinander verwobenen Goldfäden die gleiche Breite wie das Gehäuse auf, sodass sich die Uhr elegant an jedes Handgelenk schmiegt.
In dieser LVMH-Neuheit von Bulgari schwingt das Anfang 2025 lancierte Lady Solotempo Automatic BVS100, welches als Automatikwerk mit fünf Gramm ebenfalls ein echtes Leichtgewicht ist. Seine 102 Teile verteilen sich auf 19 Millimeter im Durchmesser und 3,9 Millimeter in der Höhe.



Die maximale Gangreserve beträgt trotz der kompakten Abmessungen 50 Stunden. Durch den Saphirglasboden des Gelbgoldgehäuses der Tubogas Manchette kann das Lady Solotempo Automatic BVS100 bei seiner Arbeit beobachtet werden.
Das Zifferblatt hingegen gerät dabei fast in den Hintergrund. Obwohl es über und über mit Diamanten ausgefasst ist und umrundet wird. In all dieser Brillanz verweisen mit Gelbgold beschichtete Stunden- und Minutenzeiger auf die funktionale Bestimmung der Tubogas Manchette: das Anzeigen der Uhrzeit.
Die schmucke Hauptrolle übernimmt bei der Tubogas Manchette das Armband, mit dem Bulgari auch an die eigenen Anfänge als Silberschmiede- und Kunsthandwerksbetrieb erinnert.
Zudem dienten die Tubogas-Modelle aus den 1970er-Jahren als Inspirationsquelle für die aktuelle Neuinterpretation, die deren kühnes Design aufgreift. Dieses war geprägt von Armbändern aus gewickelten Metallstreifen, die spiralförmig und scharnierlos um das Handgelenk liefen. Das Design erinnert an ein Gasrohr (italienisch tubo del gas) – daher der Name Tubogas.
2026 inszeniert Bulgari diese Spiralwindungen in Gelbgold und mit üppigem Diamant- (11,98 ct.) und Farbsteinbesatz (Citrin, Rubellit, Peridot, Amethyst, Topas, Spessartin), der sich nahtlos über die gesamte Manschette erstreckt.
Das ikonische Modell Serpenti Seduttori wurde im vergangenen Jahr ebenfalls mit dem neuen Manufakturwerk Lady Solotempo Automatic BVS100 ausgestattet. Die ausführlichen Hintergründe dazu finden Sie hier.
Für die diesjährige LVMH Watch Week verbindet Bulgari das kompakte Manufakturwerk mit zwei neuen Ausführungen des legendären Schlangen-Modells Serpenti. Die 1948 eingeführte Uhr wurde insbesondere durch Elizabeth Taylor bekannt, die sie 1962 während der Dreharbeiten zu Cleopatra in Rom trug und sie damit zu einem ikonischen Zeitmesser im Sortiment der Marke machte.
Die neuen Modelle mit 34-mm-Roségoldgehäuse und Saphirglasboden gibt es mit weißem Opalin-Zifferblatt oder grünem Malachit. Beide Varianten besitzen roségoldplattierte Zeiger und Indizes, sind von 36 Brillanten und einer diamantbesetzten Krone mit Rubellit-Cabochon flankiert.
Die Opalin-Version der neuen Serpenti Seduttori Automatic verfügt über ein Armband aus sechseckigen, schuppenartigen Elementen, das mit 117 Brillanten besetzt ist. Die Malachit-Variante hingegen setzt auf Roségold pur als eleganten Gegenpart.
Mit den aktuellen LVMH-Watch-Week-Neuheiten der 2014 eingeführten Lvcea-Kollektion setzt Bulgari auf japanische Handwerkskunst und ergänzt damit seine schweizerisch-italienische Expertise.
Es geht um Urushi. In Japan stellt diese traditionelle, glänzende Lackierung eine seit Jahrhunderten praktizierte dekorative Kunstform dar, die insbesondere bei der Herstellung von Schalen, Schmuck sowie Möbelstücken Anwendung findet.
Immer wieder bedienen sich aber auch Uhrenhersteller dieser Technik, so auch Bulgari bei den neuen Lvcea Notte di Luce-Modellen. Diese erfahren zudem die Verzierung mit der traditionellen ostasiatischen Dekorations- und Einlegetechnik Raden, was so viel wie „bestreutes Bild“ bedeutet. Dabei werden winzige Perlmutt- oder Goldfragmente in den Lack eingebracht.
Bei den auf 80 Exemplare limitierten Lvcea Notte di Luce-Zifferblättern führen Perlmutt-Stückchen im schwarzen Urushi-Lack ein stets wechselndes, schimmerndes Lichtspiel auf. Für jedes dieser einzigartigen Mosaike werden sechzig Tage Arbeit benötigt.
Das Automatikwerk Solotempo BVL191 mit 42 Stunden Gangreserve wird beherbergt von einem 33-Millimeter-Gehäuse aus Roségold und Edelstahl mit brillantbesetzter Lünette. Das Armband ist ebenfalls in Bicolor gearbeitet.