Von der Weltzeituhr über ein fliegendes Tourbillon, eine raffinierte GMT, einen klangvollen Minute Repeater bis zum schimmernden Tigerauge – wir nehmen Sie mit auf eine abenteuerliche Neuheiten-Reise, die für Louis Vuitton sinnbildlich für die Transformation steht, welche die Marke in den zurückliegenden Jahren absolviert hat. Das trifft auch auf die 2014 lancierte Unisex-Kollektion Escale zu. Inspiriert ist diese von den legendären Koffern mit Messinghalterungen und -ecken des französischen Designers Louis Vuitton. Das Ergebnis: vier neu entwickelte Kaliber, welche ihre erste Reise in fünf neuen Escale-Modellen antreten. Hinzu kommt eine limitierte Edelstein-Variante.

Escale Worldtime

Die Escale Worldtime zeigt 24 Zeitzonen an und kehrt in diesem Jahr mit zwei Platinmodellen zurück. Ein safranfarbener Saphir im Gehäuseboden verweist auf das Debüt des Edelmetalls in dieser Kollektion. Hingucker auf dem Zifferblatt mit springender Stundenscheibe ist der miniaturisierte, mit 35 Farben von Hand bemalte Weltzeitring. Für Orientierung sorgen der Minutenzeiger sowie der Indikator für die Referenzzeit aus Weißgold.

Während die kreativen Weltzeitmotive vertraut sind, ist das Manufakturwerk LFT VO 12.01 mit Roségold-Rotor brandneu. Es wird geschützt vom 40 x 10,3 Millimeter messenden, bis fünf bar wasserdichten Platingehäuse. Die präzise Arbeit seiner 288 Komponenten ist durch den Saphirglasboden sichtbar. Geboten werden 62 Stunden Gangreserve und die Funktionen Weltzeit, Tag/Nacht-Indikation sowie springende Stunden und Minuten. Die Einstellung erfolgt über die Krone. Die neue Escale Worldtime wird an einem blauen Kalbslederband mit Dornschließe aus Platin getragen.

Escale Worldtime Flying Tourbillon

Die zweite neue Weltzeituhr von Louis Vuitton geht mit zusätzlicher Komplikation in Form eines fliegenden Tourbillon auf Reisen. Positioniert im Zentrum des Zifferblattes, wird es ebenfalls von den kreativ gestalteten Weltzeitmotiven der ursprünglichen Escale Worldtime von 2014 eingerahmt. Allerdings sind sie hier aus Grand-Feuille-Emaille gefertigt.

Bezüglich des Gehäusedurchmessers und des Armbands bestehen keine Unterschiede zum Schwestermodell ohne Tourbillon. Allerdings unterscheidet sich selbstredend der innere Antrieb. Die Escale Worldtime Flying Tourbillon ist mit dem Kaliber LFT VO05.01 ausgestattet, das über eine Gangreserve von 62 Stunden sowie einen Rotor aus Roségold verfügt. Insgesamt sorgen 337 Komponenten für den zuverlässigen Gang des Uhrwerks. Aufgrund der erweiterten Funktionalität weist das Gehäuse mit 12,8 Millimetern etwas mehr Höhe auf als beim Modell ohne Tourbillon.

„Die Herausforderung für uns bestand darin, historische Ikonen wie die Weltzeituhr auf unseren neuen Standard der Handwerkskunst zu heben, und der Unterschied ist unglaublich. Details am Gehäuse, Zifferblatt, der Veredelung des Uhrwerks, alle Details wurden sorgfältig durchdacht“, erläutert Jean Arnault, Direktor von Louis Vuitton Watches, die Genese der neuen Escale Worldtime-Zeitmesser.

Escale Twin Zone

Eine weitere Möglichkeit, auf Reisen die Zeit immer im Blick zu haben, sind Uhren mit zwei Zeitzonen. Dabei gibt es einen Haken: nämlich die in manchen Regionen üblichen Zeitverschiebungen von 30 beziehungsweise 45 Minuten.

Die beiden neuen Escale Twin Zone-Modelle begegnen dieser Herausforderung mit einem einfachen und zugleich raffinierten Mechanismus, gesteuert vom neuen, durch den Saphirglasboden sichtbaren Manufakturkaliber LFT VO015.01. Es besteht aus 201 Komponenten, hat einen Rotor aus Roségold und bietet eine 68-stündige Gangreserve.

Der Clou: Die Escale Twin Zone verfügt über zwei Zeigersätze, die auf einer einzigen Achse angeordnet sind – eine Konstruktion, die bei GMT-Uhren selten zu finden ist. Hinzu kommt ein unabhängig verstellbarer Minutenzeiger, der eine minutengenaue Anpassung in allen Zeitzonen ermöglicht, auch in solchen mit nicht standardmäßigen Abweichungen. Die Justierung erfolgt über die zweistufige Krone. Die massiven Zeiger zeigen die Ortszeit an, die skelettierten die Heimatzeit. Die Tag/Nacht-Anzeige befindet sich oben auf dem gravierten Globus.

Damit sind wir bei den Unterschieden der beiden Twin Zone-Ausführungen angekommen, welche ausschließlich optischer Natur sind. Während sich die eine mit einer dunkelblauen Aventurinscheibe, Weißgoldzeigern und 120 Diamanten im Baguetteschliff schmückt, zeigt sich die andere mit einem klassisch silbernen Zifferblatt, Opalin-Minuterie sowie Zeigern aus Roségold.

Letztere Variante setzt beim schützenden, bis fünf bar wasserdichten 40-Millimeter-Gehäuse auf Roségold. Zum Zifferblatt mit Aventurin und Diamant hingegen gesellt sich standesgemäß ein Platingehäuse, welches dank des Besatzes mit 170 Diamanten – ebenfalls im Baguetteschliff – einen Millimeter mehr beim Durchmesser aufweist. Auch hier verweist ein safranfarbener Saphir im Gehäuseboden auf die Verwendung des Edelmetalls. Elf weitere Diamanten befinden sich auf der Platin-Faltschließe des blauen Kalbslederbandes.

Escale Minute Repeater

Mit der Nummer Fünf im neuen Escale-Bunde referiert Louis Vuitton weniger auf seine Reise-DNA als auf die uhrmacherische Inhouse-Expertise. Für die anspruchsvolle, namensgebende und zugleich wohlklingende Komplikation verantwortlich zeichnet das neue Manufakturkaliber LFT SO13.01 mit Handaufzug und stattlichen 80 Stunden Gangreserve.

432 Bauteile sorgen zuverlässig für den genauen Gang der Funktionen Minutenrepetition sowie springende Stunden und retrograde Minuten. Und damit erklärt sich auch die Anordnung auf dem Zifferblatt, welches klassische Uhren-Ästhetik mit geometrisch-moderner Anmutung verbindet.

Die große Öffnung für die springenden Stunden setzt dabei auf den sogenannten Bassiné-Effekt, durch den eine raffinierte Lichtwirkung entsteht, welche das Ablesen der Stundenscheibe erleichtert. Und die clevere Platzierung bei sechs Uhr sorgt dafür, dass sie nie vom retrograden Minutenzeiger verdeckt wird.

Der Stundenzeiger springt stündlich schlagartig weiter, während der retrograde Minutenzeiger sanft auf Null zurückkehrt – ein Dämpfungssystem sorgt für die weiche Bewegung. Als Leinwand für dieses Schauspiel dient ein Flammen-Guiloché-Muster, welches in traditioneller Handarbeit entsteht. Für jedes einzelne Zifferblatt sind 60 Arbeitsstunden erforderlich.

Das neue Manufakturkaliber LFT SO13.01 überzeugt sowohl durch die auf dem Zifferblatt sichtbare Präzision als auch durch seine wohlklingende Funktionalität. Alle akustischen Bauteile sind akribisch aufeinander abgestimmt und die schwarz polierten Hämmer und Klangstäbe wurden von Hand bearbeitet und justiert, um die kristallklare Klangqualität zu erzeugen.

Der Schieber zum Aktivieren der Minutenrepetition ist dezent in das Design der Bandanstöße integriert. „Es respektiert die Silhouette der Escale und macht die Aktivierung der Repetition zu einem fast privaten Akt; die Komplikation wird nur dem Träger offenbart“, erläutert Matthieu Hegi, künstlerischer Leiter von La Fabrique, welche seit 2011 zum LVMH-Konzern gehört.

Die bis fünf bar wasserdichte schützende Hülle für das aufwendig finissierte Werk besteht aus Roségold und misst 40 Millimeter im Durchmesser und 12,3 Millimeter in der Höhe.

Escale Tiger’s Eye

Die Escale legt aber auch ohne aufwendige Komplikationen einen starken Auftritt hin. Aktuelles Beispiel ist die Dreizeiger-Uhr Tiger’s Eye, welche einen echten Mikrotrend aufgreift: Edelsteinuhren. Obwohl nicht einfach zu verarbeiten, bietet die facettenreiche Welt der edlen Mineralien eine schier endlose, natürliche Designvielfalt – denn jeder Stein ist einzigartig.

Nach Türkis und Malachit setzt Louis Vuitton nun seine Entdeckungsreise durch die Schätze unserer Erde fort und wählte als jüngsten Zwischenstopp das Tigerauge. Der schimmernde Edelstein – von Bernstein bis Dunkelbraun – gilt als beschützender Talisman, der Böses abwehrt. Damit ist er der perfekte Reisebegleiter. Womit wir wieder bei der Inspirationsquelle für die Linie Escale sind: dem ikonischen Koffer von Louis Vuitton.

Das Tigerauge kommt bei der auf 30 Exemplare limitierten Tiger’s Eye nicht nur für das Zifferblatt zum Einsatz, sondern auch für Teile des Gehäuses. Viel Feingefühl ist erforderlich, um zum Beispiel natürliche Einschlüsse zu erkennen, welche die gesamte Konstruktion schwächen könnten. Zudem werden die von Hand polierten Tigeraugen-Elemente hinsichtlich Farbharmonie und Ausrichtung der Bänderung sorgfältig zu perfekten Paarungen kombiniert.

In schöner Harmonie zum Tigerauge gesellt sich Gelbgold für Zeiger, Indizes, Minutenring, Bandanstöße, Lünette, Krone und Boden des bis drei bar wasserdichten Gehäuses. Ausgestattet mit Saphirglas kann das Innenleben in Form des Automatikkalibers LFT023 mit Roségold-Rotor und 50 Stunden Gangreserve bei seiner Arbeit begutachtet werden. Getragen wird die Escale Tiger’s Eye an einem braunen Kalbslederband mit goldener Dornschließe.


louisvuitton.com

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