Neue Chopard Alpine Eagle 41 XPS 2026: „Mountain Glow“-Zifferblatt, ultraflaches L.U.C-Werk und verbessertes Komfort-Armband aus Lucent Steel.

Die neue SBGH376 „Sakura-Wakaba“ widmet sich gestalterisch dem Übergang vom Frühling zum Sommer und erscheint erstmals in einem 38 mm großen Gehäuse aus 18 Karat Gelbgold.
Grand Seiko Uhren sind tief in der japanischen Ästhetik verwurzelt und übersetzen diese konsequent in die Gestaltung ihrer Zifferblätter. So auch bei der anlässlich der Watches and Wonders 2026 vorgestellten Neuheit SBGH376 „Sakura-Wakaba“. Ihr Zifferblatt greift eine kurze Phase des Frühlings auf, in der Kirschblüten und das zarte Grün junger Blätter gleichzeitig an den Ästen erscheinen. Die Gehäusekonstruktion wiederum orientiert sich an der Grand Seiko 62GS von 1967, der ersten automatischen Armbanduhr der Marke. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die Neuheit – und begegnen dabei japanischen Begrifflichkeiten und Gestaltungsprinzipien, die in der Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” aufgegriffen wurden.
Im Mittelpunkt der von Grand Seiko als „Sakura-Wakaba“ bezeichneten Zifferblattvariante, die sich auch mit „Kirschblüten und junge Blätter“ übersetzen lässt, steht eine Zeit des Frühlings, in der die Natur völlig zu erwachen beginnt: der sogenannte „Hazakura“, der in die Zeit zwischen Kokuu (Kornregen) und Rikka (Sommeranfang), den sechsten beziehungsweise siebten der 24 japanischen Hauptjahreszeiten (Sekki), zu verordnen ist. In diesem kurzen Zeitraum des Frühlings beginnen die Kirschblüten zu fallen und gleichzeitig das erste frische, zarte Grün der neuen Blätter an den Zweigen zu sprießen. Dieser Vorgang markiert in der japanischen Ästhetik den Abschluss des Frühlings und den Beginn des Sommers.
Grand Seiko fängt den Übergangszeitraum „Hazakura“ in der Zifferblattvariante „Sakura-Wakaba“ ein, indem sie auf das japanische Gestaltungsprinzip des Mitate zurückgreifen, bei dem eine Szene nicht bildlich dargestellt, sondern anhand von Farben, Formen und Oberflächenstrukturen interpretiert wird. Als bekanntestes Beispiel für dieses Gestaltungsprinzip gilt der Zen-Garten, bei dem Steine stellvertretend für Inseln, Felsen oder Berge stehen und geharkte Muster im Sand oder Kies an Wellen oder Strömungen erinnern, um durch reduzierte Mittel genug Andeutungen zu schaffen, dass schlussendlich eine Szenerie im Kopf des Betrachters entsteht. Grand Seiko überführt diese Technik auf ihre Zifferblätter: Erst im letzten Jahr, zur Watches and Wonders 2025, präsentierte die Marke mit Neuheiten aus der Evolution 9 Kollektion zwei Modelle, deren Zifferblätter durch eine geometrische, kristalline Oberflächenstruktur die Bäume des Kirigamine-Hochlands suggerierten, die in den Wintermonaten mit Frost bedeckt sind.
Im Falle der neuen Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” wird dem Zifferblatt mit bis zu 200 Tonnen Druck eine Textur eingepresst, die sowohl in ihrer Farbgebung als auch in ihrer Textur vom Übergangszeitraum „Hazakura“ inspiriert ist, in dem rosa Kirschblüten und frische grüne Blätter gleichzeitig sichtbar sind. Das Ergebnis ist ein hell goldgrün schimmerndes Zifferblatt, das von einem ebenfalls grünen Höhenring umgeben ist. Auf diesem Zifferblatt sind Elemente zu finden, die allesamt auf dem Regelwerk „Grammar of Design“ basieren, das einst im Jahr 1962 von Taro Tanako formuliert wurde, um durch die Etablierung einer gestalterischen Ausrichtung strengere Fertigungsstandards zu erreichen, mit denen Seiko zum Qualitätsniveau der Schweizer Hersteller aufschließen sollte.
Dieses Gestaltungsprinzip brachte fünf Leitziele hervor, um die sich das Design Grand Seikos auch heute noch dreht, von denen jedoch zwei als besonders wichtig gelten: Zum einen sollten alle Flächen und Winkel – vom Gehäuse über das Zifferblatt bis hin zu Zeigern und Indizes – flach und geometrisch genau ausgeführt sein, um das Licht optimal zu reflektieren. Zum anderen sollte aus keinem Betrachtungswinkel eine visuelle Verzerrung auftreten; Gehäuse und Zifferblätter sollten daher spiegelpoliert sein.
Diesem Gestaltungsprinzip folgend sind die drei wesentlichen Elemente des Zifferblatts der Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” gestaltet: An erster Stelle stehen die bewusst breit gehaltenen goldenen sowie facettierten Stabindizes. Dem „Grammar of Design“ nach verfügen sie über spiegelpolierte Oberseiten sowie präzise Kanten und Abschrägungen, die durch Zaratsu-Politur erzeugt werden. An zweiter Stelle stehen die ebenfalls in Gold gehaltenen, klassischen Dauphine-Zeiger. Sie verfügen über eine zentral verlaufende polierte Kante, die zwei geneigte Flächen voneinander trennt und so die Zeigerform entstehen lässt. Diese polierten Flächen sorgen zudem dafür, dass stets eine Fläche der Zeiger das Licht reflektiert. An dritter Stelle ist auf der 3-Uhr-Position ein Datumsfenster in das Zifferblatt eingelassen, das für eine visuelle Harmonie mit den Zeigern und Indizes ebenfalls in Gold ausgeführt ist.
In seiner Gehäusekonstruktion schöpft die neue Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” aus dem ästhetischen Erbe der Grand Seiko 62GS von 1967 – Grand Seikos erster automatischen Armbanduhr –, das sich in mehreren Gesichtspunkten von dem Design heutiger Zeitmesser unterscheidet: Das Saphirglas ist direkt am Gehäuse befestigt, wodurch auf eine separate Lünette verzichtet wird. Diese Konstruktion sorgt nicht nur für ein schlankeres Erscheinungsbild des Gehäuses, sondern auch dafür, dass das Licht ungehindert auf das Zifferblatt gelangen kann, wodurch dieses inklusive seiner Bestandteile besser ausgeleuchtet wird. Ein weiterer Punkt bezieht sich auf das Gehäuse selbst: Die Bandanstöße sind lang und breit ausgeführt und gehen klar aus dem Gehäuse hervor.
Die neue Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” übernimmt diese Formensprache und wird erstmals in einem 38 mm großen Gehäuse aus 18 Karat Gelbgold umgesetzt. Nach dem „Grammar of Design“ gestaltet, wird die sogenannte Zaratsu-Politurtechnik auch auf dem Gehäuse angewandt. Diese Technik zeigt sich insbesondere in den spiegelglänzenden Oberflächen und gebürsteten Gehäuseflanken. Des Weiteren beträgt die Gehäusehöhe der Neuheit 12,9 mm bei einer Wasserdichtigkeit von 10 bar (100 Metern).
Im Inneren der neuen Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” arbeitet das automatisch aufziehende Hi-Beat-Kaliber 9S85, das im Grand Seiko Studio Shizukuishi gefertigt wird und über einen Durchmesser von 28,4 mm sowie eine Höhe von 5,9 mm verfügt. Das Werk schwingt mit einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde – was 10 Halbschwingungen pro Sekunde entspricht – und erreicht dadurch eine Ganggenauigkeit von +5 bis −3 Sekunden pro Tag. Die Gangreserve beträgt ungefähr 55 Stunden.
Zur Erreichung dieser Werte setzt Grand Seiko auf eigene Spron-Legierungen für Zugfeder und Spirale, bearbeitete Triebe sowie MEMS-Technologie zur Herstellung von Ankerrad und Anker. Diese mikroelektromechanische Fertigung ermöglicht leichte und präzise Bauteile mit minimalen Toleranzen. Nicht zuletzt ist das Uhrwerk samt Aufzugsrotor durch den verschraubten Saphirglasboden sichtbar.
Die neue Grand Seiko SBGH376 “Sakura-Wakaba” ist an einem braunen Krokodillederarmband mit einer Dornschließe aus 18 Karat Gelbgold ab Juli 2026 über Grand Seiko Boutiquen und ausgewählte Handelspartner weltweit erhältlich. Der Preis beläuft sich in Europa auf 33.500 Euro.