Audemars Piguet
Im Jahr 1875 gründeten Jules Louis Audemars und Edward Auguste Piguet in Le Brassus im Vallée de Joux die Manufaktur Audemars Piguet. Bis heute ist die Manufaktur familiengeführt und unabhängig geblieben, was sie in der heutigen Markenlandschaft einzigartig macht. Die Maison gilt als Meisterin hochkomplizierter Uhrwerke – von ewigen Kalendern über Minutenrepetitionen bis zu Tourbillons – und prägte die moderne Uhrmacherei wie kaum eine andere. Anfangs entstanden in der Manufaktur komplizierte Taschenuhren, für die das Traditionshaus eine Medaille bei der Weltausstellung in Paris 1889 gewann. Während des 20. Jahrhunderts entwickelte die Maison Armbanduhren, die sich besonders durch ihre asymmetrischen Formen, Größe oder Ultraflachheit (Weltrekord 1978 für die damals flachste Automatik-Armbanduhr mit ewigem Kalender) auszeichneten. Ein Wendepunkt stellte 1972 die Lancierung der von Gérald Genta entworfenen Royal Oak dar, der ersten luxuriösen Sportuhr aus Stahl mit achteckiger Lünette und integriertem Armband. Ihr Design brach radikal mit Konventionen und machte sie zu einer Stilikone, die später mit der Royal Oak Offshore im Jahr 1993 eine noch sportlichere Erweiterung erhielt. Neben den Royal Oak- und Royal Oak Offshore-Kollektionen ergänzen die Royal Oak Concept-Kollektion mit experimentellen Komplikationen, die 2019 vorgestellte Code 11.59-Kollektion mit einer dreiteiligen Gehäusekonstruktion und die [RE]Master mit Neuinterpretationen historischer Modelle das Portfolio der Schweizer Marke. Heute verbindet Audemars Piguet traditionelle Handwerkskunst mit avantgardistischen Designs in einem vertikalen Produktionskonzept und gehört zu den innovativsten Namen der Haute Horlogerie.