Die Gedanken an andere Orte schweifen zu lassen, hat etwas Poetisches. Während anderswo ein Abendessen beginnt oder der Arbeitstag startet, vergeht die Zeit überall ein wenig anders. Genau diese Idee greift Van Cleef & Arpels mit einer neuen Edition seines Zeitmessers mit dualem Zeitzonen-Uhrwerk auf, das im Jahr 2014 seine Premiere feierte. Die Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs („Die Zeit hier und die Zeit anderswo”) verbindet Handwerkskunst mit der Darstellung zweier Zeitzonen und macht das Reisen durch die Zeit auch visuell erlebbar.

Elegantes Gehäuse aus Roségold

Das Gehäuse der Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs hat einen Durchmesser von 38 mm und ist aus Roségold gefertigt. Mit seiner warmen Farbgebung harmoniert das polierte und satinierte Metall mit dem glänzenden, braunen Zifferblatt und den darauf befindlichen roségoldenen Details. Auch die Krone stellt mit ihrem Rautenmuster eine visuelle Verbindung zum Piqué-Muster auf dem Zifferblatt her. Gemäß der für die Van Cleef & Arpels’ typische „Poesie der Zeit”-Philosophie ziert eine verträumte Gravur den geschlossenen Gehäuseboden. Diagonal verlaufend sind auf der oberen Seite des Gehäusebodens eine guillochierte Sonne und in kursiver Schrift der Modellname zu sehen. Darunter befindet sich eine Darstellung des Mondes samt Sternenhimmel und dem Namen der Maison.

Handwerkskunst bis ins kleinste Detail

Im Gegensatz zum hellen Zifferblatt der Pierre Arpels Heure d’ici & Heure d’ailleurs von 2023 (mehr dazu hier) erstrahlt die Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs in einem gesättigten Braunton. Dass das bernsteinfarbene Zifferblatt je nach Lichteinfall in warmen oder kalten Nuancen glänzt, kommt nicht von ungefähr. Dahinter steckt eine der aufwändigsten Handwerkskünste: die Emaillierung.

Zur Herstellung des Zifferblattes zog Van Cleef & Apels die Expertise eines Genfer Ateliers hinzu. Denn der gewünschte Farbton ist in der Farbpalette der Maison bisher einzigartig und sollte warm, aber mit kühlen Untertönen sein – ähnlich der Farbgebung von Edelsteinen. Nach einigen Tests erzielte man schließlich einen Bernsteinbraunton, dessen Farbnuancen sich je nach Lichteinfall verändern. Die Leuchtkraft des Zifferblattes verstärkt zudem ein spiegelpolierter Goldgrund, der das Licht zurückwirft.

Doch damit nicht genug. Auf der Emaille sollten auch noch zwei dekorative Elemente als subtile Anspielungen auf die charakteristischen Design-Codes der Maison Platz finden: ein Piqué-Motiv und ein Guilloché-Dekor, das sich strahlenförmig bis zum Rand entfaltet. Ihre Umsetzung auf der Emaille stellte jedoch eine der größten Herausforderungen dar, weshalb man auch eine Emaille mit zwei unterschiedlichen Farbintensitäten wählte. Denn die Schichtdicke beeinflusst nicht nur den Farbton, sondern auch die sogenannte „Chatoyance“, also das Spiel des Lichts im Material. Für die Ausarbeitung der Reliefmotive ließen sich die Kunsthandwerker von Glasbläsertechniken inspirieren, die eigens für die Anforderungen der Uhrmacherei adaptiert wurden.

Wie eingangs erwähnt, steckt hinter der Emaille ein herausfordernder Prozess mit mehreren Brennvorgängen. In einem ersten Schritt wurde die Emaille über mehr als 30 Stunden bei niedrigen Temperaturen von unter 500 °C bearbeitet, um eine gleichmäßige Farbverteilung zu erzielen. Es folgten zwei weitere Brennvorgänge bei Temperaturen von über 1.000 °C, um Luftblasen zu entfernen und das Material zu stabilisieren. Anschließend wurde die Oberfläche von Hand mithilfe eines Prägestempels modelliert, bevor ein letzter Brand den Übergang zur finalen Formgebung markierte.

Die Muster auf dem edlen Emaille-Zifferblatt schaffen einen harmonischen Hintergrund für die asymmetrische Ästhetik der Zeitanzeige in Roségold. Ungefähr bei 11 Uhr und 5 Uhr befinden sich die roségoldenen Fenster für die Springstunde der jeweiligen Zeitzone, die jeweils in weißen Ziffern auf dunklem Grund dargestellt wird. Das obere Fenster repräsentiert dabei die Basisstunde, heure d’ici, und das untere Fenster zeigt die heure d’ailleurs, die zweite Zeitzone, an. Zwischen den Fenstern verläuft auf der rechten Seite in Kursivschrift der Modellname, während auf der linken Seite eine Skala mit roségoldenen Ziffern das Ablesen der retrograden Minutenanzeige unterstützt.

Das Uhrwerk der Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs

Die minimalistische Darstellung der Zeit ermöglicht ein mechanisches Automatikwerk mit doppelt springenden Stunden und einem retrograden Minutenmechanismus, bei dem der Zeiger nach Erreichen der 60-Minuten-Marke auf der Skala in seine Ausgangsposition zurückkehrt.

Diese komplexe Kombination von Mechanismen wurde damals in Zusammenarbeit mit Agenhor (Atelier Genevois d’Horlogerie), dessen Gründer und renommierter Genfer Uhrmacher Jean-Marc Wiederrecht auf ultraflache und retrograde Uhrwerke spezialisiert ist, entwickelt.

Die beiden Scheiben der springenden Stunden und der retrograde Minutenzeiger sind über zwei Sektroritzel miteinander verbunden, die die synchrone Zeitanzeige ermöglichen. Über die Krone lassen sich die Stunden und Minuten für die beiden Zeitzonen einstellen. Darüber hinaus verfügt das Uhrwerk über eine Gangreserve von 65 Stunden.

Armband, Preis & Verfügbarkeit

Der Anmut der Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs setzt sich auch im schwarzen Alligatorlederarmband fort. Zum Preis dieses Zeitmessers gibt es bisher noch keine Angaben.


vancleefarpels.com


Eigenschaften

MARKE

Van Cleef & Arpels

MODELL

Midnight Heure d’ici & Heure d’ailleurs

GEHÄUSE

Rotgold

DIMENSIONEN

38 mm

WASSERDICHTIGKEIT

k.A.

ZIFFERBLATT

Bernsteinfarbenes Emaille-Zifferblatt, roségoldene Springstundenfenster bei 11 Uhr und 5 Uhr, Minutenskala, roségoldener retrograde Minutenzeiger

ARMBAND

Schwarzes Alligatorlederarmband

UHRWERK

k.A.

AUFZUG

Automatik

GANGRESERVE

65 Stunden

FREQUENZ

k.A.

FUNKTIONEN

Duale Springstunde mit zwei Zeitzonen, retrograde Minutenanzeige

PREIS

k.A.

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