Auch wenn die meisten Sammler bei einzigartigen Porsche-Modellen heute vor allem noch an Automobile denken, gehören die Armbanduhren von Porsche Design inzwischen selbstverständlich dazu. Ein Rückblick und Ausblick zum ambitioniertesten und erfolgreichsten Individualisierungsprogramm namens custom-built Timepieces der gesamten Schweizer Uhrenindustrie. Glauben Sie nicht? Dann müssen Sie den Text erst recht lesen.

Um zu verstehen, wohin sich der Luxusmarkt entwickelt, sollte man diejenigen fragen, die schon alles haben (oder hatten) und nicht die, die Luxus erst für sich entdecken. Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass sich viele Top-Sammler inzwischen tendenziell abwenden von Marken, die vor allem – jeweils auf verschiedenen Stufen – als Symbol dafür stehen, es geschafft zu haben: Niemand vergisst seine erste Rolex oder weiter im Sammlerleben schon gar niemand seine erste Patek Philippe Nautilus. Keine Frage: Diese Marken sind toll und sie verkörpern alles, wofür die Uhrenbranche heute steht: Status, Präzision, Perfektion, Innovation und Langlebigkeit. Bitte nicht falsch verstehen, aber eines kann man allein mit den großen Hype-Modellen der Branche nicht erreichen: Heute noch als Connaisseur wahrgenommen zu werden.

Sammler setzen auf Individualität

Es ist kein Zufall, dass Nischenmarken, teils mit extrem gewöhnungsbedürftigen Designs, sogenannte Independents wie MB&F, Urwerk oder F.P.Journe die Sammlerelite begeistern. Warum? Es geht nicht nur, aber auch um niedrige Stückzahlen, aber es geht den Sammlern vor allem darum, als Individuum wahrgenommen zu werden und einer langjährig gepflegten Kennerschaft auch einen besonderen Ausdruck zu verleihen.

Der Luxusmarkt ist transparent

Zugleich ist der Luxus-Uhrenmarkt extrem transparent geworden: Jeder kann heute online Chat-GPT fragen nach den wichtigsten, wertstabilsten Uhren oder denen, die am schwersten zu bekommen sind. Der Rest ist eine Frage des Budgets. Und in einer Welt, in der die Zahl vermögender Menschen jedes Jahr um über 6 Prozent wächst (wie eine aktuelle Studie von CapGemini zeigt), wächst auch dieses Budget ständig, so dass begehrte Uhren im Gebrauchtmarkt trotz hoher Preise sofort gekauft werden könnten, ohne jegliche Kontakte zum Händler oder gar detaillierter Kennerschaft.

Kein Sammler will daher der zehnte auf einer Party sein, den alle anderen nur für seine Status-Watch angaffen (oder: und das gehört auch zur Wahrheit, sie aufgrund ihrer Bekanntheit und des damit verbundenen Wiederverkaufswertes auf dem Nachhauseweg abgenommen zu bekommen). Noch mal, nicht falsch verstehen: Würde ein Sammler mit Leidenschaft für große Schweizer Uhrenmarken deswegen ein besonderes Modell von diesen Marken nicht kaufen? Wohl allein schon deshalb nicht, weil diese Menschen in der Regel immer noch etwas finden, was ihre eh vorhandenen Sammlungen dieser Marken verfeinert und ergänzen könnte. Aber es hat oft nicht mehr die höchste Priorität, wie vielleicht noch vor fünf oder zehn Jahren.

Der größte Luxus: Die individuelle Armbanduhr

Doch was ist die Antwort auf diese neue Form der Luxus-Beliebigkeit mit der Tendenz zur Austauschbarkeit? Die ist einfach: Die Zukunft des Luxus gehört dem individuellen Produkt. Um ehrlich zu sein, das ist keine große Erkenntnis, denn es war das schon immer der größte Luxus. Es war schon immer der ultimative Luxus, etwas zu haben, was es nur einmal gibt, dazu muss man sich nur Rekordergebnisse von Uhrenauktionen ansehen: Ein prominenter Träger wie der Schauspieler Paul Newman macht aus einer immerhin 2000-3000-mal gebauten Rolex Daytona mit Tropical Dial der Referenz 6239 den wertvollsten Chronographen der Welt (hier unser Bericht). Bei Kunst ist das selbstverständlich, die Mona-Lisa gibt es auch genau nur einmal. In der Uhrenfertigung würde das bedeuten: „Losgröße 1“, ein Fachbegriff aus der Fertigungsindustrie.

Warum Porsche Design individuelle Uhren baut

Doch diesen Aufwand betreibt niemand, weil sich Einzelstückfertigung und Serienfertigung grundsätzlich widersprechen. Mit einer Ausnahme: Womit wir bei den Porsche Design custom-built Timepieces wären. Was haben Porsche und Porsche Design mit ihrer Schweizer Uhrenmanufaktur mit individuellem Luxus zu tun? Nun, zumindest jeder Porsche-911-Fahrer weiß: Individualität ist nicht erst seit gestern bei dem Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen Trumpf: Außergewöhnliche Kundenwünsche sind bei Porsche seit den frühen fünfziger Jahren ein Thema: In der Reparaturabteilung des Stammwerks in Zuffenhausen wurden besondere Aufträge angenommen: Es begann mit Modifikationen an Motor, Fahrwerk und Bremsen für die damals im Rennsport aktiven Kunden. Mit der Einrichtung der Kundensportabteilung war der Weg nicht mehr weit zur 1978 eingeführten Abteilung „Sonderwunsch“, die 1986 in die bis heute erfolgreiche Abteilung „Porsche Exclusive Manufaktur“ überging. Heute stehen an der Spitze des aufwendigsten Individualisierungsprogrammes der Industrie neben exklusiven Sonderserien wertvolle Einzelanfertigungen: Zuletzt entstand so zum Beispiel ein 911 Speedster als Sonderwunsch-Werksunikat für den italienischen Speedster-Sammler und Kaffeemaschinen-Gestalter Luca Trazzi.

Los ging es 2018 mit dem Chronograph 911 Turbo S Exclusive Series. Damals betrat Porsche Design Neuland. Als einziger Automobilhersteller mit einer eigenen Schweizer Uhrenmanufaktur konnten Kunden erstmals zu dem limitierten Fahrzeug einen auf die identische Stückzahl limitierten Armband-Chronographen bestellen.

Seit mittlerweile acht Jahren verewigt Porsche Design so zusammen mit der hauseigenen Manufaktur in Solothurn in der Schweiz die seltensten und begehrtesten Fahrzeugmodelle in passenden und ebenso seltenen Armbanduhren für ihre Fahrer, mittlerweile sind 19 Modelle entstanden, zuletzt die auf 90 Exemplare limitierte Sondereditionen des Porsche 911 GT3 mit einem besonderen Chronograph 1.

Ein einzigartiger Fertigungsprozess: Individuelle Armbanduhren – in Serie

Aber das ist nur ein Aspekt. Damit diese Uhren überhaupt möglich sind, hat Porsche Design nicht nur eine eigene Uhrenmanufaktur in der Schweiz gegründet, sondern auch einen Fertigungsprozess eingeführt, der erstmals überhaupt Prozesse aus dem Automobilbau in die Fertigung exklusiver Schweizer Armbanduhren einführte.

Rückblick: Fünf Jahre Porsche Design custom-built Timepieces

Seit mittlerweile fünf Jahren gibt es das Porsche Design custom-built Timepieces Programm, das Porsche Fahrern, aber eben auch Fans und Enthusiasten individueller Uhren die Möglichkeit bietet, erstmals einen persönlichen „Sportwagen fürs Handgelenk“ abseits von Standuhren zu gestalten. Der Aufwand, den man betreibt, ist enorm, allein für den dafür programmierten Online-Konfiguratur gibt es zumindest optisch nur bei Rolex auf der Homepage etwas annähernd Vergleichbares in der Schweizer Uhrenindustrie. Allerdings bietet Rolex nicht 800 Millionen Individualisierungsoptionen. Lesen Sie dazu bitte auch das jüngste Interview mit dem CEO der Porsche Design Timepieces Manufaktur und dem CEO von MHP, dem Entwickler des Online-Konfigurators.

Fünf Jahre sind ein guter Moment, zurückzublicken auf das Porsche Design custom-built Timepieces Programm und wie es sich entwickelt hat. Ja, es läuft immer noch ein bisschen unter dem Radar: Wer noch nie davon gehört hat, muss sich nicht wundern. Aber da Porsche Design derzeit lediglich rund 5000 Uhren im Jahr baut, kann das Thema gar nicht so bekannt sein, denn selbst Patek Philippe baut zehnmal so viele Uhren und Rolex 200 Mal so viele. Porsche Design Timepieces ist eine kleine Manufaktur, die trotz des großen Mutterkonzerns über kleinere Marketingbudgets verfügt und sich offensichtlich dennoch in der Nische wohl fühlt. Gleichzeitig bedeutet der leise Auftritt auch: Exklusivität und Ruhe vor Trittbrettfahrern irgendeines Hypes, wie wir eingangs erwähnten.

Kleine Stückzahlen, dennoch großer Erfolg

Auch wenn die Stückzahlen derzeit noch klein sind, ist ein bester Indikator für den Erfolg jedes Uhren-Programms die Tatsache, dass ein Hersteller die Produktion erweitert: So bezog Porsche Design Timepieces AG im Herbst 2025 ein komplett neues Manufakturgebäude in Grenchen in der Schweiz, um Herr der Anfragen und des zu erwartenden Wachstums zu werden. In der Tat entstammen schon heute 70 Prozent aller verkauften Porsche Design Uhren dem custom-built Timepieces Programm und das, obwohl die meisten Uhrensammler das Uhrenprogramm vielleicht noch nicht mal richtig kennen.

Bislang denken viele Uhrensammler jedenfalls bei Porsche Design vor allem noch an den berühmten Chronograph 1, die erste schwarze Serienarmbanduhr der Welt, die der Designer des Porsche 911 und Gründer von Porsche Design, Ferdinand Alexander Porsche, bereits 1972 schuf. In einem ausführlichen Bericht haben wir dessen einzigartige Geschichte beleuchtet. Zahlreiche Sondereditionen sind seit seinem Relaunch zum 50. Jubiläum erschienen.

Individuelle Sportchronographen – nicht nur für Porsche Fahrer

Vielleicht denken viele Uhrenfans nun, dass es sich bei den Porsche Design custom-built Timepieces rein um ein passende Uhren zum Sportwagen handelt. Ein Luxusprodukt, das ohne den Besitz des entsprechenden Fahrzeuges keinen Sinn macht, was natürlich nicht stimmt. Jeder kann sich hier einen ganz persönlichen Porsche fürs Handgelenk konfigurieren, okay, vorausgesetzt man mag die Markenidentität von Porsche und Porsche Design, der Porsche Tochter, die ein ganzes Lifestyle-Universum hinter sich vereint und von Sportschuhen, Bekleidung bis zu ikonischen Sonnenbrillen vielfach Designgeschichte schrieb.

Zweimal die gleiche Uhr? Fast ausgeschlossen!

Kommen wir zur Ausgangsfrage zurück. Allein schon weil sich der Sammlermarkt in Richtung Individualität entwickelt, und zwar sowohl was Autos angeht, als auch was Uhren betrifft, ist Porsche Design in der Pole-Position. Zwei Porsche Design Kunden zu finden, die sich eine identische Uhr konfiguriert haben, ist extrem Unwahrscheinlich: Wer es wirklich ausreizen will, hat im Porsche Konfigurator über 800 Millionen Möglichkeiten seinen Porsche Design Zeitmesser zu gestalten und zwar bis ins Detail der Naht des Lederarmbandes oder den Look des Aufzugsrotor des Uhrwerks.

Porsche Design custom-built Timepieces verwenden dabei nicht nur ausschließlich Original-Porsche Materialien: Neben dem identischen Fahrzeugleder fürs Armband gibt es 142 exakt reproduzierte Lackfarben aller 142 Porsche-Farbtöne. Der individualisierbare Felgen-Aufzugsrotor stellt das technisch anspruchsvollste Element der Zeitmesser dar: Als Maßstab 1:22 verkleinerte Version der Original Porsche 911 Felgen wird er auf bis zu fünf Tausendstel Millimeter genau gefertigt.

War anfänglich ausschließlich ein Chronograph mit COSC-zertifiziertem Automatikwerk Werk 01.100 erhältlich, folgte 2024 mit dem Globetimer bereits das zweite Modell, das sich individualisieren lässt: Die ebenfalls von der COSC zertifizierte, innovative Weltzeituhr mit dem Porsche Design Kaliber Werk 04.110 ermöglicht die Anzeige einer zweiten Zeitzone. Als Serienuhr war sie seit 2019 Teil der Porsche Design Uhren-Kollektion. Die Anzeige der lokalen Uhrzeit lässt sich bequem im 1-Stunden-Takt ohne Verlust der laufenden Zeitanzeige anpassen inklusive automatischer Adaption der Datumsanzeige – in beide Richtungen. Die vom Chronographen bekannten Drücker erhalten hier die Vor- und Zurückstell-Funktion, die Einstellung über die Krone wird überflüssig. Das Datum wird als Zeigerdatum um das Zifferblatt dargestellt. Auch hier umfasst die Farbauswahl für den Ring um das Zifferblatt nicht nur alle aktuellen Exterieurfarben des Porsche 911 und des Porsche Cayenne, sondern auch die ikonischen und historischen Farben des „Farbe nach Wahl“-Programms der Porsche Exclusive Manufaktur.

Individualisierung gehört zur Design-DNA von Porsche Design

In einer Welt, in der viele Uhrenmarken schnell auf Farbtrends aufspringen, ist die Individualisierung der Farben also bei Porsche Design Uhren in die DNA eingeschrieben. Der spielerische Umgang mit unterschiedlich farbigen Lederbändern ist auch ein Kinderspiel: Die Bänder können dank Schnellwechselsystem schnell getauscht werden, die Bestellung zusätzlicher Lederarmbänder mit Individualfarben ist bei Porsche Design kein Problem.

Endlich bald für alle Porsche-Baureihen

Wer jetzt denkt, 5000 Uhren seien ein bisschen wenig für eine Erfolgsgeschichte, muss Folgendes verstehen: Porsche Design bot die custom-built Timepieces bis zu diesem Sommer nur passend zum Modell 911 an und global nur in wenigen wichtigen Märkten wie unter anderem Deutschland und den USA. Wer zudem die Fahrzeugstückzahlen kennt, weiß, dass Porsche 2025 rund 50.000 911 gebaut hat, aber rund 230.000 weitere Fahrzeuge, vorrangig SUVs. Man hatte im alten Manufaktur-Sitz in Solothurn schlicht keine Produktionskapazitäten, um das Angebot zu erweitern oder zusätzliche Märkte zu bedienen. Das ändert sich 2026 mit der neuen Manufaktur in Grenchen, übrigens im ehemaligen Hauptsitz von Eterna, jener Hersteller, der bis kurz nach der Jahrtausendwende die Porsche Design Uhren fertigte.

Eine der wichtigsten Neuerungen im Jahr 2025 ist daher die Erweiterung des custom-built Timepieces Programm um das Modell Cayenne, ein SUV der Luxusklasse. Und so viel darf für 2026 verraten werden: Mit der neuen Manufaktur steht der Erweiterung auf alle anderen Modelle von Porsche, sprich den Macan, ebenfalls ein SUV und Verkaufsschlager von Porsche, das viertürige Coupé Panamera, den vollelektrischen Sportwagen Taycan und künftig auch dem Roadster 718 nichts mehr im Wege. So vergrößert sich der Kundenkreis enorm.

Globaler Rollout in neue Märkte ist geplant

Viele werden das Programm auch deshalb noch nicht kennen, weil es erst jetzt sukzessive weltweit ausgerollt wird. Anfänglich war es überhaupt nur in vier Ländern verfügbar (Deutschland, USA, UK, Schweiz), da Fachberater in den Porsche-Zentren ausgebildet werden mussten, um Kunden durch den Konfigurationsprozess zu führen. Der findet übrigens in speziellen „Lounges“ der Autohäuser statt.

Einer der besten Online-Konfiguratoren für Uhren

Wer den Konfigurator schon einmal in der Vergangenheit besucht hatte, sollte einen zweiten Anlauf wagen. Er ist grundlegend verbessert worden – technisch wie optisch. Der neue Porsche Design Uhren-Konfigurator ist das Resultat der engen Zusammenarbeit zwischen Porsche Design und der Management- und IT-Beratung MHP. Zusammen haben die beiden Porsche-Tochtergesellschaften den Konfigurator grundlegend weiterentwickelt, um ein einzigartiges Nutzererlebnis zu realisieren. Ab sofort bietet er vor allem noch detailliertere und realistischere Darstellungen personalisierter Zeitmesser sowie eine intuitivere Benutzeroberfläche.

Wer den neuen Konfigurator testet, versteht schnell, warum eine Erweiterung auf alle Porsche und Luxusmärkte nicht so hopplahopp geht. Dazu muss dieser natürlich lokal angepasst werden, nicht nur was Sprachen und Währungen angeht. Die Mitarbeiter in Porsche Zentren, einem wichtigen Vertriebsweg müssen geschult werden. Mit Porsche im Namen will die Konzerntochter schlicht vermeiden, dass nicht alle Bereiche bis hin zum Uhrenservice über den Händler bestens abgedeckt sind. Nachdem man bereits Ende 2024 die Märkte Spanien und Portugal erschlossen hatte, folgten in diesem Jahr der starke Porsche-Markt Japan und in Osteuropa Polen, einem bevölkerungsreichem Land mit wachsender kaufkräftiger und lifestyle-affiner Mittel- und Oberschicht. Märkte wie China, Übersee und andere Wachstumsmärkte, die für rund die Hälfte aller Porsche-Fahrzeugbestellungen stehen, finden also noch keine Berücksichtigung, sind aber perspektivisch durchaus geplant.

Die erste exklusive Pantone-Farbe: Turbonit

Auch bei den Farb- und technischen Individualisierungsvarianten geht Porsche Design weiter neue Wege: Mit der Einführung des Porsche 911 Turbo S gibt es erstmals in der Serie den Chronograph 911 Turbo S mit COSC-zertifiziertem Flyback-Chronographen-Kaliber, das bislang nur den für Fahrzeugkäufer exklusiver Serien wie dem GT3 vorbehalten war. Im Turbo S Modell bringt Porsche Design mit dem metallischen Grauton „Turbonit“ eine Farbinnovation, welche den Turbo Uhrenmodellen subtil eine visuelle Signatur verleiht. Der Farbton entstand in enger Kooperation mit dem Farbsystem-Experten Pantone und markiert eine Premiere in der automobilen Farbentwicklung: Zum ersten Mal wurde eine exklusive Farbe speziell für einen Fahrzeughersteller kreiert, der seit Ende 2023 das Erscheinungsbild der Turbo-Derivate von Porsche prägt.

Von Porsche Design custom-built Timepieces werden wir hören

Fazit: Man muss kein Porsche-Fahrer sein, um zu erkennen, dass dieses Kapitel der Uhrengeschichte Schule machen wird. Klar ist, die custom-built Timepieces haben ihre Wurzeln in der Individualisierung eines persönlichen Traum-Porsches. Allein schon mit dieser Berechtigung werden sie ihren Weg machen. Rein technisch gesehen ist das Porsche Design custom-built Timepieces Programm sicher eines der aufregendsten Kapitel der jüngeren Uhrengeschichte, was Individualisierungen angeht. Kein anderer Auto- oder Uhrenhersteller hat sich daran gemacht, eine solche Aufgabe anzugehen, obwohl die Zeichen der Zeit ganz klar in Richtung völlig individueller Einzelstücke gehen. Natürlich gibt es einige Uhrenmanufakturen, die aufwendige Einzelstücke anbieten. Die Kunst besteht jedoch darin, das in größeren Stückzahlen zu schaffen, wenn die Sammler angebissen haben.

Die Preise für die vollständig individualisierte Uhren sind fair

Als Maßstab soll hier der klassische Chronograph 1 in der All Black Variante dienen: Er liegt bei Porsche Design bei 8.950 Euro. Dagegen geht es bei den Porsche Design custom-built Timepieces schon bei 5.950 Euro los. Dieser Einstandspreis ist unabhängig davon, ob es sich um den Chronographen oder die Weltzeituhr Globetimer handelt. Schöpft man hingegen derzeit alle Individualisierungsoptionen voll aus, beträgt der maximale Kaufpreis 12.350 Euro. Selbst dieser Maximalpreis bewegt sich für einen Titan-Chronographen noch im Umfeld vergleichbarer Manufakturmodelle. Für eine einzigartige Armbanduhr in Losgröße 1 inklusive persönlicher Lasergravur auf dem Rand des Saphirglasbodens und auf der Uhren-Box ist das dennoch nicht wirklich übermäßig viel. Ob Porsche Design dieses Projekt ohne den Mutterkonzern im Rücken zu diesen Preisen hätte realisieren können, darf jedenfalls stark bezweifelt werden. Wer sich abseits großer Uhrenmarken in Zukunft im Uhrenbereich umsieht, gerne sportlich unterwegs ist und Individualität schätzt, sollte zumindest mal im Porsche Konfigurator vorbeischauen. Die Konfiguration kann man sich für die Zukunft speichern.


porsche-design.com

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