Wir stehen an diesem heißen Sommertag vor der ehemaligen Uhrmacherschule in Fleurier und blicken mit zusammengekniffenen Augen in den Himmel, genauer gesagt auf ein Schloss, das auf der Bergspitze über der Stadt thront. Was für einen fantastischen Ausblick man von hier oben wohl haben muss, fragen wir uns und werden etwas später am Tag selber noch in den Genuss kommen. Denn dort oben ist inzwischen ein Burgherr eingezogen, der die Uhrmacherei in der Region geprägt hat wie kaum ein anderer. Und während wir noch in Gedanken schwelgen wird die Ruhe dieser ländlichen Idylle plötzlich von einem Motorenknattern unterbrochen. Wir sind verabredet mit Kari Voutilainen, der in diesem Moment mit seinem alten 1979er Jaguar J12 vorgefahren kommt und sich für die erste Station unseres Treffens nicht etwa sein Bergatelier ausgesucht hat, sondern eines seiner neusten Projekte, auf das er genauso mächtig stolz ist. 2022 übernahm Voutilainen Brodbeck Guillochage, ursprünglich von Georges Brodbeck gegründet und indem er seit über 20 Jahren historische Maschinen sammelte, restaurierte und wieder in den Einsatz nahm. Hier entstehen Zifferblätter in Handarbeit, wie es in dieser Region seit Jahrhunderten praktiziert wird.

Kari Voutilainen nimmt sich an diesem Tag viel Zeit für uns, mehr, als wir es erwartet hätten für einen Mann, der in Fachkreisen als einer der gefragtesten und respektiertesten Uhrmacher gilt. Kari Voutilainen führt uns persönlich durch seine verschiedenen Wirkungsstätten – von der kunstvollen Welt der Guillochage über die hochpräzise mechanische Fertigung bis hin zur finalen Montage in seinem Bergatelier. Uns wird an diesem Tag eine Philosophie offenbart, die das Wort „Manufaktur“ in seiner ursprünglichsten Bedeutung mit Leben füllt.

Der Weg aus dem Norden in die Schweiz

Kari Voutilainen wurde 1962 in Finnland geboren. Es war ein zweitägiges Praktikum in der Werkstatt eines Freundes seines Vaters, das bei dem jungen Voutilainen eine fast religiöse Erkenntnis auslöste. Dieses frühe Erlebnis prägte seinen Respekt vor der Mechanik und führte ihn an die Uhrmacherschule Kelloseppäkoulu in Helsinki, die er 1986 abschloss. Sein Wissensdurst trieb ihn jedoch schnell über die Grenzen Finnlands hinaus in die Schweiz.

Im Jahr 1988 begann er seine Spezialisierung am WOSTEP (Watchmakers of Switzerland Training and Educational Program) in Neuchâtel, wo er sich auf komplizierte Uhren und die Kunst der Restauration konzentrierte. Diese Ausbildung war der Grundstein für seine spätere Karriere, da sie ihm nicht nur technische Fertigkeiten vermittelte, sondern auch einen tiefen Einblick in die horologische Geschichte bot. Die Fähigkeit, die Arbeit vergangener Jahrhunderte zu verstehen und zu reparieren, ist eine Voraussetzung dafür, sie später innovativ weiterentwickeln zu können. Seine zehnjährige Tätigkeit bei Parmigiani Mesure et Art du Temps, wo er als 17. Mitarbeiter unter Michel Parmigiani einige der bedeutendsten Uhrensammlungen der Welt restaurierte, festigte diesen Status. Voutilainen zerlegte und studierte dort Meisterwerke von Breguet und anderen Titanen der Uhrengeschichte bis ins kleinste Detail.

Brodbeck Guillochage: Ein Kompetenzzentrum für die Kunst des Guilloché

Die erste Station unseres Besuchs durch Voutilainens Werkstätten führt nach Fleurier in die Brodbeck Guillochage Manufaktur. Diese Einrichtung ist weit mehr als eine Produktionsstätte; sie ist ein Kompetenzzentrum, das sich der Bewahrung der fast ausgestorbenen Kunst des Handguillochierens widmet. Kari Voutilainen erwarb das 2004 von Georges Brodbeck gegründete Unternehmen im Jahr 2024, um sicherzustellen, dass das Wissen und die historischen Maschinen nicht verloren gehen. Das Atelier befindet sich in der ehemaligen Uhrmacherschule von Fleurier, einem prachtvollen Gebäude aus dem Jahr 1896, das aufwendig renoviert wurde.

In dem Gebäude, das nun in einem modernen Türkis erstrahlt, stehen über 30 antike Guillochiermaschinen, darunter „Tours à guilloché“, Liniermaschinen und die extrem seltenen Tapisserie-Maschinen. Georges Brodbeck, ein autodidaktisches Genie der Feinmechanik, verbrachte Jahrzehnte damit, einige dieser Maschinen in ganz Europa aufzuspüren und zu restaurieren, da sie seit den 1950er Jahren nicht mehr industriell gefertigt werden. Die Bedeutung dieses Ateliers für Voutilainen liegt in der Einzigartigkeit der Ergebnisse: Während maschinell oder per Laser erzeugte Muster oft steril wirken, erzeugt der handgeführte Stichel auf dem Edelmetall Lichtreflexionen, die so tief und lebendig sind, dass sie eine moderne Maschine nicht kopieren kann.

Eine Symbiose aus mechanischer Präzision und menschlicher Intuition

Wer schon mal eine Guillochiermaschine in Aktion erlebt hat, der weißt: Der Prozess des Guillochierens ist eine Symbiose aus mechanischer Präzision, menschlicher Intuition und Kreativität. Im Zentrum einer Rosettenmaschine (Rose Engine) befinden sich die sogenannten Rosetten – Nockenscheiben mit unterschiedlichen Profilen, die das gewünschte Muster bestimmen. Ein Taster folgt den Erhebungen und Vertiefungen der Rosette, während der Guillocheur das Werkstück rotiert und gleichzeitig den Stichel mit absolut gleichmäßigem Druck gegen die Oberfläche presst. Jede Unregelmäßigkeit im Druck oder in der Drehgeschwindigkeit würde zu einer sichtbaren Störung im Muster führen, was die Arbeit zu einer psychisch wie physisch extrem fordernden Tätigkeit macht.

Ein Highlight sind die Tapisserie-Maschinen des Ateliers. Eine dieser Maschinen aus dem Jahr 1913, patentiert von Lienhard & Cie, ist das letzte funktionsfähige Exemplar seiner Art weltweit. Sie funktioniert nach dem Prinzip eines Pantografen: Ein Tastarm liest ein großes Modell (die Matrix) ab und überträgt die Bewegung in einem stark verkleinerten Maßstab auf das Zifferblatt. Dies ermöglicht die Erstellung von komplexen, dreidimensionalen Mustern, wie sie beispielsweise für die berühmten Zifferblätter der Audemars Piguet Royal Oak verwendet werden.

Bei Brodbeck Guillochage in Fleurier arbeiten derzeit eine Hand voll Guillocheure, die nicht nur für Voutilainen, sondern auch für andere prestigeträchtige Marken tätig sind. Diese Offenheit gegenüber anderen Herstellern ist Teil der Geschäftsstrategie, um das Handwerk wirtschaftlich tragfähig und unabhängig zu halten und gleichzeitig den Status als Referenzzentrum für Guillochage zu festigen.

Der Mechanical Workshop: CNC-Maschinen und Präzisionsdrehbänke

Nach den historischen Guillochier-Maschinen führt der nächste Schritt in den Mechanical Workshop. In dieser Werkstatt werden die Uhrwerkskomponenten für die extravaganten Zeitmesser geschaffen: Platinen, Brücken, Räder, Triebe und Hebel werden hier aus Rohmaterialien geformt. Kari Voutilainen hat im Laufe der Jahre eine bemerkenswerte Fertigungstiefe erreicht. Er produziert heute ca. 98% der Komponenten seiner Uhren selbst – die einzigen Ausnahmen bilden die Lagersteine, die Aufzugsfeder und die Unruhspirale.

Der Mechanical Workshop nutzt eine Flotte hochmoderner CNC-Maschinen und Präzisionsdrehbänke, unter anderem von Herstellern wie Tornos. Diese Maschinen erreichen Toleranzen von weniger als 2 Micrometer, was für die Funktionsfähigkeit hochkomplexer Werke wie den Kalibern Vingt-8, KV20 oder dem Tourbillon TBL22 unerlässlich ist. Doch trotz der computergesteuerten Präzision bleibt der Ansatz handwerklich: Die Maschinen werden für extrem kleine Serien von 10 bis 50 Stück programmiert, was einen hohen personellen Aufwand für die Einrichtung und Überwachung erfordert.

Die Alchemie der Materialien: Neusilber und Titan

Ein wesentliches Merkmal der Voutilainen-Werke ist die Verwendung von Neusilber (Maillechort) für Platinen und Brücken. Diese Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink ist deutlich härter und widerstandsfähiger gegen Korrosion als das in der Uhrenindustrie übliche Messing. Neusilber hat zudem die Eigenschaft, im Laufe der Zeit eine warme, leicht gelbliche Patina zu entwickeln, was den Uhren einen zeitlosen, antiken Charakter verleiht. Die Bearbeitung von Neusilber stellt jedoch hohe Anforderungen an die Werkzeuge im Mechanical Workshop, da es spröder ist und eine präzisere Schnittführung erfordert.

Für die Gehäusefertigung, die in der hauseigenen Manufaktur Voutilainen & Cattin SA erfolgt, kommen Gold, Platin, Stahl, Tantalum und zunehmend auch Titan zum Einsatz. Besonders die Fertigung der charakteristischen „Tear-drop“-Hörner (tropfenförmige Bandanstöße) ist eine Spezialität von Voutilainen. Diese werden einzeln aus massivem Metall gefräst und anschließend von Hand an das Gehäuse gelötet. Dieser Prozess ist deutlich aufwendiger als das bloße Ausstanzen eines kompletten Gehäuses, ermöglicht aber eine viel schärfere Definition der Linien und eine höhere strukturelle Integrität.

Jährlich verlassen den Mechanical Workshop über 16.000 feinmechanische Komponenten. Jedes dieser Teile durchläuft eine strenge Qualitätskontrolle, bevor es zur Veredelung weitergegeben wird. Die Integration dieses Prozesses erlaubt es Voutilainen, auch auf die ausgefallensten Kundenwünsche einzugehen und Prototypen neuer Mechanismen innerhalb kürzester Zeit intern zu realisieren.

Das Bergatelier „Le Chapeau de Napoléon“

Wir springen in unsere Autos und folgen Kari Voutilainen zum „Le Chapeau de Napoléon“, seinem Bergatelier, gelegen auf fast 1.000 Metern Höhe an einem steilen Berghang oberhalb von Fleurier mit einem spektakulären Panoramablick über das gesamte Val-de-Travers. Der Name des Ortes rührt von der markanten Felsformation her, die an den Hut des französischen Kaisers erinnert. Kari Voutilainen kaufte und renovierte das Gebäude im Jahr 2021, um seiner wachsenden Belegschaft ein Arbeitsumfeld zu bieten, das Ruhe, Licht und Inspiration vereint.

Hier findet die eigentliche Montage, die Feinregulierung und die kunstvolle Endbearbeitung der Uhren statt. In den lichtdurchfluteten Räumen arbeiten rund 30 Uhrmacher und Dekorateure. Es ist bemerkenswert, wie viele junge Menschen hier arbeiten. Immerhin sind es Arbeiten, die absolute Ruhe und Konzentration erfordern, Tugenden, die man nicht gerade von jungen Menschen – vor allem im hier und jetzt – gewohnt ist. Aber es ist wahrscheinlich genau das, was den Reiz ausmacht für eine Generation, die sonst in einer atemberaubenden Geschwindigkeit durch die Welt surft. Und Kari Voutilainen? Der steht selbst fast täglich hinter der Werkbank, wo er sich auf die Entwicklung neuer Prototypen und die Arbeit an Einzelstücken konzentriert und natürlich seinen jungen Uhrmachern wie ein Mentor zur Seite steht.

Die Ethik der Uhrmacherei

In der Uhrmacherei von Voutilainen ist die Dekoration kein Selbstzweck, sondern ein Zeichen von Qualität und Langlebigkeit. Er beschreibt diese Details als Teil der „Ethik“ der Uhrmacherei. Ein wesentliches Element ist der Anglage (Kantenbruch). Hierbei werden die Kanten von Brücken und Platinen von Hand abgeschrägt und anschließend mit Enzianholz und Diamantpaste poliert, bis sie wie ein Spiegel glänzen. In einem Werk von Vingt-8 findet man zahlreiche innere Winkel, die nur von Hand bearbeitet werden können – eine Maschine könnte diese scharfen Kanten niemals in dieser Perfektion erreichen.

Ein weiteres Highlight seiner Kreationen ist das Schwarzpolieren (Noir Polissage) von Stahlkomponenten. Dabei wird das Teil auf einer Zinkplatte mit feinstem Schleifmittel so lange bearbeitet, bis die Oberfläche absolut plan ist. Das Ergebnis ist optisch faszinierend: Aus einem bestimmten Winkel betrachtet, wirkt der Stahl tiefschwarz, während er aus einem anderen Winkel das Licht perfekt reflektiert. Jede Schraube, jedes Rad und jeder Hebel in einer Voutilainen-Uhr wird nach diesen Standards behandelt, unabhängig davon, ob das Teil durch den Saphirglasboden sichtbar ist oder nicht.

Die Montage einer Uhr erfolgt in zwei Phasen. Zuerst wird das Werk komplett zusammengesetzt, um die mechanische Funktion und die Gangwerte zu prüfen. Danach wird es wieder vollständig zerlegt, jedes Teil gereinigt und erst dann erfolgt die endgültige Montage mit anschließender Ölung. Dieser Prozess stellt sicher, dass keine mikroskopischen Späne oder Staubpartikel die langfristige Zuverlässigkeit beeinträchtigen.

Technische Innovationen: Die Evolution der Hemmung

Kari Voutilainens Ruf als technisches Genie basiert maßgeblich auf seiner Weiterentwicklung der Hemmung. Sein berühmtesten Werke, die Kaliber Vingt-8 und KV20, verfügen über eine patentierte direkte Impulshemmung mit zwei Hemmungsrädern. Dieses System wurde inspiriert von Abraham-Louis Breguets „Echappement Naturel“, jedoch für die Anforderungen einer modernen Armbanduhr optimiert.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Schweizer Ankerhemmung, bei der die Energie über die Palettensteine mit hohem Reibungsverlust übertragen wird, geben die Räder bei Voutilainen den Impuls direkt an die Unruh ab. Dies führt zu einer deutlich höheren Energieeffizienz (ca. 30% Steigerung) und einer geringeren Belastung der Bauteile, was die Wartungsintervalle verlängert und die Ganggenauigkeit stabilisiert.

Die Unruh dieser Kaliber sind mit einem Durchmesser von 13.5 mm außergewöhnlich groß und besitzen eine hohe Trägheit, was sie weniger anfällig für Erschütterungen macht. Sie schlägt mit einer Frequenz von 2,5 Hz (18.000 Halbschwingungen pro Stunde), was den Uhren das beruhigende, langsame Ticken historischer Chronometer verleiht.

Die Spiralfeder ist eine weitere Besonderheit von des Voutilainen Workshops. Er verwendet eine Kombination aus einer Phillips-Endkurve (außen) und einer Grossmann-Kurve (innen). Diese Konstruktion stellt sicher, dass die Spirale beim Schwingen absolut konzentrisch atmet. Mathematisch lässt sich dies durch die Minimierung der Schwerpunktsverlagerung während der Expansion der Feder beschreiben, was zu einer nahezu perfekten Isochronität führt.

Originell und Radikal

Neben den technischen Finessen zeichnen sich Voutilainens Uhren durch originelle Anzeigenkonzepte aus. Seine dezimale Minutenrepetition (Masterpiece 6) ist eine logische Konsequenz aus der menschlichen Wahrnehmung. Anstatt die Zeit in den unhandlichen 15-Minuten-Schritten (Viertelstunden) der traditionellen Uhrmacherei zu schlagen, nutzt sie das Zehnersystem. Ein Beispiel: Um 4:37 Uhr ertönen vier tiefe Töne für die Stunden, drei Doppel-Töne für die Zehner-Minuten und sieben hohe Töne für die Einzelminuten.

Noch radikaler ist das Modell Vingt-8 ISO. Hier rotieren die Minutenanzeige und der Stundenzeiger synchron. Dies bedeutet, dass die relative Position der Zeiger zueinander über den gesamten Tag hinweg die gleiche Bedeutung behält. Kari Voutilainen spielt hier mit der psychologischen Komponente der Zeitablesung. Nach der Theorie von Daniel Kahneman (System 1 vs. System 2) nutzen wir für gewöhnliche Uhren unser intuitives System 1. Anstatt die Zeit nur flüchtig zu erfassen, müssen bei der Vingt-8 ISO die Zeigerpositionen neu interpretiert werden, da sich der äußere Minutenring mit dem Stundenzeiger mitdreht. Das führt dazu, dass die Zeiger zur vollen Stunde immer übereinander und zur halben Stunde genau gegenüberstehen. Die Vingt-8 ISO zwingt uns dazu, System 2 zu aktivieren und bewusst über die Zeit nachzudenken, was die emotionale Bindung zum Zeitmesser verstärkt.

Uhrmacher, Mentor und Unternehmer

Kari Voutilainen ist nicht nur einer der besten Uhrmacher unserer Zeit, sondern auch ein weitsichtiger Unternehmer. Er hat erkannt, dass Unabhängigkeit nicht bedeutet, alles alleine zu machen, sondern die richtigen Partner um sich zu scharen. Sein Firmengeflecht umfasst heute mehrere spezialisierte Betriebe:

Comblémine SA: Spezialisiert auf die Herstellung hochkomplexer Zifferblätter mit innovativen galvanischen Oberflächen und Mehrschicht-Strukturen.

Voutilainen & Cattin SA: Eine Gehäusemanufaktur, die sowohl für Voutilainen als auch für Dritte Prototypen und Kleinserien fertigt.

Brodbeck Guillochage: Das dekorative Kompetenzzentrum in Fleurier. Diese vertikale Integration schützt ihn vor den Lieferengpässen, die viele andere Marken während der Pandemie trafen. Zudem erlaubt sie ihm eine totale Transparenz gegenüber seinen Kunden. Voutilainen hat kein Verkaufsteam; er kommuniziert persönlich mit jedem Sammler, der eine Uhr bei ihm bestellt. Es schafft ein Vertrauensverhältnis, das in der anonymen Welt des Luxus selten geworden ist.

Sehnsucht nach authentischer Handwerkskunst

Kari Voutilainen besitzt diese tief verwurzelte Sehnsucht nach authentischer Handwerkskunst und hat im Val-de-Travers etwas Einzigartiges geschaffen: ein autonomes Refugium für die „Horologie d’Art“. Die Reise durch seine Werkstätten zeigt, dass seine Arbeit weit über die Herstellung von Luxusobjekten hinausgeht. Es ist der Versuch, eine Form der menschlichen Exzellenz zu bewahren, die in einer automatisierten Welt verloren zu gehen droht.

In Fleurier, im Atelier von Brodbeck Guillochage, wird die Geschichte durch die Hände junger Handwerker weitergeschrieben. Im Mechanical Workshop wird bewiesen, dass modernste Technologie und traditionelles Wissen keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig zu neuen Höhenflügen antreiben. Und oben auf dem „Chapeau de Napoléon“ wird diese geballte Kompetenz zu Zeitmessern verschmolzen, die keine Kompromisse kennen.

Die Stärke von Kari Voutilainen liegt in seiner Bescheidenheit gepaart mit kompromisslosem Qualitätsbewusstsein. Er produziert keine Uhren für das Schaufenster, sondern für Menschen, die die Seele eines Objekts verstehen. Jede Uhr, die seine Werkstatt verlässt, trägt nicht nur seinen Namen, sondern auch ein Stück des Berges, der Geschichte und der Leidenschaft der Menschen, die sie erschaffen haben. Damit bleibt Voutilainen eine der wichtigsten Stimmen in der modernen Uhrmacherei – ein Bewahrer der Tradition und gleichzeitig ein mutiger Visionär, der zeigt, dass die wahre Architektur der Zeit in der Präzision des menschlichen Geistes liegt.


voutilainen.ch

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