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Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute Enamel Modelle

Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute Enamel Modelle

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Das Handwerk des Emaillierens und Gravierens findet in den Werkstätten von Jaeger-LeCoultre seit vielen Jahrzehnten statt und wird von der Schweizer Marke nun mit drei neuen Modelle der Reverso in den Mittelpunkt gestellt. Die Uhrmacher der Grande Maison haben die Idee einer Uhr entwickelt, die diese Kunst mit einem Dreh des Wendegehäuses offenbart. Auf der Vorderseite der neuen Modelle ist ein per Hand guillochiertes und mit durchscheinendem Grand-Feu-Email überzogenes Zifferblatt zu sehen. Doch vor allem die Rückseite der Modelle wurde ganz im Sinne der Kunst gestaltet. Sie ist mit der emaillierten Miniatur einer Malerei versehen, die von einer besonderen Technik aus der Kunstgeschichte geprägt ist. Je nach Modell entstammt das Kunstwerk auf der Rückseite dem Pointillismus, der chinesischen Tuschmalerei oder dem japanischen Holzschnitt. Dazu haben die Kunsthandwerker der Manufaktur drei Künstler anhand jeweils eines ihrer Werke ausgewählt: Georges Seurat, Xu Beihong und Katsushika Hokusai.

Um diese Idee umzusetzen wurde die Reverso Tribute Enamel mit ihren Art-Déco-Codes von 1931, den facettierten und applizierten Indizes und den Dauphinezeigern ausgewählt. Sie wurde mit einem speziell angefertigten Gehäuse aus Weißgold ausgestattet, das als Rahmen für die Miniatur-Emaillierung dient. Jedes der Modelle erscheint in einer Auflage von acht Exemplaren und ist exklusiv in den Jaeger-LeCoultre Boutiquen erhältlich. 

Reverso Tribute Enamel – Georges Seurat: ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte

Die Vorderseite des ersten Modells wurde zunächst mit einer hundert Jahre alten Maschine mit einer feinen Guillochierung verziert, die kleine Rauten aufweist, die unter einer Schicht tiefgrüner Emaille im Relief durchschimmern.

So ist schon das Zifferblatt auf der Vorderseite durch aufwendige Verarbeitung geprägt, doch das tatsächliche Kunstwerk kommt erst zum Vorschein, wenn man das Gehäuse der Uhr wendet.

Das zwischen 1884 und 1886 entstandene Gemälde ‚Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte‘ ist eines der bekanntesten Werke der Technik des Pointillismus und stammt von Georges Seurat (1859-1891). Der neoimpressionistische französische Maler war ein bedeutender Maler des 19. Jahrhunderts. Er brauchte zwei Jahre, um diese im Original etwa 2 x 3 Meter große Leinwand fertigzustellen, für die er insgesamt mehr als 60 Skizzen anfertigte. Die Szene des Gemäldes spielt an den Ufern der Seine nahe Paris, an einem Ort, an dem die Stadtbewohner baden, spazieren gehen und die Natur genießen konnten. Die besondere Technik des Pointillismus besteht darin, winzige Farbtupfer übereinander zu setzen, die das Auge des Betrachters anschließend auf natürliche Weise ‚mischt‘ und so zu einem Gesamtbild zusammenfügt.

Um diese Miniatur anzufertigen, mussten die Emaillierer von Jaeger-LeCoultre dieses Werk von über drei Metern Breite auf 3 qcm Oberfläche reproduzieren. Um die Technik des Pointillismus trotzdem umsetzen zu können, wendeten die Kunsthandwerker eigene Methoden an und fertigten eigene Werkzeuge an. Im Anschluss wurde das Kunstwerk mit mehreren schützenden Schichten Emaille überzogen, welche die Farbintensität des Werks verändern. Daher wurden im Voraus dunklere Nuancen verwendet, als beim Original. Insgesamt wurde 70 Stunden an dem Werk gearbeitet.

Reverso Tribute Enamel – Inspiration eines Werks von Xu Beihong

Mit diesem Modell widmet sich die Grande Maison der chinesischen Tuschmalerei.

Das Zifferblatt dieses Modells der Reverso Tribute Enamel wurde mit einer feinen Guillochierung verziert, die längliche geometrische Motive aufweist und mit einer opalisierenden, elfenbeinfarbenen Schicht Emaille überzogen wurde, die optisch an Perlmutt erinnert. 

Xu Beihong (1895-1953) war in China einer der bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts. Er ist für seine Pinselmalereien, Ölmalereien, Zeichnungen, Pastellgemälde und Kalligraphien berühmt und erlangte in China vor allem durch seine Pferdedarstellungen große Beliebtheit. Das Originalgemälde, an welches das Gemälde auf der Rückseite dieses Modells erinnert, ist mehr als fünf Meter breit und stellt in lebhafter Bewegung zehn Pferde in einer chinesischen Landschaft dar. Die Emaillierer haben sich von zweien der Pferde auf dem Gemälde inspirieren lassen. 

Für die Miniatur galt es, die fließenden Bewegungen und die Leichtigkeit der chinesischen Tuschtechnik trotz der schützenden Emailleschichten, die der Zeichnung ihre Spontanität nehmen, zu reproduzieren. Besonders schwer war es allerdings die Wildheit der Pferde und die vielen kleinen Details, wie die Mähne, darzustellen. Auch die monochrome Arbeit ist für einen Emaillierer mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden, da er es normalerweise gewohnt ist, mit den Farben spielen zu können.

Reverso Tribute Enamel – Katsushika Hokusai, die große Welle vor Kanagawa

Für dieses Modell haben sich die Kunsthandwerker von Jaeger-LeCoultre dem japanischen Holzschnitt gewidmet, dessen bekanntester Repräsentant Hokusai ist.

Das Zifferblatt auf der Vorderseite wurde mit einer wellenförmigen Guillochierung versehen. Anschließend wurde es mit einer Schicht aus durchscheinender, tiefblauer Emaille überzogen, dessen Farbe an den Ozean in ‚Die große Welle vor Kanagawa‘ von Katsushika Hokusai erinnert.

Katsushika Hokusai (1760-1849) war ein japanischer Künstler, der für seine Bildserie auf Holz ’36 Ansichten des Berges Fuji‘ berühmt ist. Diese Serie ist besonders bedeutsam, da sie erstmalig in der japanischen Kunst das Konzept der Perspektive einführte, das der westlichen Malerei entstammt. ‚Die große Welle vor Kanagawa‘ ist Teil dieser Serie und machte den Künstler weltweit berühmt. Von ihr ließen sich die Emaillierer Jaeger-LeCoultres inspirieren, um die Rückseite dieser Reverso Tribute Enamel zu verzieren.

Die Farben und die kleinen Elemente in der Bewegung der Welle und ihren schäumenden Wasserspritzern mussten besonders sorgfältig bearbeitet werden, damit das Werk seinen Charakter und seine Kraft bewahrt. Die Feinheit der Details wirkt daher umso überwältigender. Ebenso war es schwierig, einen ruhigen, ebenmäßigen Himmel zu reproduzieren, ohne dass auch nur ein Pinselstrich sichtbar ist. Somit vereinen sich in dem letzten Modell die Schwierigkeiten der beiden vorherigen Kreationen.

www.jaeger-lecoultre.com